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Mittendrin in der Gestaltung einer Neuen Welt?



Wilhelmshaven könnte schon längst mittendrin im Veränderungsprozess stehen, tut sich nach wie vor aber "bleischwer".

20-07-2020 - Wo steht Wilhelmshaven?

Die ewigen Lokalmächte des Print-Lokalpariotismus trommeln immer noch Großindustrie und suggerieren nebenbei, dass die Globalisierung und die Folgen der Corona-Krise die Ursachen allen Übels sind.

Das war schon bei der Weltwirtschaftskrise aus dem Jahr 2008 der Fall. So besehen kommt die Selbtkritik in Wilhelmshaven immer noch nicht an, wie auch, wenn man vom Anzeigenvolumen der Industrie lebt und somit lohnend partizipiert. Da fällt es schwer, einen grundlegenden Wandel mit und damit aktiv in Gang zu setzen, denn der wäre zunächst existenzbedrohend.

Trotzjournalismus

Über die Jahrzehnte hat sich der Wilhelmshavener Lokaljonalismus des Lokalen Heimatblattes mit ein paar Ausreißern die eigene Gruft gegraben und gibt nicht auf, den Wilhelmshavener*innen den Ton vorgeben zu wollen.

Die Hoffnung stirbt nach wie vor zuletzt

Immer noch hören wir im Zusammenhang mit dem Milliadengrab JadeWeserPort, dass es irgendwann einmal aufwärts gehen wird, obwohl die Reeder scharenweise am so tiefen Fahrwasser vorbeifahren. Aber da gibt ja China, ein Land, dass in Sachen Menschenrechte wohl so alles an die Wand fährt, was man demoratische Errungenschaften nennen könnte und sogar vor der Kronkolonie Hongkong nicht Halt macht.

Genau die werden im Lokalen Heinmatblatt hofiert und als Hoffnungsträger für einen nie enden wollendes Importwachstum am Wilhelmshavener Dümpelhafen zurechtdefiniert.

Dabei wird sooft es geht das Wort "könnte" bemüht, das zwar suggeriert, es wird sich lohnen dranzubleiben, aber letzendlich nur bedeutet, dass man sich mehr und mehr in Spekulationen verrennt.
Es ist fraglich, ob Im- und Export so weiterwachsen, wie vor Corona und das Gesamtvolumen der Waren so imposant wird, dass auch Wilhelmshaven als Abladeplatz für Container attraktiv genug werden würde. Automatisierung und Künstliche Intelligenz [KI] sind für Industrie und Konzerne wesentlich interessanter, denn dadurch kann man die Produktivität ohne Menschen exorbitant steigern und jede Menge Arbeitsplätze abbauen.

Es gilt wettbewerbsfähig auf dem Weltmakt zu bleiben, koste es was es wolle, die wachsende Schere zwischen Arm und Reich in der Gesellschaft inbegriffen.

Das hätte dramatische Folgen:

Zitat: " … Gleichzeitig mehren sich Indizien, dass eine zu große Einkommensungleichheit in einer Gesellschaft mit erheblichen sozialen und ökonomischen Nachteilen verbunden ist. „Wenn sich die Einkommensverteilung zu stark auseinander entwickelt, dann ist der soziale Zusammenhalt gefährdet“, betont der Mannheimer Ökonom Grüner. … "
[Quelle: Handelsblatt]

Vielleicht sollte man sich generell ´mal wieder ein gutes Buch gönnen, um sich wieder zu erden:
Zitat: " … Wie die soziale Ungleichheit das Land zerreißt
Die Schere zwischen Arm und Reich sieht der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge als das größte Problem der Gesellschaft. In seinem Buch "Die zerrissene Republik" erklärt er, wie sie auch die Demokratie schwächt. … "
[Quelle: mdr | Kultur | Christoph Butterwegge - "Die zerrissene Republik. Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland"]
Der Staat ist gezwungen, sich neue Einnahmemodelle zurechtzukonstruieren, denn die derzeitigen können nicht mehr durch die Masse der Bundesrepublikaner*innen getragen werden, weil Maschinen weder konsumieren noch Steuern zahlen.

Trotzpolitik

Von keinem Geringeren, als dem amtierenden Umweltminister Nedersachsens, Olaf Lies, hört man nach wie vor heraus, dass z. B. ein Flüssiggasterminal [LNG] trotz seltenem Unterwasserbiotop machbar ist.

Beim Milliardengrab JadeWeserPort ging das ja auch, denn an der Kaimauer hört das Naturwelterbe Wattenmeer schlagartig auf!
Nur die Rohrdommel auf dem Voslapper Groden ist diesen Machern immer noch ein unabwendbarer Dorn im Auge und verhindert den masslosen Flächenfrass zu Ungunsten der Natur:
Zitat:" … Täglich verschwinden in Deutschland rund 56 Hektar – in der Summe eines Jahres ist das eine Fläche so groß wie Frankfurt am Main. … "
[Quelle: NABU zum 30-Hektar-Tag am 14. Juli »Stoppt den Flächenfraß!« | 14-07-2020]

Man kann nichts tun?

