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Industriegebiet Loges Schule: Frust bei Betroffenen sitzt tief
17|03|2011



Sichtlich angestrengt wirkt Klaus-Dieter Kotteck in der Diskussionsrunde und damit der Auseinandersetzung mit den BürgerInnen.

Warum gehört zur Faktenlage der Ratsmitglieder nicht, was in dem Gebiet passiert oder wer oder was sich dort befindet, bevor man eine Entscheidung fällt?

Das war einer der zentralen Sätze, in einer Diskussionsrunde, veranstaltet vom lokalen Heimatblatt, das in der Regel wirtschaftsorientiert publiziert.

Der Hintergrund für diese Gesprächsrunde ist die Planung eines Industriegebietes, zwischen einer Schule für Physiotherapie, einer Autobahn und der dahinterliegenden Burg Kniphausen. Die Loges Schule ist schon seit Jahrzehnten an einem Platz, einer "Oase" der Ruhe, wie es die Betreiber selbst beschreibenn, ausserhalb des Stadtkerns von Wilhelmshaven, was zur "Philosophie" zur Erreichung der Ausbildungsziele gehört.

Nun könnte dort laut Entscheidung des Wilhelmshavener Rates ein Industriegebiet entstehen und damit auch viel Lärm.

Laut Klaus Dieter Kotteck, Stadtbaurat der Jadestadt, steht noch nicht fest, welcher Status letztendlich einmal für das Gebiet gültig sein wird. Zwingend muss dort auch kein Umspannwerk entstehen, so wie in der lokalen Presse dargestellt wurde. Für ein Industriegebiet sei die Fläche optimal, mit der man sich vor dem Ratsbeschluss schon seit 3 bis 4 Jahren befasste. Mit einem Aufstellungsbeschluss, durch die kommunalen Volksvertreter, erhielt das Bauamt das offizielle Mandat für die eigentliche Entwicklung des Geländes.

Die Betroffenen fühlen sich übergangen und in ihren Vermutungen bestätigt, dass man nicht vorher mit ihnen spricht, denn dann könnte man eventuelle Konfliktepotentiale schon im Vorfeld abarbeiten.

Die Loges Schule könnte im Falle einer Ausweisung zum Industriegebiet ihre bisherige "Ausbildungphilosophie", wie oben beschrieben, an diesem Ort dann nicht mehr weiterführen und müsste sich überlegen, den Standort zu verlegen, was aus Sicht des Investitionsbedarfes wahrscheinlich gar nicht geleistet werden könne.

Eine weitere Frage, die im Raum steht ist, was die Wilhelmshavener eigentlich noch alles für die Industrialisierung opfern sollen und was ihnen geblieben ist und ob die Verantwortlichen auch einmal aufrechnen würden, was durch einen eventuellen Fortgang der Loges Schule an Verlust entsteht. Man ist traurig und viel hätten die BürgerInnen sowieso nicht mehr. Der Geniusstrand wurde mit einem Containerhafen überbaut und ist somit weg. Man hat zum Baden nur noch den Südstrand und dort muss man auf die rote Flagge achten, um dann möglichst schnell aus dem Wasser zu gehen und dann die wunderschöne alte Burg Kniphausen - macht sich denn niemand Gedanken um Alternativen für die BürgerInnen - wo haben die denn überhaupt noch was Schönes?

Sicherlich würde man sich laut Stadtbaurat Kotteck Gedanken machen, aber durch immer mehr Restriktionen gäbe es nicht sehr viele Optionen für Industriegebiete. Gerade diese Fläche habe sehr großes Potential und würde wahrscheinlich am ehesten erschlossen werden, auch weil sie sehr autobahnnah liegt.

Ganz in der Nähe befindet sich schon ein im Bau befindliches Industriegebiet mit dem Namen JadeWeserPark. Den Betroffenen ist es ein Rätsel, warum nicht dort zuerst geworben und geplant wird. Das wiederum hat mit Geld zu tun, denn Wilhelmshaven ist dort nur beteiligt und würde nur einen Teil der Steuern kassieren.

Jeder weiss, so Kottek, dass der Haushalt der Jadestadt ein wachsendes Defizit aufweist und jeder Cent gebraucht wird.

Nebenbei hat sich der Konzern GDF-Suez "verplant", was die Trasse zur Abführung des Stromes für sein neues Kohlekraftwerk angeht, und sucht nach einem neuen Platz für ein neues Umspannwerk.

Das wollen aber die BürgerInnen erst recht nicht auf dem Gelände haben und ein Industreigebiet auch nicht. Die neue Stromtrasse, die dann zum von der Stadt favorisierten Industriegebiet führen könnte, ist auch noch gar nicht geplant, d. h. es liegt kein Planfeststellungsbeschluss vor.

Ganz böse gedacht, könnte Wilhelmshaven auch eine Kohlekraftwerksbauruine drohen, denn der Energiekonzern habe sich anscheinend verplant. Das wäre natürlich eine weitere Katastrophe für Wilhelmshavens Wirtschaft.

Im Gespräch wurde deshalb auch geäussert, dass man einen "Deal" zugunsten des Konzerns gemacht habe.

Die Stadt sieht sich im Recht und zunächst bleibt ohne weiteren oder zunehmenden Protest vor den Kommunalwahlen das übliche Verfahren, bei dem BürgerInnen und Betroffene ihre Einsprüche geltend machen können. Dazu muss man dann die Zeitung bemühen, auf Auslagefristen achten und ist man gerade im Urlaub, hat man Pech gehabt.

Die BürgerInnen haben sich das anders vorgestellt. Bei einem eventuellen Nebeneinander von Industrie, Gewerbe und Tourimus stellt man sich Gespräche vor, um gemeinsam nach Kompromissen suchen zu können.

Die Realität aber ist anders: Man wird alleine gelassen!

Das ist ein deutliches Zeichen an die Politik und am 11. September sind Kommunalwahlen.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

Links:
08|03|11 Industriegebiet geplant: Loges Schule veranstaltet erste Diskussionsrunde

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