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Lokales Heimatblatt wirbt weiter für "Klein Bitterfeld"
28|04|2014



Der PVC-Granulat-Hersteller INEOS auf dem Voslapper Groden hat auch schon versucht, Wilhelmshaven zu verlassen.

Ohne Industriealisierung geht gar nichts?

Nachdem uns schon so gut wie sicher das nächste industrielle Großprojekt vom lokalen Meinungsmacher aufgeschwatzt werden soll, fährt uns Boomtownern doch glatt der Chef von EWE, Werner Brinker, in die Parade.

Da titelt die Nordwestzeitung, ohne Rücksprache mit den Wilhelmshavener Lobbyisten:
Zitat: "... "Gas-Terminal nicht sinnvoll"
EWE gegen Pläne an Jade – Kavernenspeicher besser ..."
[Quelle: nwzonline.de | 24-04-2014]

Hier im strukturschwachen Ländle am Tiefen Fahrwasser gilt das als Affront und da fällt es natürlich leicht, die Krise, die Ukraine und den bösen Putin als Argumentationsgrundlage hinzuzufügen:
Zitat: "... Russisches Gas deckt rund 35 Prozent des deutschen Verbrauchs. Diese Menge ließe sich durch Importe aus anderen Ländern ersetzen, falls Putin nur Deutschland den Hahn abdrehen sollte. ...
... Auch Länder wie Italien [36 %], Polen [60 %] Slowakei [79 %] oder Ungarn, Finnland, Litauen, Lettland und Estland [alle 100 %] hängen am russischen Gas. Sollte die Ukraine-Krise eskalieren, dürfte es schwer werden, den gesamteuropäischen Gasbedarf über Pipelines zu decken. Die Abhängigkeit liegt auf der Hand. Sie ist die Basis für politische Erpressbarkeit. ..."
[Quelle: Lokales Heimatblatt [ Seite 5 | 26-04-2014]

Putin ist doch nicht blöd

Wie blöd müsste der russische Staatschef eigentlich sein, sich die Gelddruckmaschine Gasexport selbst abzudrehen? Das liegt natürlich im Ermessen des Betrachters, erscheint aber im Rahmen von zwei vorhandenen Gasleitungen [Ostseepipeline und Southstream] als die absurdeste Variante, die auch Chefredakteure aus ihrem Repertoire streichen sollten.

Wenn weitere Gasproduzenten auf den Weltmarkt drängen, könnte der Gaspreis sogar sinken. Dann müsste auch Russland billigeres Gas aus konkurrenlos günstigeren Gasleitungen liefern.

Vladimir Putin hat ganz andere Probleme, als sich kriegerisch mit dem Westen auseinanderzusetzen. Ein Krieg wäre eine außenpolitische Katastrophe und könnte laut Dirk Müller zum 3. Weltkreig führen. Die andere Option wäre nicht in der Ostukraine einzumarschieren und dann steht der russische Präsident unter innenpolitischem Druck, der bis zu seinem Sturz führen könnte, was sicherlich ganz im Sinne der USA sein dürfte, die einen gewaltigen PR-Aufstand proben.

Die Herabstufung durch die Rating Agenturen, wie z. B. Anfang des Jahres in Mexiko, wird als Instrument genutzt, um industrielle Interessen durchsetzen zu können - so auch in der Ukraine.

Wie perfide das Ganze ist zeigt ein Blick auf den russischen Wirtschaftsdaten:
Zitat: "... Russland hat die dritthöchsten Devisenreserven der Welt. 500 Milliarden US-Dollar.
Die Staatsverschuldung Russlands liegt bei etwa 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Wieviel haben wir gleich nochmal? [Anm. d. Red.: 80 Prozent!]
20 Prozent dieser Verschuldung ist Auslandsverschuldung. Der Rest ist im eigenen Land verschuldet.
Die haben einen nahezu ausgeglichenen Haushalt - aber die werden auf fast Ramschniveau herabgesetzt, während die Ratings für Italien, Griechenlad und Spanien wieder positiver gesehen - und Frankreich wieder positiver gesehen werden.
Is ne ausgesprochen spannende Entwicklung.
Es zeigt einmal mehr, dass die Rating-Agenturen, die mächtiger sind, als die 6te Flotte, dass die die"modern special forces" der Finanzmärkte sind, die sehr wohl für geostrategische Interessen eingesetzt werden. ..."
[Quelle: cashkurs.de | Tagesausblick | 25-04-2014 | Video]

