Bild: GRUPPO635.com | hufenbach






UMZU













VERMISCHTES






WETTER



Mixt "NGO´s"















PARTEIEN



Bild: GRUPPO635.com | hufenbach





Bild: GRUPPO635.com | hufenbach
   

Der Fluch der bösen Tat [Verrat der sozialen Idee 1998]
07|04|2012



Es war einmal ...

Warum haben 1998 viele Wähler ihre Hoffnung in die neue rot-grüne Regierung gesetzt? Was waren ihre Hoffnungen?

Sie alle sehnten sich nach einem Ende der bereits 16-jährigen Amtszeit Helmut Kohls. Damit nicht so schnell die Schwarzen wieder an die Macht kommen, war man auch mit solch einer charismatischen Figur wie Gerhard Schröder an der Spitze einverstanden.

Welch ein fataler Fehler! Der Mann war gar nicht von ihnen. Der hatte sich nur in den Pelz der Sozis gesetzt, um seine persönlichen Machtambitionen verwirklichen zu können. Und die setzte er um in dem Moment, als er die Macht in seinen Händen hielt.

Zuerst ließ er sich einen Maßschneider für seine Anzüge kommen. Und trat bei Wetten daß auf.

Dann machte er den Türsteher-Schläger-Typen Bodo Hombach zu seinem Kanzleramtschef. Der Mann fürs Grobe. Der hatte erst mal dafür zu sorgen, daß der Lafontaine wieder aus dem Ministerkabinett verschwindet. Durch Politik und Informationen an Lafontaine vorbei und gezielte Intrigen. Lafontaine gab irgendwann entnervt auf. Leider ohne die Gründe dafür offen zu legen. Das sollte man ihm bis heute übel nehmen. Dem Urheber der Intrige, Gerhard Schröder, trägt man allerdings nichts nach. Bis heute.

Obwohl er die soziale Idee an die Industrie-Kapitäne verriet.

Der andere Helfer Schröders war dann General Müntefering. Der hatte Kontakt zur Basis und sollte diesen die neuen Gedanken vom Sozialabbau nahe bringen. Machte der. Mit vollem Erfolg. Bis auf die zahlreichen Parteiaustritte enttäuschter Sozialdemokraten.

Frank-Walter Steinmeier arbeitete dann die Einzelheiten des Anti-Sozial-Paktes „Agenda 2010“ aus.

Es folgten Stimmenverluste im zweistelligen Prozentbereich bei den Sozialdemokraten. Die Mitgliederzahl halbierte sich. Kein Grund für die verbliebenen Funktionäre an der „Richtigkeit“ der Agenda zu zweifeln. Ganz im Gegenteil. Basta! Die Politik Münteferings und Schröders ging als „Basta-Politik“ in die Geschichte ein. Durchregieren von oben nach unten. Kein sozialdemokratischer Stil eigentlich. Aber man wollte wohl mithalten mit den pechschwarzen „Geschlossenheits“-Predigern der C-Parteien. Denn die hatten ja so lange Erfolg gehabt in der Bundesrepublik. Ihnen wollte man in nichts mehr nachstehen. Auch nicht in „Wirtschaftskompetenz“. Und denen ist es ja auch nicht peinlich, Reichtum zu zeigen. Wonach sich so manche SPD-Funktionäre heimlich sehnen. Wenn sie denn auch so viel Wohlstand hätten.

Ich kenne keinen einzigen CDU-Wähler, der nach dem Rechtsruck der SPD zu deren Wahlurnen gewechselt wäre. Auch das Märchen von den sogenannten „Wechselwählern“ kann nicht stimmen, die man anvisiert hatte, denn die Wahlbeteiligung in der linken Wählerschaft sank so weit, daß die linken Parteien bei der letzten Bundestagswahl nicht einmal mehr eine rechnerische Mehrheit hatten, nicht einmal unter Einbeziehung der Stimmen der Linken. Wegen Nichtwähler-Massen im linken Bereich.

Trotzdem änderte sich die Strategie der SPD-Oberen nicht. Sie wurde sogar immer absurder. Sie verzichten inzwischen auf den Griff nach der Macht. Ob es im Saarland jetzt war, wo sie mit der Links-Partei eine satte Mehrheit gehabt hätten, ob in Thüringen, Berlin oder anderen Bundesländern. Und natürlich im Bund. Überall das gleiche Bild: Man nickt Merkels Politik ab, die vom politischen Gegner. Obwohl man doch eigentlich Opposition ist.

Sind die alle gekauft? Oder im Hirn völlig vernebelt?

