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Media Markt soll die Innenstadt vor drohendem Leerstand retten?
27|07|2011



Wenn es um virtuellen politischen Beistand geht, lächelt man gern in die Kamera - wirkliche strukturelle Probleme aber werden ausgesessen oder verschleppt.

Vor einigen Tagen servierte unser täglich Heimatblatt die eventuelle Rettung des leerstehenden Karstadt Gebäudes, in dem zuletzt Hertie zuhause war.

Der Media Markt so hiess es, wird eventuell nach der nächsten Kommunalwahl ein Gebäude, das zum Schandfleck verkommen könnte, wiederbeleben.

Und nun das: Media Markt und Saturn streichen jetzt erstmal 3.000 Stellen, wegen starkem Umsatzrückgang:
Zitat: "... Nach einem Millionenverlust im zweiten Quartal wollen die Elektronikketten Media Markt und Saturn durch einen Personalabbau die Kosten senken. Europaweit sollen nach Angaben der Geschäftsführung 3000 Arbeitsplätze wegfallen. In den kommenden drei Jahren will Media-Saturn 500 Millionen Euro einsparen. Der Stellenabbau beim größten europäischen Elektronikhändler betrifft den Angaben zufolge hauptsächlich Jobs der Verwaltung. Der Verkauf in den Media- und den Saturn-Märkten sei nicht betroffen, erklärte die Geschäftsführung. Eine Unternehmenssprecherin sagte tagesschau.de, dass die Stellen in erster Linie dadurch wegfielen, dass freiwerdende Stellen nicht neu besetzt werden. ... "
[Quelle: tagesschau.de | 26. Juli 2011]

Der Konzern glänzte bis vor kurzer Zeit noch mit dem Slogan: "Geiz ist geil" und immer noch mit: "Ich bin doch nicht blöd"!


Kaschierung von Problemen, wie hier beim ehemaligen Karstadt Gebäude, geht in Wilhelmshaven mit der Verklebung von Schaufenstern einher.

Was meistens einhergeht mit einem solchen Stellenabbau sind Niedriglöhne, also der Trend von Mitarbeitern zu präkeren Arbeitsangeboten und letztendlich auch ein verändertes Konsumverhalten. Deutschland hat ja schon bewiesen, wie schnell und gründlich man sich vom angeblichen Hochlohnland zum Niedriglohnland entwickeln kann.

Kein Wunder, dass Psychische Leiden sich zur neuen Volkskrankheit entwickeln.

Bei der Barmer GEK [Report Krankenhaus 2011] heisst es dazu:
Zitat: " ... Rangliste: In den Top Ten nach Behandlungstagen im Krankenhaus liegen Depression und Schizophrenie ganz vorn. Allein auf sie entfallen 5,7 Prozent aller Krankenhausbehandlungstage. Die Top Ten nach Behandlungshäufigkeit wird von der Diagnose Psychische Verhaltensstörung durch Alkohol angeführt. Insgesamt entfielen rund 17 Prozent aller Behandlungstage auf die psychischen Störungen, die damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigsten Behandlungsanlass längst abgelöst haben. ... "
[Quelle: Pressemitteilung | Barmer-Gek | 26-07-2011]

Wie man das zukünftige Einkaufsverhalten der Konsumenten, denen immer weniger Geld im Portemonnaie bleibt, in Deutschland und damit auch Wilhelmshaven, positiv beeinflussen will, dürfte nicht nur uns und einigen Börsen- und Wirtschaftsexperten schleierhaft sein.

Zumal wird sich auch der Pro-Markt über die nachbarschaftliche Konkurrenz "freuen" und sich wohl schon jetzt überlegen, ob er gleich aus der Nordseepassage auszieht, um kampflos das Feld zu räumen.

Wilhelmshavens Nordsee-Passage wird gerade um Lückemann ärmer und man munkelt, das noch eine Papieterie folgen wird.


Sinnbild eines schleichenden Sterbeprozesses - die Billigmarktketten auch in Wilhelmshavens Marktstraße?

Wilhelmshaven ist schon längst Tummelplatz der Billigwarenhaus-shopketten und auch Friedo Frier, ein stadtbekannter Juwelier, schliesst zum 31. Juli seine Pforten in der Marktstrasse, in Wilhelmshavens Einkaufsmeile Nummer 1, da nutzen auch keine temporären Wiederbelebungsaktionen konservativer Oberbürgermeisterkandidaten, von dem ein Büro direkt neben dem schliessenden Juwelier liegt - ein glänzendes Eigentor in Sachen Wahlwerbung!

Irgendwie verkehrt sich "Boomtown" gerade ins Gegenteil und nachdem auch die Grossindustrie mit der Schliessung der Raffinerie und dem Verlust von ca 1.450 Arbeitsplätzen samt Zulieferern Wilhelmshaven "Lebewohl" sagte, folgen nun kleinere bis mittlere Geschäfte des Einzelhandels.

Den Kaufkraftverlust bezifferte der noch amtierende Oberbürgermeister am 30. November 2010 auf 8,5 Millionen Euro, die Verringerung der Gewerbesteuereinnahmen nochmals mit 2,5 Millionen Euro und die Alimentation der Arbeitslosen aus öffentlichen Kassen auf 32 Millionen Euro, wahrlich rosige Aussichten!

Warum der noch amtierende und so sensible Oberbürgermeister Eberhard Menzel, der angeblich an jedem Arbeitsplatz hängt, auch noch fleissig mit ins Horn stösst, als es um die angebliche Schliessung des Marinearsenals geht, löst bei uns irgendwie Befremden aus.

Es zeigt aber auch, dass es in Wilhelmshaven weiterhin um Macht und weniger um Aufklärung geht, den aus der Vergangenheit bekannten Stillstand eingeschlossen, denn Ideen haben diese gewählten "Volksvertreter" schon lange nicht mehr. Es sollen lediglich alte Muster wiederbelebt werden, wie das vom angeblich reichen Investor, der die Innenstadt und damit das ehemalige Karstadt-Gebäude retten soll.

Und so dreht sich Wilhelmshaven weiter fleissig im Kreis und die Bürger mit, denen das doch langsam aber sicher sauer aufstossen müsste.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

Links:
21|07|2011 Die Rettung naht!?
26|07|2011 Media Markt und Saturn streichen 3000 Stellen

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