Manager Magazin klärt auf

Es gibt natürlich weitere Quellen, um sich mit dem Thema umfassender auseinanderzusetzen:
Zitat: "Flüssiggas-Terminal gegen Putin? Die blinde Liebe für Wilhelmshaven ...
... Wilhelmshaven, das ist die Stadt der zerplatzten Illusionen. Ein Tiefwasserhafen, den [fast] niemand braucht, ein Chemiewerk, das nie gebaut wurde, dazu vier Kohlekraftwerke, die nicht über das Planungsstadium hinaus kamen. "Der Motor der Wirtschaft ist in Wilhelmshaven, was die Industrie betrifft, auf Stand-by gestellt", konstatierte der damalige Oberbürgermeister Eberhard Menzel [SPD], als zudem Conoco Phillips 2010 einen Rückzieher beim Ausbau der Raffinerie machte. ..."
[Quelle: manager-magazin.de | 27-03-2014]

Mittendrin ein Hafen, mit gewaltigem Negativimage


Ein Bild mt Seltenheitswert: Ein Schiff am JadeWeserPort!

Zunächst einmal ist klar, dass mit dem Hafen, der vor sich hindümpelt und laut Olaf Lies bei einigen Chinesichen Reedern immer noch nicht bekannt ist, hat sich herumgesprochen:
Zitat: "... Lies hatte sich in Schanghai mit Vertretern der beiden größten Reedereien des Landes getroffen, der Cosco sowie der China Shipping-Reederei. Sie wird Ende dieses Jahres Schiffe in Betrieb nehmen, die bei voller Beladung in Deutschland nur den JadeWeserPort anlaufen können. Beiden Reedereien sei der neue Hafen bisher nicht bekannt gewesen, erklärte Lies. ..."
[Quelle: focus.de | 24-04-2014]

Für das letztere Zitat, dass der Hafen bei den genannten Reedern nicht bekannt ist, bezieht der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies gerade Medien- und Unternehmensschelte vom Hafenbetreiber Eurogate:
Zitat: "... Eurogate fordert eine Richtigstellung
Mehrfach seien Vertreter beider Reedereien in Wilhelmshaven gewesen, um sich an Ort und Stelle über den JadeWeserPort zu informieren, sagte ein Eurogate-Manager dem NDR. Eurogate ist empört. Seit Jahren sei man mit allen Reedereien in intensiven Gesprächen. So eine unbedachte Äußerung könne alle Anstrengungen zunichtemachen. Eurogate forderte Minister Lies deshalb nachdrücklich auf, die Meldung richtigzustellen. ..."
[Quelle: ndr.de | 27-04-2014]

Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Nerven blank liegen aber auch ein hervorragendes Beispiel für die Macht der Privatwirtschaft, die mit ihrer PR-Maschinerie Druck auf die Politik auszuüben versucht.

Mitten in der Richtigstellungskampagne sorgte auch der Tatort "Kaltstart", der in Wilhelmshaven gedreht wurde, nicht wirklich für Frohsinn, was den JadeWeserPort anbelangt, denn die Dialoge waren gespickt mit Nicklichkeiten wie "nichts los", hier sind ja gar keine Schiffe" usw.

Minister Lies hätte in der Pressemitteilung auch schreiben können, dass der Hafen für Reeder unattraktiv ist, sonst würden ja mehr Schiffe kommen. Dann wären die Hafenbetreiber beim niedersächsischen Wirtschaftsminister bestimmt persönlich vorstellig geworden.

Größenwahn Wilhelmshavens bekannt

Auch das Konzept, sich durch großindustrielle Projekte gesundzustoßen wurde zum Albtraum.

Aber die hochvisionäre Projektausschüttungsdichte mit negativem Nebenwirkungen für das Gros der Wilhelmshavener, wird auch außerhalb von Boomtown längst registriert:
Zitat: "... Und dann war da ja noch die Idee mit dem Terminal für Flüssiggas [LNG]. Gigantische Tanker, so die Vision, sollten den Rohstoff aus allen erdenklichen Weltregionen an die Jade bringen. ..."
[Quelle: manager-magazin.de | 27-03-2014]

Die Erdung folgt sogleich
Zitat: "... "Ein LNG-Terminal in Deutschland ist ganz eindeutig nicht notwendig", sagt Energieexperte Kurt Oswald von der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Für die Energiekonzerne gebe es keinen Anreiz, eine solche Anlage zu bauen. Um die Versorgung sicherzustellen, seien Alternativen sinnvoller. ..."
[Quelle: manager-magazin.de | 27-03-2014]

Borniertheit in Sachen Gigantomanie Aushängeschild


Eine  Katastrophe aus  dem jahre 2011: Auch die Wilhelmshavener Raffinerie musste wegen Globalisierungsbestrebungen des Konzerns schließen.

