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Das Gesetz des Schweigens
13|07|2010



Das ist nur ein "Leckerbissen" aus dem Überschriftenfundus und gleichzeitige ein Beleg für die Unbedarftheit einiger Journalisten des Wilhelmshavener Heimatblattes.

Eine gute Lokalzeitung handelt als Anwalt einer kritischen Öffentlichkeit.

Das lokale Wilhelmshavener Heimatblatt dagegen handelt ganz im Sinne ihrer Anzeigenkunden, Lokalpolitiker sowie hochstilisierten Fachleute mit Professoren- oder Doktortitel, die uns mit ihren Visionen ersticken, in denen nur ganz selten ein Funke von Nachhaltigkeit steckt. Stur und beharrlich werden immer wieder alte Konzepte in die Zukunft kopiert.

Da reicht eine Zusammenfassung eines Gutachtens, um eine Kohlekraftwerk als Beitrag zum Klimaschutz nicht nur in den Köpfen der Politprominenz zu installieren. Einige dieser Berfürworter von Dampfmaschinen sprechen dann sogar noch von "Technik vom Feinsten".

Das Heimatblatt unterstreicht wieder einmal den Willen zur Konditionierung der Kommune im gewohnten Stil. Sie hat es nicht nötig, die Wünsche, Sorgen und Nöte der BürgerInnen in den Vordergrund zu rücken, die nicht nörgeln und die Stadt schlecht machen, sondern auf grundlegende Probleme aufmerksam machen, wie z. B. die Fäkalieneinleitungen an den Südstrand, was bei manchen PolitikerInnen völlige Normalität zu sein scheint [ ... das war schon immer so!].

Überschwemmt das, was da hinten rauskommt die Keller, dann ist aber was los. Empörung macht sich breit und ziemlich sofort baut man wieder ein Rückhaltebecken, anstatt die Ursache anzupacken.

Und so behandelt man lediglich die Symptome, und verschiebt ein Problem nach dem anderen in die Zukunft. Sollen die anderen, auch völlig ahnungslose Touristen, sich doch darum kümmern und die "Ursuppe" im wahrsten Sinne des Wortes ausbaden.

Von der Salami-Taktik, also dem temporär Flickarbeiten im über 130 Jahre alten Kanalnetz, profitieren natürlich ortsansässige Bauunternehmen, die die maroden unterirdische Bausubstanz gerade so unterhalten, dass sie nicht zusammenbricht, was irgendwann natürlich nicht mehr geht.

Die BürgerInnen werden dann, kurz bevor nichts mehr geht, hektisch aufgeklärt, d. h. mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die schon längst bekannt ist und anschliessend wie selbstverständlich zur Kasse gebeten.

Das Bauunternehmen Rech muß schließlich überleben, man sitzt ja nicht umsonst im Rat der Stadt als Bauausschussvorsitzender- Interessenskonflikte werden in Wilhelmshaven noch ganz offen abgewickelt!

Das funktioniert prächtig in der Kommune am seefrischfreien Fahrwasser und alle sollen weiterhin auf eigenen Kosten mitmachen und zusätzlich ein Medium weiterabonieren, das ihre Interessen gar nicht vertritt.

Klar, da kommt der eine oder andere ´mal im Gruppenbild mit Dame auf Seite X und die Bildunterschrift ist falsch, oder Artikel enden einfach, aber auch das war ja schon immer so.

Das lokale Heimatblatt appelliert an die Eitelkeit des Einzelnen und kaschiert und unterdrückt so jedwede ernsthafte und vor allen Dingen berechtigte Kritik.

Das Blatt selbst stellt sich seit einigen Wochen angeblich der Leserkritik, und gibt natürlich die Bedingungen, wie kritisiert wird, gleich als Leitfaden mit:
Zitat: "WZ-Redaktion gespannt auf Leserkritik
Zeitung informiert, dokumentiert, illustriert – und kritisiert. Wobei die Kritik nicht mit Nörgelei verwechselt werden darf: Kritik darf auch loben. ...."
[Quelle: Lokales Heimatblatt | 01-07-2010]

