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Bahn - Lärmschutz nur für wenige Anwohner
02|11|2010



Wer das Geräusch eines Güterzug kennt, der weiß, wovon man Alpträume bekommen kann!

Nach fast 20 Jahren ist der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Wilhelmshaven Oldenburg wieder einmal in trockenen Tüchern.

Das Bundesverkehrsministerium soll nun 150 Mio. Euro für das Projekt – Gesamtkosten über 500 Mio. Euro - zur Verfügung gestellt haben. Sagt man!

Sicher ist das aber noch lange nicht. Wie oft diese Gelder in den letzten 20 Jahren angeblich schon zur Verfügung standen, kann heute wohl keiner mehr sagen. Und ob am 12.11.2010 tatsächlich die Unterschrift des Bundesverkehrsministers unter der Zusage zu finden ist, bleibt abzuwarten.

Aber selbst wenn diese Gelder tatsächlich genehmigt werden, reicht das Geld bei Weitem nicht aus, um alle versprochenen Maßnahmen tatsächlich auch umzusetzen.

Aus diesem Grund ist die Elektrifizierung schon einmal gestrichen/verschoben. Diese Entscheidung ist aber nicht tragisch, da es ohnehin weder vom JadeWeserPort, noch von den Kohlehalden möglich ist, mit E-Loks auf die Strecke zu kommen.

Was bleibt, ist der Ausbau der noch eingleisigen Teilstücke der Hauptstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg auf Zweigleisigkeit.

Und auch der Lärmschutz für die Bürger, der ja laut der zurückliegenden Presseberichte für alle Anwohner der gesamten Strecke gebaut werden sollte, kommt nicht.

Lärmschutz wird nur da gebaut, wo auch die Strecke verändert wird. Das heißt, nur da, wo heute nur ein Gleis liegt, bekommen Bürger vielleicht auch einen Lärmschutz. An allen anderen Streckenabschnitten ist ein Lärmschutz nicht geplant.

Sicher ist, dass nur für die bisher eingleisigen Streckenabschnitte Baugenehmigungen beantragt sind. Und nur in solchen Anträgen kann auch der Lärmschutz beantragt, von den Bürgern eingefordert, und genehmigt werden.

Das mit den 3 momentan laufenden Verfahren zum Ausbau der Bahnstrecke natürlich immer nur über die Hauptstrecke von Oldenburg bis zum Hauptbahnhof Wilhelmshaven gesprochen wird, dürfte wohl jedem Bürger im Raum Sande/Wilhelmshaven mittlerweile bekannt sein. Wie täglich die 46 Containerzüge und die 18 Kohlezüge jedoch überhaupt von den Wilhelmshavener Grodenflächen bis zum Hauptbahnhof Sande kommen sollen, darüber schweigt man sich seit einiger Zeit wieder einmal aus.

Es gibt zwar einen schönen Plan, die Ortschaft Sande mit einer Umgehungsstrecke zu versehen, aber das ist bisher nur ein Blatt Papier, auf dem man die Möglichkeit einer solchen Umgehungsstrecke eingezeichnet hat. Hierzu gibt es weder einen Genehmigungsantrag, noch irgendeine Zusage für die Kosten.

2012 soll der JadeWeserPort in Betrie gehen und schon im ersten Jahr rund 600.000 TEU Umschlag erbringen. Der Erhöhung des Kohleumschlages steht auch nichts mehr im Wege.

Ab 2012 rollen also, wenn die Inbetriebnahme des JWP nicht doch noch wieder verschoben wird, täglich 18 Kohlezüge und erst einmal mindestens 10 Containerzüge Mitten durch Sande.

Alles wird gut?

Nein!

Man wird nicht einmal den zweigleisigen Ausbau der Hauptstrecke einiger Maßen rechtzeitig fertig gestellt bekommen.

