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Eberhard und Wilfrid wünschen ein frohes Fest ...
14|12|2009



Wilfrid und Eberhard

Moin Eberhard, sag mal, wieso hat uns der Norbert noch nicht wieder zur Sitzung eingeladen?

Hast du denn immer noch nicht gemerkt, dass ich eine Haushaltssperre verordnet habe, Wilfried?

Wieso, Eberhard? Wir müssen doch wenigstens noch so tun, als ob wir handlungsfähig wären ... koste es, was es wolle!!! Wer kümmert sich denn sonst um die Hafenangelegenheiten? Nur ich. Du glaubst gar nicht, was ich da alles zu tun habe den ganzen Tag.

Und was du mich damit kostest, Wilfrid. Immer wieder schreibt der Hufenbach in seinem Bürgerportal, dass du, obwohl die Schuldenuhr tickt, alles Hafenmögliche und Unmögliche so planst und total vergisst, wer das alles finanzieren soll, zusätzlich zu deinem fürstlichen Gehalt. Das liest sich dann immer so, als hätten wir gerade im Lotto gewonnen, dabei haben wir keinen müden Cent mehr auf der Naht. Ist doch klar, dass uns Norbert da nicht noch ins Gorch-Fock-Haus einladen kann. Die Saalbeleuchtung könnten wir dafür nicht mehr bezahlen, wir würden im Dunkeln sitzen. Die Lichter gehen uns sprichwörtlich aus.

Was hat das denn mit meinem Hafen zu tun, Eberhard? Ich bin schließlich der, zu dem du mich gemacht hast und als Geschäftsführer der Hafenbetriebsgesellschaft habe ich gewisse Ansprüche zu stellen. Und ich sage dir, Eberhard: Im Hafen dürfen die Lichter nicht ausgehen. Wir müssen diese Durststrecke überstehen und wenn der JadeWeserPort 2012 fertig ist, dann schöpfen wir doch die gigantischen Einnahmen ab, dann geht es aufwärts in Wilhelmshaven. Nachts träume ich auch schon großartige Visionen von einem blühenden Binnenhafen. Du siehst, Eberhard, wir werden bald eine großartige Zukunft haben. Nur schade, dass du im Herbst 2011 abdankst und das als Oberbürgermeister nicht mehr miterlebst.

Musst du mich denn immer wieder daran erinnern, dass ich mein großes Werk für Wilhelmshaven nicht weiterführen kann, Wilfrid? Aber zur Sache: Ich sagte vorhin, dass du mich so einiges kostest. Das kann ich mir ab sofort  nicht mehr leisten, denn wie soll ich meine Haushaltssperre glaubhaft vertreten, wenn ich dir weiterhin monatlich über fünftausend Euro Gehalt zahle für den Posten, den ich extra für dich erfunden habe.         

Also Eberhard, den Job nimmst du mir jetzt aber nicht wieder weg. Das kannst du nicht machen, schließlich bist du Sozialdemokrat und wir Sozialdemokraten müssen doch immer zusammenhalten. Wenn du schon unbedingt sparen willst, dann fang doch erstmal bei der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Rathausturm an. Die vielen Glühbirnen, was die in der Anschaffung gekostet haben und was die da jede Stunde an Strom verbrauchen, nicht auszudenken.

Also, so geht es nicht, mein lieber Wilfrid. Nach außen hin müssen wir doch zumindest noch den Schein wahren, sozusagen im wahrsten Sinne des Wortes. Die Bürger haben die ganzen Jahrzehnte nie auf diesen rathäuslich-weihnachtlichen Lichterglanz verzichten müssen.

So so, Eberhard, aber im Gorch-Fock-Haus können wir für die Sitzungen die Saalbeleuchtung nicht mehr bezahlen? Kannst du mir das bitte mal erklären?

Hab ich dir doch gerade gesagt: Wir müssen den Schein wahren, dass hier in Wilhelmshaven noch alles in Ordnung ist, Wilfrid. Dann sieht nämlich jeder, dass das alles nur gelogen ist, was da im Bürgerportal veröffentlicht wird, dass wir als Stadt pleite sind und so.

Ja gut, Eberhard, aber wenn ich da an die tolle weihnachtliche Beleuchtung auf dem Rathausturm denke, wer bezahlt die eigentlich, wenn wir gar kein Geld mehr haben? Und wer finanziert denn mein Geschäftsführergehalt, wenn Ebbe in der Stadtkasse ist?

Das muss natürlich unter uns bleiben, Wilfrid: Als Aufsichtsratsvorsitzender der GEW Wilhelmshaven habe ich immer die Möglichkeit, gewisse Spielräume zu nutzen, wenn du verstehst. Und als Aufsichtsratsmitglied der Sparkasse Wilhelmshaven lassen sich die genannten gewissen Spielräume ganz unbürokratisch verquicken. Und wenn es ums Christkind geht, das in der Vorweihnachtszeit mit festlichem Glanz vom Rathausturm aus jedes Jahr aufs Neue begrüßt werden soll, dann lasse ich meine Verbindungen diskret wirken.

Nichts gegen Weihnachten und deine Festbeleuchtung, Eberhard. Aber wenn du so gute Connections in der GEW und der Sparkasse hast und dort auch fette Aufsichtsratsgelder kassierst, dann läßt sich doch auch mein Geschäftsführergehalt weiter finanzieren. Oder wo siehst du da ein Problem? Ich sehe da nämlich keins. Hafenwirtschaft ohne Geschäftsführer, das wäre doch eine Katastrophe, das müssen die bei der GEW und in der Sparkasse doch wissen und auch sehen, dass das nicht geht. Ich bin der wichtigtste Mann für die Verwirklichung unserer Hafenträume und sehe nicht  ein, dass ich auf mein Geschäftsführergehalt verzichten soll.    

