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Auf Augenhöhe mit der New York Times
17|07|2010



Selten in der lokalen Weltstadt Zeitung zu finden: Investigative Bildberichterstattung, die die Welt zeigt, wie sie ist, wie hier am 15. Juli 2010, einen Tag nach einer Fäkalieneinleitung.

Als das "Neue Tor zur Welt" hat unser Boomtown natürlich auch passend eine Weltstadt Zeitung, zumindest eine ganz besonders weltoffene Stadtzeitung: Die Wilhelmshavener Tageszeitung ["WITZ"].

Ein Nachrichtenfetzer, der den Küchenstuhl zum Wackeln bringen kann - nicht nur vor lachen. Da bebt der Frühstücktisch. Da vergehen selbst die drei Minuten Lesezeit des Lokalteils wie im Fluge. Man ist gefesselt, vergißt die Zeit und saugt die tiefschichtigen Überschriften in sich hinein. Titel, die sich ins Hirn brennen möchten und den Leser auch schon mal wie erschlagen zurück lassen könnten, wenn er sich nicht so führsam mitgenommen fühlte.

Trotz allen Hirnverbrennens gelingt es den rastlosen Sensationsreportern der "WITZ" immer wieder, doch eine, von der Anstaltsleitung vorgegebene, gewisse Pflegestufe einzuhalten, die den Abonnenten nicht gleich rebellisch macht. Es ist das journalistisch listige Kunststück, einer Nachricht ihren "irritierenden" Inhalt zu nehmen und mit Wischi und Waschi positivelnd zu verfüllen. Das beruhigt und gibt dem Leser die schöne Gewißheit, er wisse was.
 
Da erfährt er zum Beispiel unter dem Motto "Lego trifft Phantasialand", wie ein Guinnessbuch verdächtiges Containerschiff aus 400.000 Plastikbausteinen als Voodoo Requisite einen Welthafen herbei zaubert. Ja,wie kulturoffen ist das denn ? - und niedlich. Das findet sofort jeder niedlich, so niedlich ist das.


Über nagelneue Korvetten, die wegen Getriebeschaden in Hamburg bei Blohm & Voss liegen und längst die Handelswege bewachen sollten und richtig Steuergeld kosten, liest man auch nix im lokalen Gleichmacherblatt [Foto vom 11|07|2010].
 
Weiter liest man, wie unsere wehrhaft stolze Marine  in einem kleinen Schiffchen sich auf Augenhöhe mit einem Flugzeugträger trifft und man denkt: Au weia, welch schrecklicher Seegang muß da gewesen sein, daß ein kleines Schiff sich so hochschaukeln kann. Aber, was für eine schöne BILD Sprache: Das große Brüderchen und das kleine Schwesterchen gleichberechtigt und friedlich Auge in Auge, Deck an Deck vereint. So zwei lassen sich von keinem mehr ärgern.... 
Bitteschön, wie süß ist das denn wohl wieder?

Ja, unsere Marine. Es sollen ja bald 2000 schmucke Mariner weniger werden in Wilhelmshaven. Aber das macht nichts, kann die "WITZ" schnell trösten und schreibt: "Marine - ein wenig kleiner, aber viel feiner." - Siehste! 

Und wenn an der Heimatfront wieder einmal der schlimme Küstenregen das Baden am Südstrand vereiteln will: Zack, gibt's einen "WITZ" Bericht, weil da gemischtes Wasser durch das Banter Siel in die Jade geleitet wird. Ist aber alles ganz natürlich und es waren auch nur 1,8 Literchen pro Quadratmeter. Und das Ganze war in 50 Minuten ruck, zuck erledigt. Da mußte sich auch keiner Sorgen machen. Außerdem: "Das Problem ist bekannt", sagt der Herr Schröder, unser Oberentsorger. Und das weiß nun jeder: "Problem bekannt - Problem gebannt."
 
Und wenn da mal das Baden verboten wird, das machen die so unauffällig, das merkt gar keiner. Schon gar nicht die Schwimmer, weil die ja alle das "Mischwasser" noch einmal durchmischen.

Im Übrigen kann sich ja jeder, der eine Küchenwaage hat, selber ausrechnen, welche Menge "Mischwasser" eingeleitet wurde. Da multipliziert man einfach alle Quadratmeter mit 1,8 Liter und zieht 10 Minuten ab. Oder? 

Nur die rote Warnflagge fühlt sich schwer mißbraucht und will, daß Herrn Schröder für die Sielsache eine andere Fahne nimmt, hat er der "WITZ" verraten. - Vielleicht eine braune?

Und sonst? - Ach ja, der Herr Reporter mit der weltfremden Ehrlichkeit .... Was denkt er sich denn?
 
