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Bild: Grafik Bürgerportal Wilhelmshaven
   

Hier ist der Plan B
26|06|2013



Der neueste Schildbürgerstreich: Demnächst wird der Rathausturm abgebaut, weil man Sanierungsarbeiten auf den St. Nimmerleinstag verschob.

Unser aller oberster und besorgtester Umweltexperte -schützer und -dezernent, Dr. Jens Graul, rief die Wilhelmshavener Bevölkerung via WZ vom 11. Juni 2013 flehentlich dazu auf, Vorschläge, welche Wilhelmshaven im Klimaschutz weiter voranbrächten, in einem workshop zur Maßnahmenfindung zu erörtern. Kimaschutz solle nicht nur Sache von Experten sein, so habe sich Dr. Graul gegenüber der WZ geäußert.

Offensichtlich achten Herr Dr. Graul bzw. die Stadt Wilhelmshaven sehr genau darauf, bei welchen Projekten sie die Wilhelmshavener Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot holen wollen: Bei workshops eben. Was aber ist mit Großprojekten wie z.B. dem EON-Kohlekraftwerk oder dem JadeWeserPort? Wurden die Bürgerinnen und Bürger insoweit mit einbezogen in die Entscheidungen der Euromillionen- und milliardenprojekte?

Doch jetzt hat die Stadt Wilhelmshaven ein neues Projekt: Und zwar wieder mal ein Projekt >Abriss<, welches das Stimmungsklima in Wilhelmshaven deutlich verbessern würde.

Da braucht es nämlich keinen workshop, wenn im Wilhelmshavener Rathaus bereits darüber nachgedacht wird, den Rathausturm abzureißen, weil er marode sei, wie die WZ vom 2. Juni 2013 jüngst auf ihrer Titelseite unter dem Rubrum >Denkmalschutz für Erhalt des Rathausturms< berichtete. 

Das können sich doch eigentlich nur wieder die Wilhelmshavener Spezial-Sozialdemokraten kaiserlicher Prägung unter Führung des derzeitigen Oberbürgermeisters Andreas Wagner ausgedacht haben ... ???

Bereits am 23. Juli 1999 berichtete die Wilhelmshavener Zeitung folgendes:
>Nach den Ferien Gründung einer Gesellschaft zur Stadterneuerung / Sozialdemokraten: Alte Häuser in der Stadt abreißen / Neumann: „Ich stelle mir vor, dass man beispielsweise ganze Karrees auch in der Innenstadt schleifen kann ...“<

Da wird dann auch klar, warum sich Siegfried Neumann und dessen Wilhelmshavener Genossen zusammen mit ihrem damaligen Oberbürgermeister Eberhard Menzel schon nicht mehr sonderlich um den Erhalt der denkmalgeschützten Süd-Zentrale bemühten oder der alte Wilhelmshavener Bahnhof, der saniert und z.B. in eine Stahl- und Glaskonstruktion eingebunden zu einem neuen Bahnhofskomplex hätte umgestaltet werden können, statt dieser schon rein äußerlich eher unattraktiv wirkenden Nordsee-Passage den Vorzug zu geben. Aber die Genossen haben eben ein Faible für Neues und Revolutionäres ... 

Und so feierten die SPD-Helden unter den Wohlklängen des seit Jahrzehnten unermüdlich orgelnden August Desenz ihre Abrissfete des alten Bahnhofsgebäudes ...


Das Wilhelmshavener Hallenbad wurde abgerissen und eine neues an anderer Stelle neu gebaut. Heute zahlt der Wilhelmshavener deutlich drauf.

Nach dieser glanzvollen Erfahrung übten sie sich dann auch in der Abrissfete des Hallenbades an der Kieler Straße ...

Dagegen nicht gefeiert, ja geradezu peinlich verschwiegen[?] hatte die Stadt Wilhelmshaven das Verschwinden des ca. einen Meter hohen und vergoldeten Wahrzeichens der ehemaligen Einhorn-Apotheke in der Kieler Straße. Was hätte Herr Dr. Jens Graul, seines Zeichens nicht nur Umwelt- sondern sogar Kulturdezernent, gegen einen derartigen Frevel denn auch tun können? Heute wirkt das Gebäude als dem Verfall preisgegeben ...    

Wenigstens die Kaiser-Wilhelm-Brücke konnte die Stadt Wilhelmshaven durch Beschluss der Sanierung noch rechtzeitig vor weiterem Rost und Verfall retten ... man muss die Stadt ja auch mal loben dürfen ...

