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Deutsche Umwelthilfe zeichnet Mehrwegsystem für Coffee to go-Becher aus
27|10|2016



Die bittere Realität: Milliarden von "Coffee to go"-Bechern vermüllen zunehmend die Erde, aber langsam zeichnen sich Alternativen ab.

Müllvermeidung an der Tankstelle: Das Projekt "BesserBecher" der Mundorf Mineralölhandels GmbH & Co. KG zeigt, dass Coffee to go auch umweltfreundlich geht

Coffee to go-Einwegbecher verursachen riesige Abfallberge und verschlingen wertvolle Ressourcen. Vor allem Cafés, Bäckereien und Tankstellen bringen die Einwegbecher in Umlauf. Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa drei Milliarden Becher verbraucht. Dass es Alternativen zu den unökologischen Einwegbechern gibt, zeigt seit Januar 2016 eine Tankstellenkette in Nordrhein-Westfalen. Die Deutsche Umwelthilfe [DUH] hat sie am 25.10.2016 in Waldbröl für ihr Mehrweg-Projekt "BesserBecher" ausgezeichnet.

Die Mundorf Mineralölhandels GmbH & Co. KG ist eine regionale Tankstellenkette mit Filialen von Köln bis Bonn. In zunächst vier Tankstellen hat sie am 12. Januar 2016 das Pilotprojekt "BesserBecher" gestartet. Ziel ist es, die Kunden von der Wahl eines hochwertigen Mehrweg- statt eines Einwegbechers zu überzeugen und damit unnötigen Abfall zu vermeiden. Der "BesserBecher" kann in den vier Tankstellen gekauft werden. Zusätzlicher Anreiz ist ein verbraucherfreundliches Tauschsystem: Die Becher können in einer der vier Filialen jederzeit und kostenfrei gegen einen sauberen eingetauscht werden. Der alte Becher wird vor Ort gespült und kommt dann beim nächsten Kunden wieder zum Einsatz. Ein Bonussystem sowie ein erster Gratiskaffee sollen die Entscheidung für die umweltfreundliche Variante aus Edelstahl und Kunststoff erleichtern.

"Das Konzept ist sinnvoll, weil es durch das Tauschsystem nicht nur umwelt-, sondern auch verbraucherfreundlich ist. Dadurch wird die Akzeptanz wiederbefüllbarer Becher deutlich erhöht. Tankstellen haben sich als einer der großen Inverkehrbringer von Coffee to go-Bechern bislang kaum mit dem Thema Abfallvermeidung beschäftigt. Umso wichtiger ist es, dass einzelne Akteure wie die Mundorfer Tankstellen zeigen, dass die Wiederbefüllung von Mehrwegbechern auch an Tankstellen und Raststätten problemlos umsetzbar ist und von den Kunden akzeptiert wird. Andere Tankstellen, aber auch Cafés sollten dieses Beispiel nachahmen", sagt Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH.

Die vier Mundorf Tankstellen haben seit Januar 2016 1.700 Mehrwegbecher verkauft. Durch die Wiederbefüllung der Mehrwegbecher konnten bis heute mehr als 8.000 Pappbecher eingespart werden. Pro Tankstelle macht das 2.000 Einwegbecher. Noch bis Ende 2016 soll das "BesserBecher"- Konzept auf die knapp zwanzig Stationen des Mundorf-Tankstellennetzes ausgeweitet werden. Ziel ist es, bis Ende 2017 60.000 Pappbecher einzusparen.

Die DUH ehrt das Projekt im Rahmen ihrer Kampagne "Becherheld – Mehrweg to go" für den vorbildlichen Ansatz, Müll zu vermeiden und Ressourcen zu sparen. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin durch die Stiftung Naturschutz Berlin.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe



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