Kritik, wie sie das lokale Heimatblatt möchte, wird natürlich auch abgedruckt und das geht so:
Zitat: " ...Gut finde ich auch, dass die Redakteure im Bild gezeigt werden, wenn sie etwas kommentieren.
... Sehr gut recherchiert und auch geschrieben fand ich den Artikel zum China-Austausch am Sonnabend. ..."
[Anm. d. Red.: Kritik am eigentlichen China-Besuch: Fehlanzeige]
... Im überregionalen bzw. im hinteren Teil fällt mir seit längerem ein Hang zu reißerischen Überschriften auf. ...
... Die Sonnabend-Ausgabe ist sehr umfangreich, enthält gerade im hinteren Teil aber auch etliche Fehler, gerade auch in Überschriften: Da wird aus Deutschland Dutschland, da verwechselt ein Autor in einem Artikel über Fotografie die Blende mit der Belichtungszeit. ..."
... usw.
[Quelle: Lokales Heimatblatt | 01-07-2010]

Das wäre ja noch schöner, wenn jemand am angeblichen kommunalem Leitmedium herumlamentiert, darüber nörgelt oder es gar schlechtredet.

Wo ist eigentlich das Heimatblatt:
- wenn die Fäkalien sich am Südstrand verteilen und der DLRG zuschaut, anstatt die Leute aus dem Wasser zu holen?

- wenn sich Bürgerinitiativen bilden, wie z. B. die Zeche Rüstersiel und berechtigte Kritik an der Klimapolitik der städtischen Politprominenz übt?

- wenn sich Politiker, die nach Aufgabe des Landtagsposten "rumheulen" und sagen sie wären mittellos und sich danach auf völlig erfundenen und sinnlosen Geschäftsführerposten auf Steuerkosten jahrelang "vergnügen"?

- wenn sich der Wind dreht und aufgeputschte Mördermilliardenprojekte ganz überraschend negative Schlagzeilen produzieren?

- und ihre investigativen Journalisten, wenn es darum geht echte Missstände in Wilhelmshaven aufzudecken?

- wenn es darum geht zu sauber recherchiert zu hinterfragen?

- und die echten Geschichten, die bewegen?

Hier einmal ein paar Fallbeispiele:
Zitat: "Fünf Vögel aus „grüner Pampe“ gerettet
Banter See Flussseeschwalben kamen nicht mehr aus eigener Kraft gegen den Algenteppich an ... "
[12.07.2010]


oder:
Zitat; "Trinken, trinken, trinken
Hitze Vielen Menschen schlägt das heiße Wetter auf den Kreislauf ... "
[12.07.2010] [Anm. d. Red.: Ach was! - Ohne diesen Artikel hätten wir gar nicht gemerkt, dass wir schwitzen ...]


oder:
Zitat: "Züge zum JadeWeserPort begegnen sich in Accum
Ausbau Kreuzungsbahnhof entsteht ..."
[12.07.2010] [Anm. d. Red.: Ohne das Heimatblatt hätten wir das nie erfahren!]


oder:
Zitat: "Algenschleim landet im Riesensauger
Blaualgen Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe rücken gegen Blüte im Banter See vor..." [09.07.2010] [Anm. d. Red.: ... das Absaugen sah schon hilflos aus - muß man dann noch darüber schreiben?!]

oder:
Zitat: "Badespaß bei Imbissduft und Fackelschein
Freibad Romantik am Sander See – Kinderparadies im Naturfreibad – Geniusstrand im Freibad Nord – Meer am Südstrand ..."
[09.07.2010] [Anm. d. Red.: ... Immer die gleichen Geschichten, man muß nur die Bilder und Namen tauschen! Den
Geniusstrand virtuell ins Freibad Nord zu verlagern bringt nicht nur einige Menschen auf die Palme und gehört wohl eher in die Rubrik Zynismus und Arroganz!]

... usw.

Das lokale Heimatblatt kann es spielend mit jeder Boulevardzeitung aufnehmen und wird auch weiter das Dorf schönschreiben, damit die Ursachen nie geklärt werden, der weisse Fleck auf der Landkarte Deutschlands eben.

Im wesentlichen sitzen diese Redakteure auf dem Schoß der Lobbyisten, machen für sie Stammtische, schweigen Kritiker tot oder "verhackstücken" nach Belieben diejenigen, die oft recht haben, aber nicht ins kommunale Schönewelt-Tralala-Konzept passen.

Wenn das alles ist, was ein Heimatblatt können muß oder was gewisse Redakteure unter Journalismus verstehen, dann bedarf es dringend einer Reanimation.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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