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Kapitalismus und Demokratie – beides zusammen geht nicht
01|10|2011



Hier werden demokratische Beschlüsse entworfen, frisiert und dann schräg gegenüber als Gewissensentscheidung verkauft!

Irgendwann müssen die Bürger sich entscheiden: wollen sie weiter zulassen, daß einige wenige Konzernchefs und „Kapital“interessen über ihr Schicksal entscheiden, oder ob sie ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen wollen, z.B. in Form einer lebendig und fair gelebten Demokratie, wie die BRD sie eigentlich seit 1948 bestens ausprobiert hat, in der Zukunft allerdings dann ausgestattet mit besseren Schutzmaßnahmen gegen Mißbrauch und Aushebelung der grundgesetzlich garantierten Instrumente.

Ein privat-wirtschaftlich geführtes Unternehmen, Hauptagierender in einem kapitalistischen System, wie es praktisch über die gesamte westliche Hemisphere existiert, hat nur EIN Ziel:
Gewinn-Maximierung.

Das bestreitet auch niemand aus der Wirtschaftswissenschaft.

Ein Beispiel:
Im Amazonas-Gebiet in Bolivien plant der erste indigene Präsident Boliviens Evo Morales „im Auftrag“ von multi-nationalen Konzernen eine Autostraße quer durch das wertvollste Naturschutzgebiet des Landes und zugleich Lebensraum für noch lebende indigene Stämme der Urbevölkerung.


Was interessiert daran die multi-nationalen Konzerne?

Sie wollen ihr eingesetztes Kapital gut „verzinsen“. D.h. sie wollen – ohne eigene Arbeit - „ihr“ Geld arbeiten lassen, so daß sie selbst weiterhin wie im Schlaraffenland leben können, wo die Trauben immer von alleine nachwachsen. Viele ganz normale Bürger sehnen sich auch nach einem solchen Leben wie im Märchenfilm. Verständlich.

Wir haben nur ein Problem:
die Erde ist rund und hat nur soundsoviel „Ressourcen“, d.h. durch die Topographie und die stofflichen Bedingungen auf der Erde ist von vornherein immer weiter wachsenden Konsumbedürfnissen und Expansionsbestrebungen ihrer Bewohner, von denen allein die Menschen versuchen, „über ihre Verhältnisse“ zu leben, begrenzt. Begrenzt. Das ist ein hartes Wort für Märchenprinzen und -prinzessinen.


„Freie Fahrt für freie Bürger“, lautete das Totschlagargument der Auto-Lobbyisten seit den 70er Jahren, mit denen jegliche Versuche, den über unsere natürlichen Grenzen gehenden Autoverkehr auf ein „menschliches Maß“ zu reduzieren, bekämpft wurden. Stets erfolgreich. Wir haben immer noch kein Tempolimit. Trotz Tausender Toter jährlich. Denn welchem Autonarr gefällt es nicht, einfach so mal durch die Landschaft zu brettern und die schöne Aussicht und das persönliche Machtgefühl über den metallenen Untersatz zu genießen.

Durch das Amazonas-Gebiet soll jetzt auch solch eine Straße gebaut werden.

Arbeitsplätze für Hochtief, könnte man jetzt aus deutscher Sicht sofort verständnisvoll einflechten.

Auf dem Grabstein der Erde wird einmal stehen:
„Aber wir haben bei der Vernichtung des schönen blauen Planeten 23,5 Arbeitsplätze geschaffen!“


Bei avaaz.org kann man übrigens die Verrücktheit begehen, eine Gegenmeinung zu „Freie Fahrt für LKWs durch den Regenwald und die Vorzelte der Indianer“ einzunehmen und einen Appell unterzeichen. Im Moment haben dies schon 254.595 Einzelpersonen getan. [Vor zehn Minuten waren es noch 250.000]. Sie können ja mal bloß neugierig schauen, wieviel es jetzt beim Lesen dieses Artikels schon sind.

Am Beispiel der Amazonas-Autobahn wird besonders plastisch deutlich, daß man nicht zwischen allem und jedem Kompromisse schließen kann. Es gibt keinen ökologisch verträglichen Raubtierkapitalismus. Man muß sich entscheiden, was einem auf Dauer wichtiger ist: Auf Dauer auch weiterleben zu können, und unsere Kinder auch. Oder jetzt einmal noch für einen Moment so richtig Spaß haben, und das wars dann.

Die Mehrheit der Abgeordneten scheint im Moment mehr der Spaßvariante zugeneigt zu sein. Gestern knallten bestimmt wieder einige Sektkorken in schwer bewachten Milliardärsvillen, nachdem unsere Bundeskanzlerin noch mal so eben 400 Milliarden Euro deutscher nicht vorhandener Steuergelder für deren Fehlspekulationen und drohender GEWINNEINBRÜCHE [nicht existenzbedrohend] zur Verfügung gestellt hat und dafür mal eben den bewährten deutschen Parlamentarismus gleich mit über Bord gekippt hat [Mega-Milliarden-Regenschirm-Rettungsaktion EFDS genannt].

Entweder die Demokratie zügelt und diszipliniert den Kapitalismus oder der Kapitalismus frißt die Demokratie auf.

Um diese beiden Varianten geht es. Um nichts anderes.

Wer meint, daß wir trotz Kugeleigenschaft des Planeten endlos wirtschaftlich weiter wachsen können, der wird dazu neigen, die zweite Variante zu wählen. Es ist im Moment auf jeden Fall die überwiegendste Mehrheit der deutschen Bundestagsabgeordneten.

Wer die Wachstumsideologie aufgeben will, muß sich auf harten Gegenwind gefaßt machen: „Willst Du wohl in die Steinzeit zurück?“, „Du glaubst wohl, der Strom kommt aus der Steckdose?“, „Willst Du etwa Deinen Arbeitsplatz verlieren?“. Die Liste der ewig gleich blöd bleibenden Allgemeinplätze läßt sich beliebig fortführen. Wo ein Wille ist [ein unbegrenzter Hunger nach immer mehr und noch mehr, besinnungsloses Weiterwachsen eben], ist auch ein dazu passendes Argument.

Krebszellen wachsen übrigens auch unbegrenzt. Zumindest solange, bis ihre Wohnung daran stirbt.

Heidi Berg


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Kommentare

Janto Just | Schortens
„Vor dem Kapitalismus hat es überhaupt keine Demokratie gegeben und im Kapitalismus gibt es die, die zu ihm passt: die repräsentative, bei der leidlich sicher gestellt ist, dass das Volk nichts zu sagen hat. Über mehr als seine Vertreter hat das Volk nicht zu entscheiden und die Auswahl ist auch schon stark gefiltert. Resultat ist, dass im Bundestag so gut wie niemand gegen den Bankenrettungsschirm gestimmt hat. Mit anderen Wahlentscheidungen wird es nicht getan sein, da ist mehr Bewegung und ständiges Engagement nötig.“


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