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Globaler Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt



Der ökologische Kollaps hätte auch zur Folge, dass sich die Menschheit selbst vom Blauen Planeten "verabschiedet".

16|09|2020 | BUND fordert Ende des Raubbaus an unseren Lebensgrundlagen

Anlässlich des von den Vereinten Nationen [UN] veröffentlichten fünften globalen Berichts zur Lage der biologischen Vielfalt, dem "Global Biodiversity Outlook" [GBO 5] fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland [BUND] den unbedingten Schutz unserer Lebensgrundlagen. "Die Zerstörung der biologischen Vielfalt bedroht die Menschheit mindestens genauso sehr wie die Klimakrise. Wir Menschen sind abhängig von unzähligen Lebewesen, Pflanzen und ihren unersetzlichen Lebensräumen – sie sind die Grundlage unseres Lebens", sagt Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender. "Der anhaltende Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen ist verheerend für die Zukunft nachfolgender Generationen. Wir müssen radikal umsteuern, um einen ökologischen Kollaps der Erde verhindern. Ein radikaler Wandel in der Art, wie wir leben und wirtschaften, ist dringend erforderlich."

Der fünfte "Global Biodiversity Outlook" belegt nach dem alarmierenden Bericht des Weltbiodiversitätrates von 2019 erneut, wie schlecht es um die weltweite Vielfalt der Lebensräume und Arten bestellt ist. "Die Weltgemeinschaft ist noch meilenweit von ihrem Ziel entfernt, den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Und das, obwohl sie es sich für 2020 auf die Fahnen geschrieben hatte. Stattdessen schreitet die Zerstörung der Natur weiter voran und das große Artensterben geht weiter. So wird die Konvention zum Erhalt unserer Biodiversität [CBD] mit Füßen getreten", so Bandt.

Mehr Arten als je zuvor in der Geschichte der Menschheit sind derzeit vom Aussterben bedroht:

bis zu einer Million, viele bereits in den nächsten Jahrzehnten. "Globaler Handel und Konsum setzen die Natur seit Jahrzehnten unter Druck.
Speziell die intensive Landwirtschaft, die Abholzung der Wälder, die Überfischung der Meere und der Abbau von Rohstoffen verursachen die Naturzerstörung. Derzeit begünstigen bestehende Anreize wie die europäischen Agrarsubventionen in erster Linie natur- und umweltschädigende Aktivitäten und Wirtschaftsmodelle", erklärt Bandt. "Die Bundeskanzlerin hat beim UN-Sondergipfel zur Biodiversität am 30. September in New York die Chance, den Schutz der biologischen Vielfalt zur Chefsache zu machen. In den laufenden Verhandlungen für ein neues UN-Regelwerk zum Schutz der Biodiversität muss sich die Bundesregierung zusammen mit den anderen europäischen Regierungen für ehrgeizige globale Ziele zum Erhalt der Natur einsetzen."

Der BUND-Vorsitzende fordert die Bundesregierung auf, den Schutz der Ökosysteme und des Klimas auch hierzulande ernst zu nehmen und jeden weiteren Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen: "Am Beispiel des Dannenröder Waldes zeigt sich, dass die Bundesregierung es vorzieht, in Zeiten von Klimakrise und Waldsterben an einer gestrigen Verkehrspolitik festzuhalten und weiter im großen Stil Autobahnen und Bundesstraßen zu planen und zu bauen." So droht der mehr als 250 Jahre alte, gesunde Laubmischwald in Hessen mit dem Weiterbau der A 49 einem unnötigen und gestrigen Straßenprojekt zum Opfer zu fallen. Bandt: "Die Bundesregierung muss klare Zeichen in Richtung Mobilitätswende setzen und einen Verzicht des Weiterbaus der A 49 vereinbaren. Nicht nur zum Erhalt der Biodiversität ist eine klima- und naturgerechte Verkehrspolitik überfällig."

Quelle: BUND
Hintergrund:
Der globale Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt, der "Global Biodiversity Outlook" ist das Flaggschiff des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt und wird vom Sekretariat der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt erstellt. Es handelt sich um einen regelmäßigen Bericht, in dem die neuesten Daten zum Status und zu den Trends der biologischen Vielfalt zusammengefasst und Schlussfolgerungen gezogen werden, die für die weitere Umsetzung des Übereinkommens relevant sind. Vor sechs Jahren wurde der vierte Bericht vorgestellt, auf der 12. Vertragsstaatenkonferenz im südkoreanischen Pyeongchang.

Der fünfte globale Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt bewertet, inwieweit die Ziele des sogenannten Strategischen Plans der UN-Biodiversitätskonvention erfüllt wurden. Zwar gibt es Fortschritte in einigen Bereichen, allerdings nicht in ausreichendem Maße, um die Naturzerstörung aufzuhalten. Die Lichtblicke: Die Fläche der Schutzgebiete an Land und im Meer ist von jeweils zehn Prozent und drei Prozent auf je 15 Prozent und sieben Prozent gestiegen, die Umsetzung des Nagoya-Protokolls gegen Biopiraterie ist angelaufen und mit 85 Prozent hat die große Mehrheit der Staaten hat ihre nationalen Strategien und Aktionspläne zum Schutz der biologischen Vielfalt aktualisiert. Insgesamt zeigt der Bericht jedoch sehr deutlich, wie weit die Weltgemeinschaft ihr Ziel verfehlt, den Verlust der Arten und Lebensräume bis 2020 zu stoppen.

Bereits der im Mai 2019 veröffentlichte, umfassende globale Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES hatte auf die dramatische Situation Ökosysteme aufmerksam gemacht und vor einem ökologischen Kollaps gewarnt, wenn keine radikale Kehrtwende erfolgt. Eine der zentralen Empfehlungen des IPBES in seiner Zusammenfassung für Entscheidungsträger*innen ist, jene Anreize zu unverzüglich zu stoppen, die Arten und Lebensräumen schaden.



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