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Milchviehhalter in Europa werden gegeneinander gehetzt
12|08|2015



Ein fairer Milchpreis ist wichtig für das Überleben der Milchbauern.

Medienberichte, wonach die französischen Milchbauern zunehmend den Import billiger deutscher Milch für ihre Misere verantwortlich machen, zeigen einmal mehr das typische "Schwarzer Peter"-Spiel, mit dem die Milchviehhalter insbesondere in Zeiten von Marktkrisen von Verbänden der Molkereiwirtschaft und von den örtlichen Bauernverbänden gegeneinander gehetzt werden und mit dem man für "Stellvertreter"-Diskussionen sorgt.

Es ist immer wieder zu beobachten, dass einige Vertreter der Molkereien und Politiker von ihrer Verantwortung ablenken, indem sie die Schuld für schlechte Milchpreise den europäischen Nachbarländern zuschieben. So klagen die Spanier und Italiener, die als Importländer in der Regel höhere Milchpreise haben, über mit 31 Cent/kg zu billige Milch aus Frankreich, die Franzosen klagen über billige Milch aus Deutschland, die Deutschen klagen über zu billige Importe aus den Niederlanden und Polen.

Die Litauer klagen über billige Importe aus Estland und Lettland usw. De facto bedeutet dies, dass die überschüssige Milch im Kreis geschoben wird und die Milchviehhalter überall vor dem Problem zu niedriger Milchpreise stehen. Unter den Molkereien gibt es jedoch noch immer einige, die trotzdem weiter Gewinne machen", entrüstet sich BDM-Vorsitzender Romuald Schaber.

Es gibt aktuell nicht ein Land in Europa, in dem die Milchviehhalter nicht mit akuten und massiven Liquiditätsproblemen zu kämpfen hätten. Das Ausgangspreisniveau mag unterschiedlich sein, die Folgen für die Betriebe sind es nicht. Nicht umsonst haben vor ein paar Wochen einige Vertreter so genannter deutscher Zukunftsbetriebe, die sich mit ihren Investitionen in eine moderne, arbeitsteilig organisierte Milchviehhaltung nach Denkart des Agrarministeriums optimal auf die Zukunft vorbereitet haben, einen Brandbrief an Agrarminister Christian Schmidt geschrieben, in dem sie zum Ausdruck brachten, dass angesichts der Dimension der aktuellen Marktkrise wirklich dringender Handlungsbedarf besteht.

"Der protzige mediale Außenauftritt des Bauernverbands, des Agrarministeriums und der Verbände der Molkereiindustrie, wonach sich die deutschen Landwirte optimal auf die Zukunft vorbereitet haben und das Verleugnen jedes Problems für die Milchviehhalter, muss für unsere französischen Kollegen klingen, als ob die deutschen Milchviehhalter völlig unbeeindruckt von irgendeiner Krise in eine rosige Zukunft gehen.

Wir haben Verständnis für unsere französischen Kollegen, die auf die Barrikaden gehen, weil die Situation für sie nicht länger tragbar ist, und rufen sie auf, solidarisch mit uns und den europäischen Milchviehhaltern, die im European Milk Board gebündelt sind, gegen die eigentlichen Ursachen und Verantwortlichen dieser Milchkrise vorzugehen", so Romuald Schaber. "Wir haben insbesondere dafür Verständnis, dass sie von unserem deutschen Agrarminister frustriert sind, laufen doch auch wir Milchviehhalter in Deutschland hier permanent gegen eine Wand. Wir haben auf deutscher und europäischer Ebene Konzepte und Lösungen für ein Milchmarkt-Krisenmanagement präsentiert und können nicht akzeptieren, dass man im Ministerium noch nicht einmal wirklich eine Krise erkennen will."

Der BDM kämpft gemeinsam mit seinen europäischen Kollegen im European Milk Board EMB dafür, den Milchviehhaltern in dieser Krise eine Perspektive zu geben. Dafür gilt es, mit Sofortmaßnahmen die katastrophale Milchmarktsituation anzugehen, um damit wieder für Liquidität auf den Milchviehbetrieben zu sorgen. Parallel dazu muss mit der gleichen Dringlichkeit nicht nur die Marktstellung der Milchviehhalter verbessert werden, sondern insbesondere das Milchmarkt-Krisenmanagement-Konzept aktiv angeschoben werden, damit nicht in schneller Folge die nächste Krise ohne Gegensteuerungsmöglichkeit kommt.

Quelle: Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V.


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