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Wilhelmshaven strahlt
02|12|2010



Wenn die Castoren kommen wird es gefährlich und teuer.

Schon in 3 Wochen ist wieder einmal Weihnachten. Vor vielen Häusern, in Geschäften und auf dem Weihnachtsmarkt strahlen die Lichter.

Das sollte auch so sein. Ganz Wilhelmshaven strahlt.

Und weil die Zeit wieder einmal so schnell vergeht, möchten wir allen Bürgern schon heute ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in Jahr 2011 wünschen.

Die vorstehende Meldung ist natürlich nicht der tatsächliche Anlass für diesen Artikel.
Der eigentliche Anlass ist leider bitter ERNST!!! und die Überschrift müsste lauten:
Strahlt Wilhelmshaven schon bald nicht nur im Lichterglanz?

Viele von ihnen wissen, in Nordrhein Westfalen strahlt es auch! In Ahaus warten uralte Castoren auf den Transport nach Russland. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat den Transport bereits genehmigt. Bis zum 16.04.2011 muss der Transport abgewickelt sein. Unter der Genehmigungsnummer 7084 ist nachzulesen, dass der Transport nicht über Schiene und Luft stattfinden darf.

Die maximal 18 Transporte gehen von daher über die Straße in einen deutschen Hafen und den Seeweg nach Russland.

Hamburg, Bremen und Mecklenburg Vorpommern reagierten sofort und schlossen den Umschlag hoch radiaktiver Stoffe über ihre Häfen aus.

Bleiben nur noch die Häfen in Schleswig Holstein und Niedersachsen.

Nach den letzten Meldungen sind jetzt nur noch Kiel und Wilhelmshaven im Gespräch.

Schon seit einiger Zeit versucht die BASU nun, den Rat der Stadt endlich dazu zu bewegen, dass auch für den Hafenbereich Wilhelmshavens der Umschlag hoch radiaktiver Stoffe ausgeschlossen wird.

Mit einer E-Mail an alle Ratsvertreter hat die BASU versucht, für den 01.12.2010 eine Sondersitzung des Rates einzuberufen.

In dieser Sitzung sollte folgendes beschlossen werden:
Auf Grund der nun doch schon für den Dezember 2010 geplanten Castortransporte beantragen wir hiermit eine Sondersitzung des Rates der Stadt Wilhelmshaven am 01.12.2010, in welcher der Rat der Stadt alle ihr möglichen Schritte beschließt, derartige Transporte über den Hafen der Stadt zu verbieten.

Der 1. Antrag für den Rat am 01.12.2010 lautet:
Der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven wird aufgefordert gemeinsam mit dem Land eine Teilentwidmung der Wilhelmshavener Häfen für hochradioaktiven Atommüll, Brennelemente und andere hochradioaktive Stoffe unverzüglich zu prüfen und vorzunehmen.

Der 2. Antrag lautet:
Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, Informationen über aktuelle Transporte mit radioaktiven Stoffen auf dem Wilhelmshavener Stadtgebiet beim Bundesinnenministerium einzuholen und auf Grundlage dieser Informationen einen Sonderschutzplan für Transportunfälle mit hochradioaktiven Stoffen aufzustellen und umzusetzen.

Nicht ein einziger Ratsvertreter hatte es nötig, sich diesem Antrag anzuschließen.

Es ist Ihnen einfach egal, ob vielleicht schon Mitte Dezember 2010 Castoren durch Wilhelmshaven rollen!

Selbst die Grünen sind nicht gewillt alles zu unternehmen, um dieses Horrorszenario zu verhindern.

Nur ein einziger Vertreter, Dr. Michael von Teichman, antwortete zumindest:
Zitat: "Hallo, Herr Tjaden, kann ich mal erfahren, woher Sie diese Infos haben? Aber bitte nicht so allgemeine Sachen, die ich schon von ... bekommen habe. Es zählen nur Fakten, keine Gerüchte etc. pp.

Schöne Grüße! Dr. Michael von Teichman ... "

Von Teichman braucht also erst harte Fakten. Ob es für v. Teichman ausreicht, wenn der erste Castor am Orteingangsschild der Stadt zu sehen ist???

Die harten Fakten wollte die BASU auch gern haben und schrieb schon vor Beantragung der Sondersitzung alle Minister der Niedersächsischen Landesregierung an. Auch von hier keine Antwort – auch nicht von den FDP-Vertretern.

Man stelle sich vor, dass ein Spezialunternehmen einen derart umstrittenen Transport zu organisieren hat und hierfür den sichersten Weg suchen muss. Ausschließen will dieses Unternehmen natürlich möglichst, dass der Transport durch Massenproteste behindert wird. Auch wird er möglichst eine Hafenstadt aussuchen wollen, bei der nicht auch die Stadtspitze und Politik Probleme machen könnte.

Und wo findet der Unternehmer das alles!!! Genau!!! In Wilhelmshaven!!!

In einer Stadt, in der die politisch Verantwortlichen sich nur dann bewegen, wenn es um ihre persönlichen Vorteile geht.

Wenn Wilhelmshaven schon bald nicht nur den Titel
„Einziger Tiefwasserhafen Deutschlands“
hat, sondern auch noch einen zweiten Titel:
„Einziger deutscher Umschlaghafen
für hochradiaktive Stoffe am seeschifftiefen Fahrwasser“
dann bedanken Sie sich bei Ihren Vertretern von SPD, CDU, FDP und Grünen.

Das Transportunternehmen Nuclear Cargo + Service [NCS] hat jetzt überraschend für den 17. Dezember 2010 den Castor-Transport angemeldet.

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Joachim Tjaden


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