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Zug der Erinnerung: 3 Tage in Wilhelmshaven
27|10|2009



Der Zug der Erinnerung, in dessen Waggons sich eine sehenswerte Ausstellung über die Deportationen der Juden in die Konzentratiionslager durch die Deutsche Reichsbahn befindet.

Unter Vorstandschef Mehdorn wurde die Aufarbeitung der Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn geradezu behindert.

Initiativen wandten sich in offenen Briefen an den damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bundesbahn. Hier ein Beispiel:

Zug der Erinnerung: Offener Brief des VCD an Bahnchef Mehdorn
Zitat: "Wir bedauern es sehr, dass die Deutsche Bahn AG zu einer Unter­stützung dieses Projektes nicht bereit ist, im Gegenteil. In Berlin ver­weigern Sie dem Zug die Wunschhaltestelle Hauptbahnhof aus betriebs­technischen Gründen, obwohl Sie sicher wissen, dass der ehemalige Lehrter Bahnhof einer der Berliner Bahnhöfe war, von dem aus die Deportationen starteten. Die Einnahmen aus Trassenentgelten und Stationspreisen, die Sie durch die Reise des privaten Gedenkzugs erzielen, wollen Sie höchstens einer „jüdischen“ Stiftung spenden, keinesfalls aber dem „nichtjüdischen“ Trägerverein."
[Quelle: Offener Brief des VCD an Bahnchef Mehdorn - Donnerstag, 17. April 2008]

Es mußte sich erst eine Bürgerinitiative bilden, damit der Zug überhaupt fahren kann.


Zitat: "Der „Zug der Erinnerung“, der bereits in diesem Winter fahren wird, ist ein gesellschaftliches Bürgerprojekt. Es lädt dazu ein, das Gedenken zur eigenen Sache zu machen und selbständig zu handeln - in den Heimatstädten der Deportierten und mit Blick auf die gesamteuropäische Dimension dieses Großverbrechens. Schätzungen gehen davon aus, dass über eine Million Kinder und Jugendliche aus fast sämtlichen Staaten des Kontinents mit der Reichsbahn in den Tod befördert wurden. Die Haupttäter wurden nie bestraft.
...
Zweck des Vereins ist die Pflege der Erinnerung an mehrere hunderttausend Kinder aus Deutschland und dem übrigen Europa, die von den deutschen Besatzungsbehörden verschleppt und auf dem Schienennetz in die Konzentrations- und Vernichtungslager des NS-Regimes geschleust wurden, weil sie Juden waren oder anderen verfolgten Bevölkerungsteilen angehörten."
[Quelle: www.zug-der-erinnerung.eu]

Erst als Vorstandschef Mehdorn das Unternehmen verließ, konnte der Zug der Erinnerung rollen.

Die Deutsche Bahn "sponsort" diese Aufarbeitung der Vergangenheit nicht direkt und nur zum Tei über die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft", die sich dann mit Beiträgen an der Wanderausstellung beteiligt:

Zitat: "Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, hat eine Spende in Höhe von 175.000 Euro an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft", Dr. Martin Salm, überreicht. Die Spende wurde von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und in Abstimmung mit dem Bundesfinanzministerium und den verkehrspolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen mit der DB initiiert. Die Spendenübergabe erfolgte gestern Abend in Berlin."
[Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bahn | Berlin, 3. Juli 2009]

Auch die Bundesregierung unterstützt das Projekt somit nur indirekt, denn sie ist nur Teil der Stiftung:
Zitat: "Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" [EVZ] ging nach mehrjährigen nationalen und internationalen Verhandlungen aus einer Initiative deutscher Unternehmen und des Staates hervor.

