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Der Ruf der Filtertüten ...
21|07|2010



Blaualgen genau in der allerletzten öffentlichen Freibadezone Wilhelmshavens - manchmal giftig und dann wieder nicht. Mit sogenannten Freistrahlanlagen versucht man die Situation zu entschärfen.

Also nein, was soll das denn nun? Da fordert ein Herr Ingber aus Wilhelmshaven doch tatsächlich die Herstellung eines permanenten Wasseraustausches des Banter Sees mit der Jade. Schrieb er jetzt inner WZ am 19. Juli ...

Er will nämlich die vielen Blaualgen im Banter See aus ihrem Biotop vertreiben. Da leben sie und fühlen sich seit Jahr und Tag so richtig heimatlich wohl in ihrer Blaualgensuppe. Genauer gesagt sollen das ja Züanobakterien, oder wie die sonst heißen, sein. Immer diese wissenschaftlichen Ausdrücke, komm´ ich sowieso nicht mit klar.

Also die Blaualgen, die soll´n mal schön bleiben wo die sind. Hat sich denn Herr Ingber ´mal beim Dr. Graul, oder wie der Wilhelmshavener um-Weltmeister heißt, erkundigt, was da passiert, wenn die ein Rohr durch den Banter Deich schieben, um die Blaualgen auch in der Jade zum Blüh´n zu bringen?

Wenn die das machen, dann isses mit unserem Badespaß trotz Fäkalien vorbei.

Die Blaualgen vertreiben uns doch glatt die Äkoli- und andere Schietbakterien, die ja alle harmlos sind. Unser Oberbürgerguru und unser um-Weltmeister sagen das jedenfalls immer und können das bestätigen, denn die baden schon über 30 Jahre jeden Tach am Südstrand und sind noch kürbiskerngesund. Man sieht ihnen überhaupts nichts an. Und ein weiterer Beweis ist doch, dass sogar der oberste Wilhelmshavener Hauptgesundheitsapostel Dr. Trübsam der WZ erklärte „Wenn man knietief im Wasser steht und seine Füße nicht mehr sehen kann, sollte man das Wasser verlassen.“

Nee. Das mussten die schnorchelnden Herren Oberbürgerguru und um-Weltmeister noch nie, das Wasser, auch wenn es ihnen permanent bis zum Hals steht, verlassen, die hatten immer noch den Durchblick durch ihre fäkalbeschlagenen Taucherbrillen. Nur wenn die Züanoschietbakterien die urgesunde Meeresfauna und -flora der Jade verseuchen, dann ist ja Feierabend mit den alljährlichen Badespäßchen unserer Stadtoberen.

Deshalb schreibt die WZ ja auch so nette und niedliche Berichte, wie gesund das Baden am Südstrand ist, weil der oberste Hauptgesundheitsapostel immer dann Proben nimmt, wenn keiner zusieht, wo er gerade heimlich probiert. Wenn´s ihm bekommt?


Hoffentlich kommen die nicht noch auf die Idee, das Rohr am Banter Siel für die Einleitung der Blaualgensuppe in die Jade zu benutzen, um unser seit Jahrzehnten durch mischverwässerte Einleitungen immer sauberer werdendes Jade-Badewasser in eine gesundheitsgefährdende, widerliche Blaualgenkloake zu verwandeln. Wer würde denn zur Zeit ernsthaft behaupten, er sähe seine Füße nicht mehr im Jadewasser? Schließlich gibt es doch das Feinsieb im Pumpwerk, das alles Undurchsichtige, hell und klar siebt, bis das wie trinkbares, reines Mischwasser aussieht und als Jade-Heilwasser verkauft werden kann ... nur so als Geheimtipp an den Stadtrat für eine erfolgreiche Geschäftsidee wegen der anhaltenden städtischen Haushaltsmisere ...

Das ist wie mit dem morgendlichen Kaffee, der durch die Filtertüte in den Glasbehälter tropft, der ist wie frisch gereinigt, sterilisiert und wasserklar, nicht die Bohne eines Kaffeegeschmacks ... Hauptsache augenscheinlich sauber und über Geschmack läßt sich ja trefflich streiten ...

Zum Beispiel Afrika:
Wer würde denn auch ernstlich behaupten wollen, dass die Millionen Pillendreher im afrikanischen Urwald nicht wüssten, was für sie gut und gesund ist, die wissen nur nichts von unserem Banter Siel ... woher auch?


Unser Oberbürgerguru, unser um-Weltmeister und unser Hauptgesundheitsapostel würden sich allerdings gegen den Vergleich mit afrikanischen Verhältnissen vehement wehren, denn erstens gibt es hier keine freilaufenden Elefanten und zweitens landen die in den Wilhelmshavener Krankenhäusern milliardenfach geschluckten Pillen über das Banter Siel in der Jade ... wech mit Schiet ...

Und genau diese Pillen machen die vielen Möwen am Banter Siel viel resistenter gegen fäkale Abwehrschwächen, man muss halt die gesundheitlichen Vorteile sehen und positiv denken, Tierschutz ist eben eine Angelegenheit, die in Wilhelmshaven sehr ernst genommen wird und eindeutig über die Interessen der Züanoschietbakterien zu stellen ist ...

... nur der Ruf der Filtertüte ist bedauerlicherweise im Eimer und da landet sie nach Verwendung dann auch, oder mit der nächsten fäkalgesiebten Spülung in der Jade ... so´n Schiet auch ... aber vielleicht läßt sie sich nach nochmaliger Feinsiebung samt ramponiertem Ruf WEB-riesseikeln ... oder wie das heißt ...

Nee, also mit dem WZ-Leserbrief von ihrem Leser Herrn Ingber kann die WZ nicht punkten. Der Banter See bleibt so wie er ist ...



Hans-Günter Osterkamp
erwerbslosenredaktion.de

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