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Gymnasium-Planung geht in nächste Runde
08|03|2010



Schul- und Grundstücksausschuss tagten gemeinsam.

16,7 Millionen soll das neue Gymnasium am Mühlenweg bis jetzt kosten.

Am 4. März tagten Schul- und Grundstücksausschuss der Stadt Wilhelmshaven zusammen in der Aula des Gymnasium am Mühlenweg.

Bevor das eigentliche Projekt in seinem Planungsablauf und den Details vorgestellt wurde, teilte die Leitung mit, dass der Schulbau sich um 1,7 Millionen Euro verteuert hat.

Durch die demografische Entwicklung, also den Rückgang der Einwohner und allgemein natürlich auch die Anzahl der Kinder, werden neue Überlegungen notwendig, wie man diesen Fakten Rechnung tragen kann, so dass es für die Stadt langfristig betrachtet nicht zu teuer wird, was die Unterhaltung ihrer Lernstätten angeht.

Bisher wurden die Schulgebäude in Wilhelmshaven eher vernachlässigt und viel Geld in angebliche rentierliche Milliardenprojekte der Industrie gesteckt. Durch langfristige Verträge [Contracting] mit dem städtischen Energiedienstleister [GEW] wurden die Schulen an städtische Institutionen gebunden, was bei steigenden Gas- und Strompreisen zur Wettbewerbsverzerrung führte.

Durch die Vernachlässigung der Schullandschaft haben alle Schulen einen erhöhten Modernisierungsbedarf, nicht nur beim Energiebedarf. Im neuen Projekt am Mühlenweg wird zukünftig über Wärmetauscher in einer Art Geothermieverfahren der Temperaturunterschied von einem Wasserkreislauf genutzt, der bis ca 20 Meter in den Boden reicht. Laut Berechnungen der Projektleitung soll es zu einer Energieersparnis von bis zu 60 Prozent führen.

Das Käthe-Kollwitz Gymnasium soll geschlossen werden. Deren Schüler werden im umgebauten und modernisierten "Campusgymnasium am Mühlenweg" integriert.

Die Schülerzahlen liegen derzeit bei 1.500 und werden sich im Laufe der Jahre auf 1.000 reduzieren.


Das neue Gymnasium soll modern und transparent ["lichtdurchflutet"] gebaut werden und eine "intelligente" Lichtsteuerung bekommen. Eine Mensa und Caféteria sind ebenfalls geplant. Der Schulhof wird mit einem Rundgang bestückt, das eigentliche Gelände [Campus] wird rundherum eingezäunt und barrierefrei angelegt

Die Turnhallenkonzeption soll noch einmal überdacht werden.

Hier ist eine zweite Halle als Neubau mit bisher insgesamt 200 Sitzplätzen für Veranstaltungen geplant, die einige gern auf 500 erweitern würden, weil die Anzahl im Vergleich zu bestehenden Hallenkapazitäten zu gering erscheint.

Außerdem ist eine Sprintbahn im Aussenbereich im Gespräch. Sitzplatzerweiterung und Laufbahn würden jedoch eine weitere Verteuerung von ca. 1,3 Millionen Euro nach sich ziehen.


Die Finanzierung stand dann auch im Mittelpunkt der Diskussion, denn die Stadt favorisiert einen privaten Bauherrn, während durch einen Ratsentscheid beide Seiten überprüft werden sollen. Die Verwaltung schätzt die Ersparnis durch einen PPP-Anbieter [Private Public Partnership] auf 6 - 8 Prozent. Sollte die Stadt trotz höheren Kosten den privaten Anbieter nicht berücksichtigen, könnte der seine Planungskosten vor Gericht einklagen.

Die Vertreter der Stadt bekräftigten, dass das Verfahren von Juristen begleitet wird, also "nichts passieren kann", was allerdings schon andere Stadtväter bei privatisierten Bauprojekten des öfteren beschworen.

Sollte ein privater Bauherr berücksichtigt werden, könnte das Mitspracherecht in Planung und Ausführung wahrscheinlich nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden. Wünsche und Änderungen wären so nur noch schwer durchzusetzen, die Finanzierung wäre aber gesichert.

Im Endeffekt würde die Stadt dann wie beim Grundschulzentrum das Gebäude zurückmieten, was summiert betrachtet höhere Kosten verursachen würde.


Heiko Hoff, der Stadtkämmerer machte Druck, indem er formulierte, dass, wer das Gymnasium schnell haben möchte, dem Verfahren keine Steine in den Weg legen sollte.

Dieser wie eine Drohung klingende Einwurf ist nicht ganz unbegründet, denn die Stadt steuert bis 2013 auf ein Mindestdefizit von ca 85 Millionen Euro zu, ohne die Holdingschulden [ca. 120 - 200 Millionen Euro].

Allein die Städtischen Gesellschaften [Holding] verursachen ein jährliches Defizit von über 8 Millionen Euro.

Zusätzlich muß gesagt werden, dass der städtische Haushalt "auf der Kippe" steht, d. h. die Kommunalaufsicht könnte bald die Geschicke der Stadt leiten und Wilhelmshaven würde zum Bittsteller in Sachen Projektfinanzierungen werden.

Was deutlich wurde ist, das Wilhelmshaven ein gesamtheitliches Konzept fehlt. Man wird den Eindruck nicht los, dass sich die Politik von Baustelle zu Baustelle bewegt, in einer Art Patchwork-Taktik.

Politiker, die nur von einer Kommunalwahl bis zur nächsten denken, übernehmen immer mehr die Rolle von Fachleuten, was insgesamt zu Fehleinschätzungen führt.

Stadtkämmerer Heiko Hoff unterstrich dies in seinen Ausführungen und wies daraufhin, dass er die aus seiner Sicht konstruktiv unterstützende und realistische Mitarbeit am Projekt vermissen würde.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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