Nur weil sich der Banter Bade See in einen stinkenden Pudding verwandelt, muß man keine Leute erschrecken, wie das der Herr Giesers probiert und dabei behauptet, wir könnten mal alle die Badehose wieder einpacken.

Nicht mit uns!


Zitat: "Ausbaden
VON STEPHAN GIESERS
Pack die Badehose ein – in Wilhelmshaven wird kaum einer fröhlich mitsingen, wenn das bekannte Lied erklingt. Hier denkt man an Blaualgen, die zurzeit im Banter See vergammeln und am Wochenende zum Himmel stanken: Badeverbot seit Mittwoch! Am Südstrand wehte Sonntag wieder die rote Flagge, da die Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe nach Starkregen Mischwasser einleiten mussten: Badeverbot für 24 Stunden! Ausbaden müssen es die Rettungsschwimmer und Mitarbeiter der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH, die vor Ort unangenehme Fragen gestellt bekommen. Und die ehrlichen Antworten sprechen sich herum. Mit roten Flaggen und dem Absaugen von Algen ist es nicht getan. Wenn es offenbar keine finanzierbaren Konzepte gegen Mischwassereinleitungen und die Probleme des Banter Sees gibt, kann die Stadt ihre Badegäste auch gleich am Ortsschild nach Schillig und Hooksiel umleiten."
 
Hetzer!! ... zensurloser.
 
Uns "Hiesige" in die Fremde jagen? So weit kommt es ... eben nicht! Wir stehen alles durch, auch schwimmend! Wir tragen gelbe Schleifen und schießen uns, wenn nötig, die Handelswege frei, weil wir für Ruhe und Frieden sind und dafür, daß alles so schön bleibt, wie es nach dem Krieg war - dem ersten und dem zweiten.

Man sollte doch bitte positiv visionär bleiben als Heimatblatt und "die Kirche in Dorf lassen", Herr Giesers.
 
So!!

Aber meist fühlt man sich bei seinem Heimatblatt so richtig angstfrei und gut aufgehoben, wie auf den Arm genommen. Man erfährt nix böses und kann doch überall mitreden. Das ist schön und überfordert keinen ...
 
Und sonst? - Gibt's irgendwas Neues?

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner


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Kommentare

Wolf-Dietrich Hufenbach | Wilhelmshaven
Wer hat das schon, eine Weltzeitung, die täglich vorbetet, wo es für die Kommune langgehen soll, die genau das ausblendet, was man als Alternative für ein heruntergekommenes Oberzentrum bezeichnen könnte.

Die gute Stimmung für ein Milliardengrab [JadeWeserPort] darf nicht kippen, obwohl sie kippt und gerade Friesland macht es vor, wie man sich gegen arrogante politische und wirtschaftliche Interessen im Sinne einiger weniger durchsetzt.

Es ist schon hochgradig peinlich, wenn es kleine Gemeinden im Verbund schaffen, so etwas wie Erneuerbare Energien [Friesenbenergie] gegen die angeblich ganz Großen durchzusetzen - es ist, als würden gewohnte Hirarchieansichten ad absurdum geführt.

Die Makel, wie Fäkalieneinleitungen, Blaualgen, Kohlekraftwerke, horrende Haushaltsverschuldung, scheiternde Mördermilliarden-Projekte liegen in der Verantwortung der Politiker, die jahrzehntelang auf das falsche Pferd [bedingungslose Industriealisierung] gesetzt haben und nun trotz aller Warnzeichen [z. B. Klimawandel, Weltwirtschaftskrise ...] genau so weitermachen werden, wie gewohnt, obwohl die Kritik am kommunalen Leitmedium im Mix mit den Entscheidungen der Politprominenz immer lauter werden.

Es wird Zeit, dass auch die restlichen BürgerInnen aufstehen und sich erinnern, dass es ihr Wilhelmshaven ist, das da durch einige wenige Oberzentrumsentscheider geradezu hingerichtet wird - grünes Wilhelmshaven, das war einmal ...



Links:
12|07|10 Kacapulco
05|06|2010 Kanalnetz muss für Millionen saniert werden

...alles zu den Einleitungen unter:
FÄKALIEN-EINLEITUNG [NEU!]
Einleitungs Dokumentation WEB
08|05|09 Saison Open 2009

Videos:
04|06|08 DOKU: Fäkalienanomalien
02|06|08 Baden: Alte Bekannte
10|05|08 Saison Open 2008
09|08|07 RTL - Es stinkt zum Himmel
12|07|07 EXTRA 3 - Fäkalien
12|05|07 Saison Eröffnung - Menzel

Karikaturen:
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Fäkaliensong:
Ich gehe hier nicht baden!


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