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Giftiger Frachter darf nicht zum indischen Schifffriedhof Alang auslaufen
13|09|2012



Die Schieflage des JadeWeserPort mit zwei "Schrottschiffen" ist nun nicht mehr zu übersehen.

Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen appellieren an deutsche Behörden

Die “Northern Vitality”, ein 15 Jahre altes Containerschiff, das dem deutschen Unternehmen “Norddeutsche Vermögen Holding GmbH & Co” gehört und vom schweizerischen Unternehmen MSC gechartert wurde, soll kommende Woche in Richtung des indischen Schifffriedhofs Alang aufbrechen, falls die deutschen Behörden den rechtswidrigen Export des Schiffes nicht rechtzeitig verhindern.

An Bord der “Northern Vitality” befinden sich vermutlich im Aufbau des Schiffes, in der Elektronik, in Farben und Lacken sowie den Lagerräumen gefährliche Stoffe wie Asbest, Kühlmittel, Ölrückstände und –schlämme sowie Schwermetalle. Gemäß der EG-Verordnung über die Verbringung von Abfällen ist es rechtswidrig, Altschiffe, die gifte Stoffe enthalten, zur Verschrottung nach Indien auszuführen.  

 “Wir erwarten, dass Deutschland das bestehende Verbot einer Verbringung gefährlicher Abfälle in Entwicklungsländer umsetzt”, sagt Ingvild Jenssen, Direktorin der NGO Shipbreaking Platform, einem weltweiten Zusammenschluss von Menschenrechts-, Arbeitsrechts- und Umweltschutzorganisationen. “Die deutschen Behörden haben hier eine eindeutige rechtliche Verpflichtung und müssen die “Northern Vitality” davon abhalten, den Port von Wilhelmshaven in Niedersachsen zu verlassen“.

Die NGO Shipbreaking Platform hat den niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie das Umweltministerium auf den drohenden Verstoß gegen europäisches und deutsches Recht aufmerksam gemacht. Die Plattform wird den Fall verfolgen und begrüßt, dass die deutschen Behörden bereits erste Schritte unternommen haben, um sicherzustellen, dass die EG-Verordnung über die Verbringung von Abfällen hier umgesetzt wird.

Die “Northern Vitality” ist letzte Woche zusammen mit ihren Schwesterschiffen, der “Northern Dignity”, welche sich in Singapur befindet, sowie der in Dubai vor Anker liegenden “Northern Felicity”, von ihrem deutschen Besitzer an den bekannten Schiffbroker GMS verkauft worden. Dessen Geschäftsmodell besteht darin, alte Schiffe aufzukaufen und diese dann an die Abwrack-Unternehmen an den Stränden Südasiens zu verkaufen. Auf Grund der Wirtschafts- und Finanzkrise werden derzeit besonders viele Schiffen zur Verschrottung geschickt. Für das Jahr 2012 sind Rekordzahlen für die Schifffriedhöfe in Südasien zu erwarten.

Am indischen Strand von Alang werden jedes Jahr Hunderte von Schiffe verschrottet und ihr Stahl recycelt. Mit gefährlichen Abfällen wie Asbest, Kühlmitteln oder Schermetallen, welche sich im Schiffsinneren und in der Elektronik befinden oder durch den Schiffsbetrieb entstehen, wird wenig sorgfältig umgegangen. Wenn die Schiffe erst auf den flachen Gezeitenstränden liegen, werden sie von Hunderten ungelernten Arbeitern zerlegt. Durch das Einatmen von Asbestfasern und toxischen Qualm riskieren sie, an Krebs zu erkranken. Gleichzeitig herrscht eine dauernde Gefahr tödlicher Unfälle durch Gaslecks, Explosionen, den Absturz eines Arbeiters von den Schiffen sowie Unfälle durch herunterfallende Stahlteile. Gefährliche Abfälle werden in das Meer geleitet, verbrannt oder in der Umgebung weggeworfen. Mehr als 100 km Küste rund um Alang auf beiden Seiten der Verschrottungsplätze sind bereits verseucht.

Am 30. Juli 2012 hat die indische Justiz klar gestellt, dass die “Exxon Valdez”, der Tanker, der 1989 in Alaska eine Ölkatastrophe verursacht hat und der im Mai 2012 zur Verschrottung verkauft worden ist, das letzte giftige Schiff sei, das in indisches Hoheitsgebiet einfahren dürfe. Das Oberste Gericht Indiens verpflichtete die Regierung, sich um ein sauberes Meer frei von Verschmutzung zu kümmern. Daher müssen alle gefährlichen Abfälle an Bord eines Schiffes zunächst entfernt werden, bevor ein Schiff zur Verschrottung nach Indien eingeführt werden darf.

“Indien kann es einfach nicht tolerieren, dass Stahl aus Schiffen zu einem solch hohen Preis für die Arbeiter und die Umwelt recycelt wird,” erklärt Ritwick Dutta, Umweltrechtsexperte der indischen Organisation Legal Initiative on Forest and Environment [LIFE]. “Die europäischen Schiffsbesitzer lassen die Inder die Folgen der gefährlichen Abfälle an Bord der Schiffe teuer bezahlen, aber das Oberste Gericht hat nun immer wieder bestätigt, dass diese Praxis rechtswidrig ist”.

Quelle: NGO Shipbreaking Platform

Anm. d. Red.:
Diese Pressemitteilung ist ein Nachtrag, denn sie erschien schon am 7. September 2012 und belegt, wie lang der Weg zur Erkenntnis wirklich ist.


Links:
13|09|2012: JadeWeserPort, Giftschiffe und Umweltignoranz
11|09|2012: Giftexport: Tauziehen um Schrottschiff
11|09|2012: Wegschauen mit Methode
Abwrackwerften bei Alang


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