Wilfrid, meine Aufsichtsratsbezüge läßt du mal ganz außen vor, die gehen dich überhaupt nichts an. Und ganz unter uns gesagt: Wenn du ehrlich bist, müsstest du zugeben, dass im Binnenhafen schon jahrelang kaum was los ist, außer das da in den Sommermonaten ein paar Segelschiffe fahren oder der Hafenrundfahrtendampfer da rumschippert. Was ich also sagen will, ist, das ist zwar auch Hafenbetrieb, aber von Hafenwirtschaft kann da wohl kaum die Rede ...

Sags nicht, bitte sag es nicht, Eberhard. Ich verstehe ja, was du sagen willst, aber wir müssen doch positiv denken, Wilhelmshaven lebt und alles wird doch erst gut, wenn wir den JadeWeserPort haben.

Und solange willst du zur Überbrückung dein Gehalt unbürokratisch weiter finanziert haben, Wilfrid?

Unbedingt, Eberhard. Wilhelmshaven braucht mich schließlich und ich finde es nicht fair von dir, dass du meinen Job ausgerechnet jetzt in der Vorweihnachtszeit zur Disposition stellst, tue mir so etwas Unchristliches bitte nicht an. Lässt sich denn nicht irgendwo anders noch was einsparen?

Habe ich ja schon, Wilfrid. Für die Ehrenamtlichen habe ich die Ausgaben für deren Ehrungszeremoniell in Höhe von 2.500 Euro gestrichen, denn wenn kein Geld vorhanden ist, kann man eben nicht feiern. Sei also froh, Wilfrid, dass ich dich nicht als ehrenamtlichen Geschäftsführer eingestellt hatte, da hättest du die ganzen Jahre über gar kein Gehalt bekommen. In der momentanen Situation wäre es allerdings besser gewesen, wenn in den Bilanzen nichts von deinen Gehältern auftauchen würde. Die Kommunalaufsicht wird sicher noch stuztig werden, wenn sie da was in den Büchern findet. 

Ich habe gehört, ersatzweise hätten WZ und Sparkasse die 2.500 Euro für die Ehrenamtlichen locker bezahlt. Können WZ und Sparkasse nicht auch mal was rüberschieben zur Sanierung des städtischen Haushalts, Eberhard? Dann wäre doch auch mein Geschäftsführergehalt wieder gesichert.

Das habe ich mir fast gedacht, dass du auf so eine Idee kommen würdest, Wilfrid. Wenn ich das der Sparkasse vorschlage, würde die Sparkasse denken, ich könne wegen des städtischen Defizits als Verwaltungschef nicht mit Geld umgehen und müsste dann wohl auch sofort meinen Aufsichtsratshut nehmen.

Schade Eberhard, war nur so eine Idee von mir. Also muss eine Korrektur der Bilanzen her. Können wir da irgendwie noch was machen, Eberhard? Könntest du mich nicht nachträglich zum ehrenamtlichen Geschäftsführer meiner Hafenbetriebsgesellschaft frisieren? Da würde ich dann doch auch in der Öffentlichkeit edel und glänzend dastehen, keiner würde mehr quaken wegen meines üppigen Geschäftsführergehalts.

Ich muss mal sehen, Wilfrid, wie wir es hinkriegen, dich noch rechtzeitig arm zu rechnen. Schließlich müssen wir glaubhaft wirken, dass wir uns in diesem Jahr nicht mal mehr für den Rathausplatz den obligatorischen Weihnachtsbaum aus Norwegen leisten konnten, angesichts der von mir verhängten Haushaltssperre. 

Was? So schlimm ist es um unsere Finanzen bestellt, Eberhard? Nicht mal mehr einen Weihnachtsbaum können wir uns leisten?

Ich habe doch vorhin bereits versucht, dir zu erklären, warum Norbert uns nicht zur Sitzung eingeladen hat, Wilfrid: Wir sind sowas von pleite, das glaubst du nicht ...    

Na dann, frohes Fest, Eberhard ...

Ja, dir auch ein „frohes“ Fest ...
  

... äh, Eberhard ...

Ja, was ist denn noch?

Eberhard, wie wäre es, wenn wir´s mal in Bad Zwischenahn in der Spielbank versuchen würden? Wir könnten dann hinterher die Spielbank als Sponsor deklarieren, damit das nicht so auffällt.

Ach ... und wovon sollen wir die Einsätze bezahlen, Wilfrid? Wir haben doch schon alles verzockt ... riännevaplüüü, wie wir Franzosen sagen ...

Eberhard, willst du mich jetzt wieder ärgern wegen meines französischen Ordens „Ritter der Ehrenlegion“, den ich erst am 28. September in der Niedersächsischen Staatskanzlei verliehen bekommen habe, weil ich mich so vorbildlich für die Städtepartnerschaft zwischen Wilhelmshaven und Vichy eingesetzt habe? Der Orden wurde ehemals von Napoleon gestiftet und mir somit vom französischen Staatspräsidenten durch eine Ratsfrau aus Vichy überreicht, das hab´ ich dir doch schon mal gesagt !!! 

Ärgern? Nein. Das ist doch großartig und ich bin sehr stolz auf dich, Wilfrid: Von der Ehrenlegion zum Ehrenamt des Geschäftsführers ... der Orden bringt bestimmt ein paar Euros, wenn wir den als Pour le mérite jetzt noch schnell auf´m Weihnachtsmarkt verhökern für den Einsatz in der Spielbank, bevor wir beide abdanken ... wir haben ja eh nichts mehr zu verlier´n ...



Hans-Günter Osterkamp

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