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Hexenjagd
05|01|2012



... schon seit Jahrzehnten bekannt für unglaublich "seriösen" und "objektiven" Journalismus, das Massenblatt, mit dem man sich seine Meinung bilden kann!

‚Wenn de Wulf mol keem, un beet us in de Been, hui, wat wullt wi loopen, un usen Kohl verkoopen – de Klock sleiht een, hei kümmt noch nich…..’.

Mir scheint, de Klock hett slogen, aber für den Wulff. Doch habe ich meine eigenen Gedanken zu dem, was sich gegenwärtig in der Medienlandschaft tut.

Ich frage mich: In welch’ einer Gesellschaft leben wir eigentlich, in der Groschenblattreporter einer Presse, die man senkrecht halten muss, damit das Blut rausläuft, die mit Recht in Krimis als Blödzeitung bezeichnet wird, die mitleidslos Sensationsgier und Spaß der Leser am Unglück Anderer instrumentalisiert und Andere gnadenlos verfolgt, um mit Sensationsmeldungen Märkte zu dominieren, in der also dieser ‚Enthüllungs’-Journalismus übelster Sorte geduldet wird?

Zugegeben, Herr Wulff war nicht mein Favorit bei der Wahl des Bundespräsidenten. Aber ich verstehe nicht, dass man nun, da er Bundespräsident ist, der Journaille eines Revolverblattes das Halali zugesteht und ihr die zweifellos von ihr gewünschte Macht gibt, derart in unser politisches System einzugreifen. Ich verstehe nicht, wie diese übelste Form des Journalismus nicht nur geduldet, sondern sogar unterstützt wird, wie es in den häufigen Gesprächen politischer Mandatsträger ausgerechnet mit der Bild-Zeitung zum Ausdruck kommt. Es vergeht fast kein Tag, an dem sich Nachrichten nicht auf Interviews beziehen, die Politiker ausgerechnet der Bildzeitung geben.

Ich bin entsetzt, dass man dieser Journaille das Halali auf den Bundespräsidenten mit dem offensichtlichen Ziel blasen lässt, ihn abzuschießen. Ich bin entsetzt und finde es beschämend, dass Politiker egal welcher Couleur sich das Maul zerreißen, um das Tun des Herrn Wulff zu geißeln, aber mit keinem Wort darauf hinweisen, dass uns hier Mediokratie [Herrschaft der Medien] in übelster Form vor Augen geführt wird, um Eingriffe in ein Staatswesen zu instrumentalisieren. Leider führen Politiker nahezu ohne Ausnahme momentan das Wort Pressefreiheit im Munde wie ein Mantra, ohne auf Machtanmaßung und Schürung von Massenhysterie durch die Journalisten hinzuweisen. Warum wird dieser Missbrauch der Pressefreiheit von keinem der Politiker thematisiert, die von rechts nach links in den Nachrichten ihre Entrüstung über das Tun von Herrn Wulff bekunden?

Offensichtlich hat sich Herr Wulff in der Vergangenheit so sehr in den schlimmen Netzen der Massenmedien verfangen, dass jede seiner Abwehrreaktionen nun zum Fallstrick wird. Vorteilnahme wird auch in diesem Zusammenhang plastisch vor Augen geführt: Politiker scheuen sich nicht, aus der Symbiose mit Journalisten und deren Konzernen Vorteile für sich oder ihre Partei zu ziehen. Da muss sich aber nicht nur Herr Wulff, da müssen sich viel zu viele Politiker an die Nase fassen, auch die, die jetzt schreien: Kreuzigt ihn.

Leider hat der Stall des Augias viele Gesichter.

Dr. Gisela Gerdes

Links:
03|01|2012: Das Schlusskapitel


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Kommentare

Ewald Eden | Wilhelmshaven
Frau Dr. Gisela Gerdes scheint das Wirken und Treiben des südniedersächsischen Hintertreppen-Advokaten nicht von Anbeginn verfolgt zu haben - oder vielleicht hat seine "der ideale Schwiegersohn" Ausstrahlung sie vielleicht geblendet? Fakt ist: Der Wulff hat sich einen Wulff gelaufen und sollte in Ruhestellung gehen.
Die Menschen in unserem Lande MÜSSEN sich für einen solchen "Ersten Mann" im Staate schämen. Dazu bin ich nicht bereit. So einfach ist das.

Imke Zwoch | Wilhelmshaven
Mir gefällt die differenzierte Betrachtung von Gisela Gerdes. Was Wulff sich da geleistet hat und weiter leistet, ist eine Sache, aber dass ausgerechnet die BILD sich zum Moralapostel der Pressefreiheit aufschwingt und unreflektiert als Vollstrecker toleriert wird, ist bedenklich. Hoffen wir mal auf kritische Begleitung der Causa Wulff / BILD aus seriösen Medienkreisen.



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