Was aber bitte soll als Ersatz für den Rathausturm errichtet werden, wenn überhaupt? Vielleicht ein hölzerner Turm, in dem ein Planungsbüro provisorisch eingerichtet wird, in welchem der Abtransport der Klinkersteine des abgerissenen Höger-Turms koordiniert würde? Ein extra zum JadeWeserPort verlegtes Schienengleis könnte insoweit die Richtung durch den Mühlenweg, die Gökerstraße, Freiligrathstraße, Preußenstraße hindurch aufzeigen ...


Nix los am Milliardengrab JadeWeserPort. Das soll sich bald ändern ... gähn!

Würde auch Sinn machen, denn dann wäre endlich mal was los am Port, die Klinker würden in Schiffscontainer verladen und Nordfrost-Chef Horst Bartels würde sich auf dem gähnendleeren Areal nicht mehr so einsam fühlen und nicht immer nur Reisepläne gen China schmieden wollen ... Klinker beleben das Geschäft ...

Da herrscht dann wieder eitel Sonnenschein und der Erlös der Klinker würde bestimmt die derzeit 270 Millionen städtischen Euroschulden tilgen können, da wäre dann auch der Verkauf des damaligen Tafelsilbers, nämlich der JADE-Wohnungsbaugesellschaft, verziehen ... wen interessiert es denn heute noch, dass die JADE GmbH im Jahr 2006 bereits zum dritten Mal verkauft wurde ... aber das nennt man vermutlich Wirtschaftsförderung ...

Wirtschaftsförderung? Bereits im Jahr 1999 soll es eine Abstimmung gegeben haben, in der das Aufsichtsgremium der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wilhelmshaven / Friesland beschloss, die bislang noch im Vertrag des seinerzeit Ersten Stadtrates Wolfgang Frank enthaltene zeitliche Begrenzung seiner Geschäftsführertätigkeit herauszunehmen ... diesem Vorschlag sollen alle Teilnehmer an dem Verfahren ihre Zustimmung gegeben haben ... Aus Kreisen der Wirtschaft sei zu erfahren gewesen, dass man an Frank appellieren werde, er möge sich als Erster Stadtrat im Rathaus vor allem auf den Haushalt und die Finanzen konzentrieren ... das war jedenfalls in der WZ vom 23. Oktober 1999 zu lesen ...

Jahre später, nachdem Wolfgang Frank als zeitlich unbegrenzter Geschäftsführer das Zeitliche gesegnet hatte, staunten alle über dessen wirtschaftsgeförderte geniale Verschachtelungen der Haushalte und Finanzen jener städtischen eigenbetrieblichen Gesellschaftsbeteiligungen ...   


Dr. Jens Graul: schon viel zu lange Umwelt und Kulturdezernent Wilhelmshavens.

Läuft doch alles prima mit dem Klima in WHV ... auch mit den Einleitungen ... das Jadewasser am Südstrand wird ja bald so sauber, dass man von Trinkwasserqualität sprechen kann ... müsste nur noch eine Entsalzungsanlage installiert werden ... und natürlich ein Sperrwerk, das die in naher Zukunft am Heppenser Siel in die Jadefluten gepumpten Fäkalien vom Eindringen in das frisch gezapfte Südstrand-Trinkwasser abhält ... einfach großartig, dieser visionäre Ansatz zur stimmungsaufhellenden Klimaverbesserung in Wilhelmshaven ... ja, unser Umwelt-, Klima- und Gesundheitsdezernent ist schon ein ganz Schlauer ...


"Wer wagnert gewinnt" ... Pustekuchen - "Wer wagnert gewinnt höchstens an Erfahrung!"

Und mit dem Erlös des Trinkwasserverkaufs könnte dann auch ein neuer, noch höherer und noch schönerer Rathausturm gebaut werden ... Architekt Höger würde im Grabe vor Neid erblassen ... wer wagnert, der gewinnt mit Sicherheit ...

Allerdings müsste dann für den weggefallenen Badesüdstrand wegen der Trinkwassergewinnung eine Ausgleichsfläche geschaffen werden, aber wo? Am JadeWeserPort, wenn die dortige Kaimauer vor lauter Schosssprengungen so marode geworden ist, dass das kritische Wort Abriss hier in Wilhelmshaven zum Unwort erklärt und wohl unter Strafandrohung verboten würde ... ???

Also: Alles easy in Wilhelmshaven ...



Hans-Günter Osterkamp

P.S.:


Auf diesem Foto ist das Wilhelmshavener Rathaus noch mit Turm zu sehen.

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