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Neues aus Legoland
26|01|2012



Wilhelmshaven leidet nicht nur unter den Ausdünstungen des lokalen Heimatblattes, sondern vor allen Dingen unter den selbsternannten Volksökonomen, die in "Boomtown" ihre Lobbyarbeit für die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände ungehindert und ungeniert "durchziehen".

Mit seinen kleinen, quadratisch praktischen Versatzstücken, die er beliebig stets zu neuen Gebilden zusammensteckt, bastelt sich voller Spielfreude ein Herr Bauermeister seine hierarchische Dünkelwelt, die er als Kern eines großen Ganzen sieht und missionarisch einem "Markt" die Zukunft redet, der schon im Feudalismus sein Ende fand - doch untot durch die Zeiten spukt.

Einen gesetzlichen Mindestlohn hält er für den Untergang des freien Marktes, einem Markt der Freien, auf dem sie ihre Sklaven handeln. Dünkelhaft sieht er auf die "Baumwollpflücker" herab, die mit ihrer Arbeitskraft wirtschaftlich eher wertlos sind, wie Würstchenzähler, Erdbeerpflücker oder Postzusteller. Daß alle die auch eine Familie haben könnten, hat in der Denkschublade keinen Platz. Die flächendeckende Grundentlohnung verfälscht ihm den unterschiedlichen Wert des Menschen.
 
Als Brötchenökonom glänzt er mit Fallbeispielen, die zwar lächerlich, doch leider nicht zum Lachen sind und erzählt uns marktsimpel das Gleichnis vom Bäcker.

"Stellen wir uns vor, sämtliche Bäcker in Deutschland würden gesetzlich gezwungen, kein Stück ihrer Backwaren unter einem Euro zu verkaufen. Das wäre ein flächendeckender Mindestpreis. Was jetzt passiert, kann jedermann vorhersagen, nämlich das Ende des Brötchens, denn kein Mensch kauft künstlich überteuerte Ware. Dem Bäcker fehlen Einnahmen, und der Kunde müsste sich umgewöhnen. Vielleicht müsste der Bäcker sogar Personal entlassen; wir würden trotzdem keine Brötchen mehr kaufen, so sind wir."
 
Sind wir so? Die Geiz-ist-geil-Domestizierung ist doch nicht von den Domestizierten ausgegangen. Das waren doch die Marktbudenbesitzer wie der Insolvenzschummler Schlecker und viele andere, die ihre "Mitarbeiter" auf ein Einkommensniveau zwangen, das nur noch erlaubte bei Ihresgleichen einzukaufen. Die Ausgebeuteten gehen bei ihren Ausbeutern auf Beute. Der neoliberale Wirtschaftskreislauf.
 
Und Lutz Bauermeister sorgt sich um die vielen Taschengeldjobs in denen die Deutschen ihren Fleiß austoben sollen und meint:
"Was wäre weiter zu befürchten? Der Mindestlohn wächst und wächst, weil das gut ankommt in der Bevölkerung, also beim Wähler. Das aber wird die vielen, vielen Arbeitsplätze kosten, bei denen nicht viel zu verdienen ist. Experten rechnen mit dem Wegfall von 1,2 Millionen Arbeitsplätzen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde." 
 
Daß bei einem Arbeitslohn von dem man wenigsten leben kann, und den die Steuerzahler nicht subventionieren müssen zu Gunsten unsozialer Unternehmer, die neue Volkskrankheit Depression mit ihren Folgekosten zurückgedrängt würde, findet zu seiner marktkonformen Welt keinen Zugang. Daß durch eine bessere Entlohnung die sogenannte Inlandsnachfrage, der Konsum, echte Arbeitsplätze stützt und massenhaft neue entstehen läßt, weiß Herr Bauermeister nicht. Jeder Versuch von Gleichberechtigung scheint ihm ein kommunistisches Attentat zu sein.
 
Gehälter müssen passen, sonst droht Ungemach, warnt uns der Brötchenökonom. Von wem denn? Und in bestem Dünkeldeutsch behauptet er, daß Niedriglöhne vor allem bei Hilfs- und Servicetätigkeiten gezahlt würden. Ist das nicht schlimm genug?

Klar, bebutlern lassen will er sich gern. Da bedauert man auch schon mal, daß kein Tankwart mehr das Auto betankt. - Vielleicht ja ehrenamtlich? - Daß die Oelmultis durch läppische Umsatzvergütungen jeden zusätzlichen Arbeitsplatz verhindern und ihre Tankstellenpächter knechten, wo es nur geht, das alles weiß der Herr Bauermeister nicht.
 
Was er weiß ist, daß der "Markt" frei sein muß. Der "Verbraucher" darf an der kurzen Leine laufen. Welch gruseliges Menschenbild, was für ein feudales Marktverständnis doch manche haben. Opulentes Frühstück für die Wichtikusse, Krümel für den Rest.
 
"Und das soll alles gut sein?"

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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