Trotz des unbedingten Festhaltes an der Vergangenheit und der weiteren Verkündigung von ewigem Wachstum werden die Veränderungen deutlich sichtbar. Verbraucher*innen sind sehr wohl in der Lage das "Heft selbst in die Hand zu nehmen", um letztendlich Veratwortung für die Erzeuger zu übernehmen.
Die Initiative "Du bist hier der Chef" startet jetzt mit dem ersten Produkt in einem Supermarkt durch:
Zitat: "SIE IST DA! Vielen Dank an die 9.308 Verbraucher_innen, die mitbestimmt haben!
[Quelle: Du bist hier der Chef]

"Du bist hier der Chef" startete in Frankreich mit dem Slogan "C´est qui le patron?!" und wird nun neben "Sternenfair!" auch in Deutschland etabliert.

Ziel ist es, als Verbraucher*in Verantwortung zu übernehmen, so dass Landwirte sich nicht permanent mit der Wirtschaftlichkeit ihrer Milch auseinandersetzen müssen. Das bedeutet auch eine Abkopplung von den Zielen des Deutschen Bauernverbandes, der Wettbewerbs- und Wachstumswahn predigt, was letzendlich zu einer Überproduktion führt, die den Milchverkaufspreis unter die eigentlichen Produktionskosten drückt.

Milchproduzenten können sich diesem Veränderungsprozess anschließen und dem neuen Milchmarkt Stabilität verleihen. Die Supermärkte profitieren ebenfalls und implementieren die Produkte wie in Frankreich in ihr Sortiment.
Auch die Entwicklung rund um die Fleischindustrie zeigt, dass Veränderungen möglich, aber auch dringend notwendig sind. In Dänemark zahlt der in Deutschland vielumstrittene Tönnies kaum zu glaubenden Tariflohn an seine die dortigen Fleischzerleger*innen von mindestens 27,- Euro. Wer glaubt, dass jeizt kein dänisches Schweinefleisch über die Theke geht, muss wissen, dass der eigentliche Anteil ders Lohns am Verkaufspreis in Deutschland und Dänemark etwa 2 - 3 Prozent beträgt. Die Bundesrepublik ist somit zum Eldorado für Lohndumping in Europa mutiert. In Dänemark sind fast 100 Prozent der Arbeitnehmer*innen in der Gewerkschaft und die geben den Ton an, nicht die Politiker*innen oder die Konzernoberhäupter.

Veränderungen unaufhaltsam auf dem Vormarsch

Im Rat der Stadt Wilhelmshaven geht es inzwischen mehr und mehr um Biodiversität und endlich um ein Klimakonzept. Beide könnten langfristig die neue wirtschaftliche Säule Wilhelmshavens bilden, wenn man sich denn hinter die Beschaffung von Subventionen klemmt und bereit wäre, die bisherigen Wirtschaftsansichten zu überschreiben. Dazu gehört auch eine Abkehr vom Spagat einer Schwerindustrie, die sich weiterhin neben einer nachhaltigen touristischen Entwicklung verwirklicht will.

Gesamtheitlich und nachhaltig betrachtet, muss auch darüber nachgedacht werden, ob Wilhelmshaven wirklich noch eine neue eigene Stadthalle benötigt.

Voll antiquiert wirkt der Erlass der Parkgebühren, damit die Käufer*innen direkt mit dem Auto "ins Geschäft fahren können?"

Die Mentalität, sich zu verändern, sollte man in Wilhelmshaven z. B. aufs Fahrrad umlenken. Dieser Industriezweig erlebt gerade einen ungeahnten Aufschwung und Lastenräder sind derzeit so beliebt, dass man sie kaum noch bekommt.

Was derzeit geschieht, ist der Versuch durch viel Lobbyismus alles beim Alten zu belassen. Die Interessenlage ist endeutig, dennoch können die Veränderungen nicht aufgehalten, sondern lediglich verlangsamt werden. In Wilhelmshaven besteht die Chance durch einen generellen Wandel in eine nachhaltige Richtung aufzubrechen, denn man kann nicht dauerhaft mit Struckturschwachheit überleben, denn die erbettelten Subventionen im Rahmen von altem wirtschaflichen Denken verschärfen die Wilhelmshavener Dauerkrise noch.

Es tut sich viel

Warum nicht ´mal ein Urlaub Naturschutzgebiet, als Beitrag zu nachhaltigem Tourismus!? Der Banter See wäre ein idealer Raum zur Verwirklichung dieser Idee, wie man sie z. B. in der Geltinger Bucht in Schleswig-Holstein findet.

Bei "Du bist hier der Chef" gelingt, dass Verbraucher die Chefs sind und entscheiden, was wie produziert wird. An dieser Stelle kann es auch in Wilhelmshaven gelingen, ein Zeichen an die Landwirtschaft zu senden, die sich langfristig ebenfalls in Richtung Nachhaltigkeit orientreren muss.

Für Wilhelmshaven könnte das bedeuten, dass "Bürgerinitiativen", die in den "Entscheidungsprozeß" aktiv eingebunden werden müssen, um maßgeblich mit zu entscheiden, wie Wilhelmshaven zukünftig entwickelt wird.

Die wieder aufflammende Diskussion rund um eine Stadthalle mit der Option sie nicht am Banter See zu installieren, zeigt, dass die Bürgerinnen mit entscheiden wollen und das nicht nur aus Eigensinn.

Es fehlen lediglich die neuen Instrumente und letztendlich der Wille des Stadtrates und des Verwaltungsoberhauptes.

Letzterer muss auch nach Außen nachhaltige Veränderung kommunizieren und den Mut aufbringen, sogenannte unpopuläre Entscheidungen mit zu vertreten.

Nur Mut!
Ahoi - Empört Euch!


Wolf-Dietrich Hufenbach
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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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