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Es ist ja so leicht …
23|10|2010



Schon die Demonstration aus dem Jahre 2008 in Gorleben hat gezeigt, dass die friedfertige Demonstration im Vordergrund der Aktivitäten gegen das Endlager in Gorleben steht. Ängste zu schüren verkauft sich aber wesentlich besser, als die Wahrheit, auch beim lokalen Heimatblatt!

Zum WZ-Beitrag vom 18.10.10: „Polizei befürchtet demnächst heftige Krawalle“

Nun tauchen sie wieder auf, diese scheinbar neutral informierenden Presseberichte, dass Anfang November wiederum Transporte hochradioaktiven Atommülls zum Zwischenlager Gorleben rollen und militante Atomkraftgegner zu befürchten seien.

Es ist ja so leicht, die Anti-AKW-Bewegung, die bekanntlich eine internationale soziale Bewegung des 20. und 21. Jahrhunderts ist, auf militante Minderheiten zu reduzieren und damit vom eigentlichen Problem abzulenken. Es ist ja so leicht, mit Hilfe bewährter Feindbilder Meinungen in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken, durch verbal einseitige Verstärkungen die eigentliche Brisanz aus dem Blickfeld rücken zu lassen.

Diese eigentliche Brisanz ist die weltweit ungelöste Frage der Sicherheit unterirdischer Hinterlassenschaften der Atomwirtschaft, einer Sicherheit, die nicht nur für heutige Bewohner im Nahbereich, nicht nur für deren Kinder und Kindeskinder, nicht nur für Zeiträume von Legislaturperioden, nicht nur für gesetzlich festgelegte und nun erweiterte Betreiberzeiträume der Kernkraftwerke, aus denen die Abfälle überwiegend kommen, sondern auch und vor allem für zeitlich weit entfernte Generationen gewährleistet sein müsste. Denn radioaktiver Müll hat seine eigenen, naturgesetzlich kontrollierten Werte, bedingt durch lange, über Tausenden von Jahren gehende Halbwertszeiten.

Das Desaster von Asse hat verdeutlicht, dass es keine Sicherheit geben kann, und zwar schon allein deswegen nicht, weil menschliche Unzulänglichkeiten im Spiele sind.

Vor deren Folgen schützen weder Politik, noch Wissenschaft, und schon gar nicht die auf profitabler Basis betriebene Privatisierung der Endlager, die zurzeit im Gespräch oder schon Planung ist. Wie das Desaster von Asse verdeutlicht, zeigt sich menschliche Unzulänglichkeit nicht nur in personeller Fahrlässigkeit und wissenschaftlicher Fehlinterpretation von vermeintlichen Setzungen und Abdichtungen in den salinaren Ablagerungen, sondern auch und vor allem in der Art, wie seitens der Politik, Presse und Wirtschaft Verantwortung übernommen bzw. nicht übernommen wird.

Bis heute gibt es nicht einmal eine konsequente Aufarbeitung der Fehler und Fehlinterpretationen, die im Zusammenhang mit der Asse, aber auch bei anderen Entsorgungsstätten gemacht wurden.

Als Folgen solcher menschlicher Unzulänglichkeiten muss mit Gesundheits- und Umweltgefährdungen über einen unvorstellbaren Zeitraum gerechnet werden. Ähnliche Überlegungen mögen Herrn König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, am 21.03.2010 geleitet haben, als er formulierte: „Nicht zuletzt halte ich als Privatperson aus grundlegenden Erwägungen die weitere Nutzung der Kernenergie für nicht vereinbar mit der Herausforderung einer nachhaltigen Sicherung unserer Lebensgrundlagen.“

Ich hoffte, die Presseleute hätten den Mut, die Proteste um den Transport und die Einlagerung des mittel- bis hochradioaktiven Mülls in Gorleben im November dieses Jahres auf die berechtigte Angst vor der gesundheits- und umweltgefährdenden Strahlung zu beziehen und nicht, wie im o.g. Bezugsartikel, auf Krawallbereitschaft linksradikaler Gruppen zu reduzieren. Auch wenn sie bei den Demonstrationen vorhanden sein werden, rechtfertigen solche Gruppierungen nicht das Verschweigen des eigentlichen Kerns der sozialen Bewegung.
 
Dr. Gisela Gerdes


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