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Ebi auf Abschieds-Hoffnungstour in China
10|07|2010



Schlagzeilen, die die Welt nicht braucht!

Zwei auf der Suche nach einem Rettungsanker für das Milliardengrab JadeWeserPort?

Der neue Ministerpräsident David Mc Allister, der noch vor einigen Jahren behauptete:
Zitat: "Wilhelmshaven wird das neue Tor zur Welt"
flog nun mit dem Oberbefürworter eines im Bau befindlichen Containerhafens ohne Zukunft nach China. Ihr Bestreben: die wirtschaftlichen Beziehungen mit einem kommunistischen Regime, das jedwede Menschenrechte negiert, in Hafenangelegenheiten zu vertiefen.

Was soll das werden?
- die Schaffung eines Konkurrenzgedanken gegen die Interessen von Eurogate, um Druck machen zu können
- der Ausweg aus einer ausweglosen Situation
- das Werben um einen Handelspartner, der seine Containerriesen nicht nur nach Piräus, Rotterdam oder Antwerpen lenken soll, sondern bitteschön auch nach Wilhelmshaven?

Soll China der Hafen letztendlich schmackhaft gemacht werden, wenn man sich mit Eurogate entzweit?

War die letzte Chinareise nicht schon zweifelhaft genug?

Unser Heimatblatt berichtete wie immer nur Gutes über ein auf Sand gebautes Milliardenprojekt, für das man anscheinend händeringend Interessenten sucht.

Olaf Lies [SPD] lobt den ins Gerede gekommenen Hafen in den höchsten Tönen:
Zitat: "Das Gerede vom Jade-Weser-Port als ein Ergänzungshafen muss endlich aufhören. Wir haben es hier mit einem vollwertigen Container-Terminal – dem Wilhelmshavener CT 1 – zu tun, der für sich allein steht. ..."

Emanuel Schiffer [Eurogate] spricht da deutlichere Worte und bezeichnet den JWP als Transshipmenthafen [Klapphafen], bei dem Container lediglich umgeschlagen werden, jedoch nicht geöffnet. Eine Wertschöpfung vor Ort wird somit nicht in Betracht gezogen.

Eurogate hat als privatwirtschaflicher Betreiber klar gemacht, wer die Bedingungen diktiert und spielt geradezu mit den politischen Instanzen, die Luftbuchungskonzepte stricken, damit das Wahlkampfthema Nr. 1 [Kommunalwahl 2011 und Landtagswahl 2013] ja nicht weiter leidet.

... Lies unterstreicht, wie wichtig es sei, bereits jetzt ohne Verzögerung an die Planung der zweiten Ausbaustufe des Hafens zu gehen. ...
... Der Jade-Weser-Port werde nach seiner Fertigstellung in einer ganz besonderen Liga mitspielen. ...

... und beweist damit Mut zur Lücke.

Ein Blick nach Griechenland müßte diesen Hafenstrategen eigentlich die Augen öffnen. Der Hafenkauf von Piräus zeigt deutlich, dass die Privatwirtschaft den Ton angeben wird, sollte China jemals Handelskooperationen mit dem JadeweserPort schmieden oder gar an einen Kauf oder einen Betrieb denken.

Wilhelmshaven wird derzeit mit einer Heimatblatt-PR-Kampagne überzogen, damit die Stimmung für ein typisches "Mördermilliardenprojekt" am seefischfreien Tiefwasser, die inzwischen im Keller ist, nicht kippt.

Man verstrickt sich immer mehr in Hoffnungen, und schlimmer noch: Vermutungen. Man wiederholt Geschichte, denn auch die letzte Reise nach China kam schon einigen Ratsabgeordneten sehr überzogen vor.

Der Nutzen besteht allein darin, die Masse der BürgerInnen wieder einmal mit großartigen Fotos zu blenden. Die Wilhelmshavener sollen Glauben, dass ihre Opfer [Geniusstrand, Campingplatz, Natur, Immobilienwertverluste ...] nicht vergebens waren.

Langsam aber sicher nervt die Sommerloch-Berichterstattung des lokalen Heimatblattes und man fragt sich ob die schon alle unter den Symptomen eines Sonnenstichs leiden.

Das ganze wirkt, als würde der Oberbürgermeister noch sein journalistisches Gnadenbrot im Voraus bekommen.

Manchmal schämt man sich für solch einen Lokalpatriotismus, den viele mit Journalismus verwechseln. Heute war bei mir wieder so ein Tag!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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Rettet die WZ
Solange die Todesanzeigen nicht manipuliert werden, dann ist doch alles gut, oder?




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