Auf jeden Fall haben sie alle vollständig vergessen, durch welche Partei und welche Tradition und Wählerschaft diese Funktionäre ihre Positionen erhalten haben.

In Wilhelmshaven hätte ein gemeinsamer OB-Kandidat des linken Lagers eine satte Mehrheit eingefahren. Auch im Rat der Stadt besteht eine linke Mehrheit. Regieren tut aber die Minderheit, die CDU.

Die SPD-Stadträte melden sich überhaupt nicht mehr in der Öffentlichkeit zu Wort. Als seien sie einer Geheimloge beigetreten. Der CDU-OB-Wagner-Geheimloge.

Demokratie?

Repräsentative Demokratie?

Wir haben in Wilhelmshaven bereits das Vorspiel, auf was wir uns überall freuen können. Im Bund und in der EU. Das Sagen hat die Minderheit der Wirtschaftsführer. Demokratische Verfahren und Rechte werden abgebaut. Eines nach dem anderen. Und die Bürger merken es teilweise nicht einmal, oder wissen nicht was sie tun sollen. Sie fühlen sich schwach und ohnmächtig, gegenüber so geballter Zielstrebigkeit der Manipulatoren der Macht.

Ein Argument, was dann immer gerne von SPD-Funktionären angebracht wird, wenn das Thema Agenda 2010 und Stimmen- und Mitgliederverluste der SPD ausnahmsweise mal auftaucht:

Man kann doch sich nicht jetzt gegen das stellen, was man mal vor zehn Jahren so beschlossen hat!

Ja, und warum nicht?

Die CDU hat nicht solche Profilneurosen, wenn sie mal einen inhaltlichen Schwenk vollführt. Aber die SPD-Leute meinen, das gehöre zum guten Ton. Sie merken gar nicht, wie sie den Propaganda-Scharfmachern aus dem Feindeslager auf den Leim gegangen sind. Frau Ypsilanti mußte damals angeblich auch genau aus dem Grund ihre erlangte Wahlmacht wieder hergeben. Weil sie ja irgendeinem Journalisten gesagt hatte, sie würde mit der Links-Partei keine Koalition in Hessen eingehen. In Wirklichkeit spielten knallharte Energie-Lobby-Interessen eine Rolle. Es durfte kein Bundesland mit regenerativen Energien Erfolg haben, das mußte verhindert werden.

Ja, habt Ihr denn alle im linken Lager Euren Machtinstinkt verloren?

Demokratie ordnet den Abgleich unterschiedlichster Interessen in einer Gemeinschaft.
Was aber passiert, wenn die gewählten Vertreter einer Interessensgruppe, hier der Arbeiter-, Arbeitslosen und Schwächeren-Schicht, die Interessen ihrer eigenen Gruppe verraten?

Mit diesem Problem schlägt sich die SPD herum. Und tut so, als wäre nichts.

Verrat an der eigenen Klientel ist schlimm. Fehlende Einsicht in diesen Verrat auch noch zehn Jahre nach dem Kurswechsel Gerhard Schröders in Richtung neoliberale Wirtschaftspolitik ist noch schlimmer. Die SPD gräbt die Grube für die Demokratie und die Grundrechte. Wer hätte das vor 30 Jahren noch gedacht! Und dann wundern sich die SPD-Oberen, daß lauter neue linke Parteien neben ihnen entstehen, aus ihrem Wählerpotential. Und diese Neuen werden dann auch noch beschimpft. Primitiver und dümmer geht’s nimmer.

Heidi Berg

Sie möchten diesen Artikel kommentieren? - Kein Problem:
Hier klicken, Artikelstichwort angeben
und Kommentar über das Kontaktformular an die Redaktion senden!
Vielen Dank!

Kommentare

anonym
Ein gelunger Artikel zur Wahrheit. Dieser Sachverhalt sollte den Bürgern vor der nächsten Landstagswahl Niedersachsen (20-01-2013) und der nächsten Bundestagswahl (09/2013) immer wieder vor Augen geführt werden.


Startseite/Aktuell | Kontakt | Links | Termine | Impressum | Karikaturen |
Fiktive Interviews| Schicken Sie uns Ihre Leserbriefe | Archiv | Spenden |
Leserbriefe | Newsletter |

Wilhelmshavener Momente

Bild: GRUPPO635.com | hufenbach

Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



Wenn Sie auch ihre ganz persönlichen Momente auf dem Bürgerportal Wilhelmshaven veröffentlichen möchten, senden Sie ihre Bilder an:
redaktion@buerger-whv.de
Vielen Dank!

Archiv:
Archiv | Wilhelmshavener Momente
nach oben