Wilhelmshaven ist erfolgreich in der Verdrängung der Realität und buhlt trotz der Fakten um Subventionen unter Zuhilfenahme von Drohgebährden in Richtung Bürgeraufschreckung:
Zitat: "Flüssiges Gas hilft in Krisen ...
... Ein LNG-Terminal wäre ein Schritt, die Energieversorgung breiter aufzustellen – die nächste Krise kommt bestimmt. Die Bundesregierung muss entscheiden, wie viel ihr die weitere Gasoption und damit ihre politische Unabhängigkeit wert ist. ..."
[Quelle: Lokales Heimatblatt | Seite 5 | 26-04-2014]

Wer hat diese Abhängigkeit denn maßgeblich angeschoben?!  ... Waren das nicht unsere Volksvertreter?! ... Wirken sie irgendwie geläutert?!

Schockszenarien als Argumentsverstärker

Bevor man droht sollte man aber noch ein wenig recherchieren, denn das, was als Gasquelle so logisch erscheint, könnte den Verbraucher teuer zu stehen kommen:
Zitat: "... Nur wenn die Europäer deutlich mehr Geld für Gas auf den Tisch legen würden, wären mehr LNG-Importe denkbar. Und auch dann würde es viele Monate dauern, bis Produzenten aus Übersee die alte Welt beliefern könnten.
Auch das Billiggas aus den USA wäre nicht unmittelbar verfügbar. In den Vereinigten Staaten tobt seit längerem eine erbitterte Debatte darüber, ob das Land überhaupt sein dank Fracking reichlich vorhandenes Gas ausführen würde. ..."
[Quelle: manager-magazin.de | 27-03-2014]

Der Preis für die Unabhängigkeit vom bösen Putin wären für Deutschland im Falle eines Flüssiggasimportes schöne hohe Gaskosten für die Verbraucher und den Industriestandort Deutschland. Das wird sich die amtierende Regierung garantiert durch den Kopf gehen lassen. Im Vergleich zu echten Fakten soll man sich hier auf kommunaler Ebene weiterhin mit Bildzeitungsniveau begnügen.

Journalistische Propaganda-Hilfe zur rechten Zeit

Die verklärenden Zeilen zur Gasalternative sollen vielleicht auch ein wenig darüber hinwegtrösten, dass sich gerade zwei weitere, von Andreas Wagner in Szene gesetzte Rohrkrepierer, aus Wilhelmshaven verabschiedet haben, die "Jade Werke" und "3Y". Sie belegen aber auch, dass man aus der Vergangeheit irgendwie nicht schlauer werden will und versucht mit den gleichen Rezepten Wilhelmshaven aufzupäppeln, mit denen man in den letzten Jahrzehnten fulminant scheiterte.

Fazit:

Man wird auch zukünftig weiter nach der Wilhelmshavener "DNA" suchen müssen, die Michael Diers, Chef der Wilhelmshavener Touristik und Freizeit GmbH, im Kulturbereich für so dringend erforderlich hält. Im Wirtschaftsverständnis ist ein Kurswechsel ebenso dringend erforderlich, wie in der Kunst. Wilhelmshaven hat es bitter nötig, seine Intrigen und Vetternwirtschaft ad acta zu legen. Vor allen Dingen muss die Jadestadt ihre Geschichte dringend objektiv und schonungslos aufarbeiten.

Boomtown müsste aus seinen hausgemachten Krisen endlich auch einmal lernen und die Konsequenzen ziehen, sonst wird die Melange der täglichen Verklärung durch das kommunale Presseorgan, in enger Zusammenarbeit mit den führenden Köpfen der Wilhelmshavener Mehrheitsgruppe, im übertragenen Sinne der Todesstoß für Wilhelmshaven.

Ahoi!


Wolf-Dietrich Hufenbach
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