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Deutschland ist pleite, Wilhelmshaven auch.
25|09|2010



Als Fundament aller Visionäre gilt in Wilhelmshaven Sand als bester Baugrund.

Damit folgt die Stadt dem Bundestrend, dank einer verfehlten Weichenstellung in Sachen Wirtschaftspolitik und einer eindimensionalen Presse, die diese Politik in fast jeder Situation auch noch hochjubelte und bis heute an ihren Mördemilliardeninvestorenschlagzeilen festhält.

Beide, Politik und Presse, haben sich anscheinend nichts vorzuwerfen. So postuliert das lokale Heimatblatt die Einflüsse von aussen als auslösende Faktoren, wie zu zahlende Sozialabgaben, der Einbruch der Gewerbesteuer, die Weltwirtschaftskrise und vor einiger Zeit natürlich "Nineeleven", als böse Terrorristen das "World Trade Center" einebneten und die Welt seitdem nicht mehr ist, wie sie war.

Die Bösen sind ausgemacht und festgezurrt und wenn ein Amerikaner in Oklahoma ein Bürogebäude mitsamt Kindertagesstätte in die Luft sprengt, dann sind es im ersten Moment Islamisten, denn das können nur die, die laut medialer Interpretation einen so unendlichen Hass auf die Vereinigten Staaten haben und zerstörerische Absichten schon mit der Muttermilch aufsaugen. 

Die unglückliche Seilschaft zwischen Politik und lokalem Pseudoleitmedium, die langfristig betrachtet für den Niedergang von Wilhelmshaven mitverantwortlich ist, ruft nun medial als Krönung des ganzen zum Gestalten und entwickeln neuer Ideen auf, die sonst in die hinterste Ecke von "Boomtown" verbannt wurden.

Menschen, die sich engagieren und engagierten wurden und werden nach allen Regeln trübseeliger Journalistenkunst mit subjektiv hervorgezauberten Fachleuten in die Ecke der Miesmacher und Nichtfachleute verbannt.

Das Gros der Politprominenz selbst steht an forderster Front, wenn es darum geht, BürgerInnen zu diskreditieren und sich selbst als Fachmann oder -frau aufzuspielen - man ist doch schließlich nicht umsonst Professor geworden.

Den steuerzahlenden Menschen wird ihr Mitspracherecht regelrecht entzogen, während Industrieinteressen Vorrang eingeräumt wird, eine Vorgehensweise, die so manches Mal unerträglich ist.


Naturausgleichsflächen, so überlegt man schon einige Zeit, könne man auch mit Geld ausgleichen, um der hochsubventionierten Industrie in jeder Hinsicht und beinahe bedingungslos den Weg zu ebnen, es geht schließlich um Arbeitsplätze und die Positionierung bei den nächsten Wahlen.

Cat Stevens drückt das so aus: "Where do the children play" und wir setzen noch einen drauf und fragen uns, mit welchen Billiglöhnen sie zukünftig ihr Leben bestreiten sollen und warum diese Nachfahren eher an kurzlebigen elektronischem Schnickschnack partizipieren, anstatt sich grundsätzlich einmal Gedanken über ihr zukünftiges Leben zu machen, oder einfach einmal wieder einen Spaziergang zu machen.

Uncool wird ihnen suggeriert, aber ein paar Tage ohne Nachrichten und Internet sind manchmal mehr als heilsam - man gleitet förmlich in ein ganz normales Leben zurück und staunt, dass es auch ohne Elektronik und Massenkommunikationsapparate geht.

Machen Sie einfach einmal den Selbstversuch und versuchen Sie´mal mit einem MobilPhone ein Lagerfeuer irgendwo in der "Pampa" anzuzünden!

Ist Natur wirklich durch Geld zu ersetzen und ist es erstrebenswert sie nur noch in Reportagen auf einem überdimensionalen Fersehschirm als Bild aus einer haptisch nicht mehr erfahrbaren Perspektive, quasi aus einer Art Gewächshaus, zu betrachten?  

Die sinnliche Erfahrung weicht der "Geilheit" nach noch mehr Geld, einem virtuellem Ersatzmittel für einen Genuß, den man früher frei Haus geliefert kam, wie frische Luft oder Badevergnügen ohne Fäkalein oder Blaualgenpest.

Der Mensch macht sich die Welt untertan - ein schöner geflügeltert Satz, der einem aber spätestens dann im Halse stecken bleibt, wenn man den Klimawandel näher in sein Blickfeld rückt und sich überlegt, dass es Zeit wird sich anzupassen, sonst geht man im wahrsten Sinne des Wortes unter oder erstickt ganz plötzlich in einer Schlammlawine.

Irgendwie schreckt das viele Geister in Boomtown nicht ab, die so irrationale Gedanken spinnen, dass Kohlekraftwerke Beiträge zur Klimaverbesserung mutieren.

Kennen Sie einen Kohlekraftwerksbetreiber, der freiwillig seine abgeschriebene Dreckschleuder abstellt oder sich Gedanken darum macht, woher seine billige Importkohle kommt, für die massenweise Minenarbeiter in fremden Ländern unter abenteuerlichen Arbeitsbedingungen ihr Leben lassen müssen, nur damit es uns noch besser geht?


Wo ist sie geblieben, die soziale Verantwortung, die Kommunikation untereinander - geht es nur noch um das nackte Überleben mit noch einem größeren Plasmafernseher?

Müssen wir auf Kosten der Natur immer mehr Güter um die Welt reisen lassen, damit wir noch günstigere T-Schirts konsumieren können, bei denen wir dann durch den Einsatz von investigativen Journalismus feststellen [nicht durch da lokale Heimatblatt wohlgemerkt], dass dort die Pestizide stecken, die die großen Chemiekonzerne in Europa nicht mehr benutzen dürfen und das die Löhne und Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern so gar nichts mehr mit Menschlichkeit und Sozialstaat oder Sozialgefüge zu tun haben?

Vielleicht helfen ja die folgenden Zeilen einigen Redakteuren wieder auf die Sprünge [... das Gros der Politprominenz eingeschlossen]:

Well I think it's fine, building jumbo planes.
Or taking a ride on a cosmic train.
Switch on summer from a slot machine.
Get what you want to if you want, 'cause you can get anything.

I know we've come a long way,
We're changing day to day,
But tell me, where do the children play

Well you roll on roads over fresh green grass.
For your lorryloads pumping petrol gas.
And you make them long, and you make them tough.
But they just go on and on, and it seems you can't get off.

Oh, I know we've come a long way,
We're changing day to day,
But tell me, where do the children play

When you crack the sky, scrapers fill the air.
Will you keep on building higher
'til there's no more room up there?
Will you make us laugh, will you make us cry
Will you tell us when to live, will you tell us when to die

I know we've come a long way,
We're changing day to day,
But tell me, where do the children play

... ach was ist es doch schön ein Heimatblatt zu haben, das sich selbst auch in den schwersten Krisen die Treue zur Volksverdummung erhält und eine Politprominenz, die sich selbst nicht vorzuwerfen hat!

Wie gut, dass es noch die Möglichkeit gibt, diese Art von Journalismus nicht zu kaufen und PolitikerInnen abwählen zu können.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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