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Mit Blühwein in Gehirn
16|01|2012



Wilhelmshaven leidet unter vorsätzlicher Amnesie, sieht meistens den Wald vor lauter Bäumen nicht und schimpft sich trotz aller negativen Vorzeichen "Boomtown". Wenn nichts mehr hilft schreibt man eben alles schön.

Na gut, Silvester ist noch nicht sooo lange her. SchwindelhafteSätze mogeln sich da noch gern am klaren Bewußtsein vorbei, wenn die Realität etwas schwipsig heiter in Augenschein genommen wird.

"Wilhelmshaven vor neuer Blüte" betitelt in bekannt schlichter Weise die Wilhelmshavener Tageszeitung [WITZ] als Kurzfassung den Inhalt der Neujahrsansprache unseres nach 69 Tagen noch ebenso neuen Oberbürgermeisters Andreas Wagner.
 
Wenn auch kein Stadtbewohner sich an die vorherige Blüte mehr erinnert, ein paar Hundertjährige ausgenommen, soll da in der Vergangenheit schon mal etwas geblüht haben, darüber gibt es Unterlagen. Und wenn man ein Pflänzchen sorgsam hegt und pflegt, blüht es gern wieder einmal. Alte Obergärtnerweisheit. Dann steht dem Blühen nichts mehr im Wege.


Auch Andreas Wagner, Wilhelmshavens neuer Oberbürgermeister, muss irgendwann liefern und nicht nur "Lyrics".

Andreas Wagner nimmt das jetzt in die Hand, da bleibt nix mehr liegen von dem Liegengelassenen und er rückt, wie das Heimatblättchen behauptet, Wilhelmshaven mit einer geographischen Meisterleistung in das Zentrum Europas. Umwälzende Ereignisse drohen mit Geschehen.
 
Was der Oberbürgermeister verspricht und erreichen will, glaubt man ihm nur zu gern. Die Erfüllung aller berechtigten Hoffnungen auf eine Besserung der Stadtverhältnisse gibt ihm den verdienten Vorschuß für sein Wirken. Die Fülle seiner Versprechen ist der Misere der Stadt angemessen und Lösungen stellt er in Aussicht.

Aber wir wissen ja:

"Hinterm Horizont geht´s weiter" - leider bisher wie bisher.
 
Wenn der neue Außendienstmitarbeiter verspricht, als Vertreter der Firma auch Kunden zu besuchen, wird man sagen: "Wie jetzt, was denn sonst?" Wenn er dann noch beschreibt, wie seine Tätigkeit zum Nutzen und Wohle aller sich auswirkt, muß man einfach hoffnungsfroh ausrufen: "Denn man los, tu es. - Vertrete uns."
 
So eine Hafentorbrücke und der Ausbau der Schleuseninsel zu einem Offshorehafen, mit vielleicht 30 Millionen Euro Kosten, will ja erstmal erarbeitet sein. Wenn dann noch die Kaikante hält und nicht ins Meer bröselt, werden am Containerterminal auch Schiffe anlegen können. Also, gute Aussichten gibt es.
 
So war auch die Stimmung des Neujahrsempfanges optimistisch. Was anderes bleibt einem eh nicht. Unser Boomtown könnte, wenn auch nicht sofort boomen, so doch schöner und lebenswerter werden, wenn das, was der Oberbürgermeister in Aussicht stellt in Angriff zu nehmen tatsächlich erfolgt. Wenn Wagner von der Zukunft spricht ist er ja sofort glaubhaft, schon angesichts der demografischen Zusammensetzung seiner Zuhörer. Sein vorgetragener Elan wirkt glaubwürdig, verbal, was anderes bleibt einem sowieso nicht, real. - Ihm aber auch nicht.
 
Man muß Andreas Wagner Glück und Erfolg wünschen, Aufgaben hat er genügend. Bürgernähe und Transparenz erreicht man wohl am besten mit sachgerechter Offenheit und Verzicht auf Bluffparolen a la WZ. Es jedoch zwei Parteien recht zu machen, zwingt leider leicht zum Mittelmaß. Stützen, die einen eng umzingeln, versperren den Weg zur Bürgerschaft. Braucht ein Oberbürger überhaupt parteiischen Schutz vor seinen Bürgern?
 
"Wilhelmshaven vor neuer Blüte." Auch, wenn so eine Zeitungsüberschrift für Jahrzehnte brauchbar ist, blüht es ja vielleicht demnächst wirklich. Schön wär´s. "Allein mir fehlt der Glaube". Als Lottospieler stehe ich permanent vor neuem Reichtum, immer wieder. Das macht skeptisch.
 
Der Hafenstadt Marseille ist die Veränderung zum Guten gelungen. Vor 20 Jahren ein marodes Drecknest ohne Hoffnung, ist die Stadt heute das Glanzstück am Mittelmeer und ein Magnet für schönes Wohnen, der Menschen aus dem ganzen Land anzieht. Ein Platz für die Reichen und Schönen, für Kultur und weltweiten Handel.
Es boomt!
 
Nur, in´s Zentrum Europas haben die es nicht geschafft. Das bleibt uns vorbehalten.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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Kommentare

Dr. Gisela Gerdes | Wilhelmshaven
Lieber Wilhelm Schönborn,
„Wilhelmshaven vor neuer Blüte“: na klar, jedes Jahr hat seine Blüte, nämlich die des Banter Sees. Somit ist die Schlagzeile, „Wilhelmshaven vor neuer Blüte“, als eine Verheißung auf den kommenden Sommer zu sehen, wenn die mit steigenden Temperaturen blühenden „Blaualgen“ dazu führen, dass der See wieder zum Himmel stinkt. Ich hoffe, dass damit auch Dein Zweifel, ob denn in der Vergangenheit schon mal etwas geblüht habe, ausgeräumt ist. Blüten des Banter Sees sind seit mehr als 12 Jahren bekannt.

Anette Kruse-Janßen | Wilhelmshaven
Ich möchte bei Wilhelm immer so gern den "Gefällt mir" Button anklicken, aber den suche ich immer vergebens!


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