Die DB ProjektBau rechnet mit dem Planfeststellungsbeschluss Mitte 2011 und möchte dann natürlich auch gleich mit dem Bau beginnen. Das geht aber nur dann, wenn schon in diesem Winter das Baufeld frei gemacht wird, was heißt, schon alle im Wege stehenden Bäume gefällt werden. Eigentlich werden auch diese Maßnahmen im Planfeststellungsbeschluss genehmigt.

Die Planer brauchen also eine Vorabgenehmigung für diese Maßnahmen. Die steht aber in den Sternen, weil wohl auch die Unteren Naturschutzbehörden erhebliche Bauchschmerzen mit solchen Vorabgenehmigungen haben werden, und die Umweltverbände derartigen Maßnahmen sicherlich auch nicht so einfach zustimmen werden.

Aus der Erfahrung der letzten Jahre, dass immer wieder erhebliche Natureingriffe im Vorfeld einer Maßnahme durchgeführt wurden, und das eigentliche Projekt dann aber doch niemals ausgeführt wurde, wird eine Genehmigung der Baufeldfreimachung vielleicht nicht erteilt werden.

Damit könnte die Bahn mit dem Ausbau der Stecke erst nach dem Winter 2011/12 beginnen und wird damit dann wohl frühestens im Jahr 2015 die Zweigleisigkeit abgearbeitet haben.

Das ganze Bahnchaos war aber schon vor vielen Jahren absehbar.

Weder bei den Planungen zum JadeWeserPort, noch bei der Planung zur Erweiterung des Kohleumschlages haben die Planer hier mit offenen Karten gespielt. In beiden Fällen behaupteten die Planer, dass die Bahnstrecke ohne jeglichen Ausbau alle Verkehre problemlos aufnehmen kann. Selbst für den Engpass in Sande wurde bestätigt, dass die Strecke die 46 Containerzüge und die 18 Kohlezüge aufnehmen kann.

Der Grund für dieses Verhalten lag schon damals auf der Hand. Mit aller Macht sollte verhindert werden, dass für diese Projekte tatsächlich ermittelt wird, ob die Verkehre tatsächlich von der Bahnstrecke aufgenommen werden können. Mit diesem Trick konnten die Planer verhindern, dass in ihre Verfahren auch nötige Ausbauten an der Bahnlinie mitbetrachtet werden müssen, und die Bürger an der Bahnlinie schon hier Ansprüche – auch auf Lärmschutz - stellen konnten.

Eigentlich muss man einen Containerhafen im Genehmigungsverfahren als Verkehrsknotenpunkt betrachten und genehmigen. Hierzu gehört auch die Betrachtung, ob die ausgelösten Verkehre problemlos auf den vorhandenen Verkehrsträgern abgeführt werden können. Hätten die Antragsteller, in beiden Fällen das Land Niedersachsen, hier mit ihrer Salamitaktik nicht dafür gesorgt, dass die Hinterlandanbindung in den Verfahren nicht betrachtet wird, würde schon heute die Ortsumgehung Sande fertig gestellt sein und an der gesamten Bahnstrecke schon längst der Lärmschutz gebaut. Selbst in Oldenburg, was bisher noch gar nicht richtig auf dem Plan steht, gebe es keine Probleme.

Glauben sie gern, was sie wollen. Ich glaube an eine Ortsumgehung Sande erst dann, wenn die Genehmigung erteilt wurde, die Finanzierung unterschreiben ist und die Baumaschinen angerückt sind.

An einen Lärmschutz, der alle Bahnanlieger an der gesamten Strecke ausreichend vor dem unendlichen Krach schützt, glaube ich auf keinen Fall.

Da bringen wir den Zügen der Bahn eher das Fliegen bei.


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Gerold Tholen, Joachim Ender, Barbara-Oberbloibaum, Joachim Tjaden, Claus Westerman
Gruppe: BASU | OBER-BLOIBAUM | THOLEN | WESTERMAN


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