Mit Unterstützung aller Fraktionen im deutschen Bundestag wurde am 2. August 2000 das Gesetz zur Gründung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" verabschiedet. Es sah individuelle humanitäre Zahlungen an ehemalige Sklaven- und Zwangsarbeiter sowie andere Opfer des Nationalsozialismus vor. Diese Zahlungen wurden im Jahr 2001 begonnen und in der ersten Jahreshälfte 2007 abgeschlossen."
[Quelle: Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft"]

Das war die Zeit eines unrühmlichen Kapitels Widergutmachung, als sich Unternehmen, die in der NS-Zeit auf Kosten der Juden reichlich Geld verdienten, im Gros aus der Verantwortung einer höheren Entschädigung stahlen.


Eine der Ausstellungstafeln gibt auch Auskunft darüber, wie gut die Bahn an den Deportationen verdiente.

Verwunderlich ist, dass man sich immer noch "schwer tut", diesen Teil Deutschlands aufzuarbeiten, denn die Züge fuhren durch ganz Deutschland und die Deutsche Reichsbahn verdiente "prächtig" an den Deportationen.

Um einmal eine Vorstellung zu bekommen, wie die Deportationszüge Züge fuhren, hier ein kleiner Ausschnitt aus den Internetseiten:
Zitat: "Die Strecke
Fast sämtliche deutschen Bahngleise waren in das Deportationsgeschehen einbezogen. Auch die Bahnen in den okkupierten Staaten wurden den Besatzern unterstellt. Die europaweite Logistik der Verschleppung und Vernichtung hätte ohne die Dienste der "Reichsbahn" und der ihr angeschlossenen Unternehmen nicht funktionieren können. Über Tausende Kilometer wurden Deportationszüge in die Lager geschleust. Auch unter Kriegsbedingungen setzten die NS-Behörden die Transporte fort – aus Frankreich im Westen bis zur Sowjetunion im Osten. Selbst über die Ostsee [Norwegen] und das Mittelmeer [Rhodos] wurden Kinder und Jugendliche in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt."
[Quelle: www.zug-der-erinnerung.eu]

Es gibt auch noch andere Aktionen, die an die Schicksale der NS-Zeit erinnern sollen. In Hamburg z. B. gibt es Pflastersteine mit den Namen der Deportierten, dessen Verhaftungs- und Deportationsdatum und dem Ort der Ermordung.


Hamburg Hammerbrook: Vor einem stillgelegten Hotel befindet sich mitten im Plaster ein Stein der Erinnerung.

Ein Bund der Generationen
"Die NS-Deportationen und Massenmorde scheinen weit zurück zu liegen. Doch Zehntausende werden davon bis heute gepeinigt: die letzten überlebenden Opfer." heißt es auf den Internetseiten von Zug der Erinnerung.

Dabei sind Rechtsextremismus und neuer Rassismus immer noch gegenwärtig, nicht zu vergessen die Parteien, denen es nicht "gelingt", die rechtsextremistischen Parteien zu verbieten. Auf Internetseiten propagieren die Rechtsextremisten immer noch ihr Gedankengut in Parolen, Liedern oder Versammlungen und verleugnen den Holocaust, neuerdings auch in neuem Gewand, eher unauffällig, täuschend bürgerecht, auch ohne die bekannten Springerstiefel.

Noch immer gibt es Übergriffe auch mit tödlichem Ausgang und zwar nicht nur im Osten der Republik, "nur" weil diese Menschen Ausländer sind.

Warum diese und andere Ausstellungen mit sensiblen Themen zur Aufarbeitung von Geschichte nicht stärker, auch durch die Bundesregierung unterstützt werden, ist uns ein Rätsel...wahrscheinlich ist es wesentlich wichtiger, marode Banken mit Milliarden zu sanieren, als an die unrühmliche Vergangenheit zu erinnern. Für die Banken, die auch nach der Krise ihre Dividenden schon wieder in schwindelerregende Höhen schrauben, wäre es ein Leichtes gewesen, diese Förderbeträge zu stemmen.

Sehenswert - noch bis Mittwoch, den 28. Oktober 2009 im Wilhelmshavener Bahnhof: Öffnungszeiten: 9 bis 19 Uhr!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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