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.... und das auf leeren Magen
25|09|2010



Wie man sich selbst erhöht, trotz schwindender Zustimmung, können Sie beinahe täglich im lokalen Heimatblatt erleben - unterirdisch gut.

Ich bin ja schon so einiges gewohnt, wenn ich morgens bei einem Becher Tee die WZ aufschlage. Aber am 22.09. hat es mir nicht nur den Appetit verdorben. Der schöne Ausspruch:“ Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte“ traf genau zu.

Da standen sie wieder: grinsende Herren in fröhlichen grau bis schwarzen Anzügen. Manche schlugen sogar einen leeren Aktendeckel auf. So was nannte man bei uns früher, einen Türken bauen [woher dieser politisch nicht ganz korrekte Ausspruch auch immer kommt]. Und mit dabei einige unserer üblichen Verdächtigen. Soweit war ja alles noch einigermaßen normal.

Aber dann, die Überschrift:
Menzel will Einrichtung eines Ordnungsdienstes. Ja, hat er denn nicht als Stadtoberhaupt das Referat für öffentliche Sicherheit und Ordnung unter sich???? Scheint damit aber nicht allzu zufrieden zu sein.


Eine Sozialraumanalyse soll erstellt werden. Klingt ja erst mal gut, aber weiß denn wirklich keiner in dieser Stadt, wo die sozialen Brennpunkte liegen????? Ich möchte es bezweifeln, denn ich kenne viele Damen und Herren, die sich ausgezeichnet mit den Wilhelmshavener Verhältnissen auskennen. Das würde aber bestimmt nicht soviel hermachen, wie eine Kooperation mit einer richtigen Universität.

Sozialraum?? Sozialraum? Da war doch mal was? Ja richtig, die Stadt hat doch schon 2009 eine Sozialraumorganisation beschlossen, die 4 Familienzentren für das Stadtgebiet vorsah, in denen Angebote zur Familienhilfe und präventive Maßnahmen für Kinder und Jugendliche angeboten werden sollten.

3 davon sind auch schon in Betrieb und machen eine gute Arbeit.

Beim 4. Familienzentrum, im Westen der Stadt vorgesehen, fehlte dann aber das Geld und man stellte dafür 2 Jugendsozialarbeiter ein. Könnte man hier nicht weitermachen und dieses Familienzentrum verwirklichen?? Da ist ja auch noch die leerstehende Schule Neuende, die mit Sicherheit genügend Platz bieten würde.


Oder geht es um etwas ganz anderes??? Geht es nicht darum, den vielen verzweifelten Jugendlichen eine Perspektive zu bieten? Geht es nicht darum, Familien, die vom Kampf mit Jobcenter und Arge aufgefressen werden, ein Stück Hilfe bei der Bewältigung ihrer täglichen Probleme zu geben? Kindern, die allein durch ihre soziale Herkunft schlechtere Bildungschancen haben, zu fördern?

Nein, es geht um „die Optimierung der Sicherheit in der Stadt“. Es geht nicht um eine soziale Stadt, sondern vor allem um eine „sichere Stadt“. Der Bürger soll sich wieder „sicher“ fühlen. .. und da strömen auch gleich die Sponsoren, immerhin kostet die Sozialraumanalyse satte 50.000€ [zu erfahren im Interview bei Radio Jade] und das ist dann nur die Analyse, die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen wird auch nicht für lau zu haben sein.

Aber in diesem erlauchten Kreis hat man immerhin 32.000€ zusammenbekommen, von dieser Summe träumt manche soziale Maßnahme in WHV. ..und wer da so alles „sein“ Portemonnaie aufgemacht hat: die Sparkasse [gut, darauf hätte ich gewettet], die JWP-Realisierungsgesellschaft [ein sicherer Hafen braucht eine sichere Stadt], der Bauverein Rüstringen [glaubt wahrscheinlich, er tue damit etwas für seine Mitglieder], die Gerd-Möller-Stiftung [???] und dann noch die GEW [erhöht die nicht ab November die Gaspreise? Na, dann kommts ja nicht so genau drauf an].

Menzel möchte gleich in die kommenden Haushaltsberatungen einbringen, dass er so gerne seinen Ordnungsdienst in der Stadt haben möchte [Sicherheit und Ordnung hängen für ihn anscheinend untrennbar zusammen].

Dieser Ordnungsdienst kann dann auch die „Satzung über die Benutzung öffentlicher Anlagen“ durchsetzen:

Spielen ist nur auf den dafür vorgesehenen Flächen zulässig!
Jawoll!

Das Füttern von Wasservögeln ist verboten!
Jawoll!

In den Gewässern ist das Baden verboten.
Jawoll!

Betteln ist verboten.

Jawoll!

usw. usw.

Ein Verstoß dagegen wird mit einer Geldbuße von bis zu 5.000€ geahndet. Finanziell ist das dann ein Selbstläufer [auch wenn nicht so ganz klar ist, wie ein Bettler 5.000€ aufbringen soll].

Die für die Analyse fehlende Summe von immerhin 18.000€ scheint kein Problem zu sein, sie wird mit keinem Wort erwähnt.

Horst Heitmann, der Vorsitzende des Präventionsrates, hat im Interview bei Radio Jade ein Beispiel für Maßnahmen, die aus der Analyse folgen könnten: Er möchte „Menschen mit Migrationshintergrund in eine Art Beschäftigung bringen.“

Ohauhauha! Menschen mit Migrationshintergrund scheinen ein Sicherheitsrisiko zu sein, besonders, wenn sie keine Art Beschäftigung haben. Prangt deshalb auf dem WZ-Foto über den Köpfen der versammelten lokalen Größen das Logo der Agentur für Arbeit?

Ich möchte behaupten, dass diese 50.000€ für ein Haufen Papier, der Ergebnisse enthalten wird, die jeder schon weiß, nur noch schlechter angelegt werden könnten, wenn man sie in einem Immobilienfonds in der Antarktis anlegen würde. 


Anette Kruse-Janßen

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