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Lügen haben kurze Beine, manchmal auch krumme
03|09|2014



Im Schatten des aufgebauten Russland Feindbildes tobt ein ganz besonderer Krieg.

Vor achtzig Journalisten der luxemburgischen Presse hatte der Premierminister und Vorsitzende der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker auf einem Neujahrsempfang die versammelten Journalisten aufgefordert, sich mit dem Jahr 1913 zu beschäftigen, dem Jahr vor dem ersten Weltkrieg. Laut RTL Luxemburg warnte der Premier: "Das Jahr 2013 könnte ein Vorkriegsjahr werden, wie das Jahr 1913, wo alle Menschen an Frieden glaubten, bevor der Krieg kam."

So etwas sagt man doch nicht leichtfertig. Juncker weiß, was so im Geheimen vor sich geht.

Der Mann, der wegen der Geheimdienstaffäre, die als Bombenlegeraffäre bekannt wurde, als Luxemburgischer Premierminister zurücktreten mußte, weil er die Verantwortung für die "unkontrollierten" Geheimdienstoperationen hatte weiß, was hinter der Oberfläche ist.

Diese sogenannten Stay-Behind-Aktionen der Geheimdienste, bei denen gemordet und gebombt wird um es unliebsamen Gruppierungen in die Schuhe zu schieben und um ein gewünschtes öffentliches Meinungsbild herzustellen, quasi als eigenstaatliche Terrorzelle, gibt es scheinbar in allen Ländern. In Italien war es die Geheimarmee "Gladio", die das linke Parteienspektrum schwächen sollte - bei einem Bombenanschlag in Bologna gab es 85 Tote - und in Deutschland wurden solche Aktivitäten bekannt durch das "Celler Loch" unter Ernst Albrecht [CDU]. Erst 1986 kam heraus, nicht linksradikale Terroristen waren für den Anschlag verantwortlich, sondern der Verfassungsschutz und die GSG 9.

War es in der Ukraine der "Rechte Sektor"?

1990 veröffentlichte die Bundesregierung einen "Stay-behind-Bericht" aus dem hervor geht, daß die Aufgaben, die in der Verantwortung der nationalen Geheimdienste lagen, seit 1954 unter der Führung des militärischen Hauptquartiers der NATO, dem sogenannte SHAPE, stehen.

SHAPE ist das oberste Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Europa. Das Kommando hier hat grundsätzlich ein amerikanischer General oder Admiral.​

Der "Rechte Sektor" geführt von der Nato?

Zu wem die ausgebildeten Scharfschützen gehörten, die auf dem Maidan in Kiew den Menschen in die Köpfe schossen, weiß man noch nicht. Auch noch nicht, wer da für wessen Interessen die Menschen aufeinander hetzte. - Stay-behind?

"Wenn es ernst wird, muss man lügen", sagte der Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker 2013 auf einer Abendveranstaltung in Brüssel.

Anfang August hat Ungarn rund fünfzig ausrangierte russische Panzer an Tschechien verkauft, die aber dort nie angekommen sind. Heute meldet die Ukraine den Einfall eines russischen Panzerbatallions. ... Ein paar russische Hoheitszeichen sind schnell aufgepinselt, wenn nötig. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Und das Putschregime in Kiew hat besonders kurze Beine.

Wenn man die Berichterstattung über den Bürgerkrieg in der Ukraine verfolgt ist es sehr ernst und es wird ununterbrochen gelogen. Die vielen kriegerischen Wortmeldungen aus den EU-Staaten, voran die Polen, die dafür gerade belohnt werden - der polnische Ministerpräsident Donald Tusk wird neuer EU-Ratspräsident, sogar ohne Englischkenntnisse - und auch die großen Blätter der deutschen Presselandschaft sind sich unkritisch einig darin, wer und was die Schuld trägt an dem, was in der Ukraine vorgeht. Allenthalben Kriegshetze gegen Rußland und unseren neuen Staatsfeind Nr. 1, Putin. Vom SPIEGEL über die SÜDDEUTSCHE bis [natürlich] zur BILD eine Meinung. Die kleineren Zeitungen schreiben die Parolen willig ab und zündeln mit. Entgegen aller bekannten Tatsachen. Und dazu immer wieder der unsägliche Rasmussen, der Natosekretär.

"Wenn es ernst wird, muss man lügen". Das Sommerloch könnte grausig und bodenlos werden.
 
Und auch die Bundesregierung gebärdet sich, als käme sie gerade frisch aus einem NATO-Seminar und kraftmeiert gen Rußland und Frau Merkel verschärft noch einmal die Sanktionen, die als Boomerang hauptsächlich die EU treffen. Hat sie überhaupt was zu sagen? Oder ist sie Erfüllungsgehilfin?

Am 8. September 2009 war in der ZEIT ein Artikel von Egon Bahr, dem engsten Vertrauten von Bundeskanzler Willy Brandt, unter dem Titel: Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis.

Und Bahr berichtet:
Kurz nach seiner Vereidigung als Bundeskanzler legt ihm ein hoher Beamter drei Briefe vor, die er zu unterschreiben habe. Die Briefe sind  jeweils an die Botschafter der drei Mächte – der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Großbritanniens – in ihrer Eigenschaft als Hohe Kommissare gerichtet, als Inhaber der unkündbaren Siegerrechte für Deutschland als Ganzes.

Zitat: "… Brandt war empört, dass man von ihm verlangte, »einen solchen Unterwerfungsbrief« zu unterschreiben. Schließlich sei er zum Bundeskanzler gewählt und seinem Amtseid verpflichtet. Die Botschafter könnten ihn wohl kaum absetzen! Da musste er sich belehren lassen." - Alle Kanzler vorher hatten unterschrieben - Und er schloss, sagt Bahr: »Also habe ich auch unterschrieben« – und hat nie wieder davon gesprochen."
[Quelle: zeit.de |  DIE ZEIT Nº 21/2009]

Hat Angela Merkel auch unterschrieben? Ist das alles gar nicht so freiwillig, was sie in Richtung Putin vielleicht tönen muß?

Möglicherweise ist es mit den Sanktionen gegen Rußland auch so, wie Jean-Claude Juncker es für das Nähkästchen der EU-Beschlüsse beschrieb:
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

Möglich ist aber auch, daß die vereinigten Kämpen gegen Putin nur den Schuß noch nicht gehört haben. Auch die weitgehend einheitlich meinungsfreie Presse stellt sich taub, obwohl der Knaller unüberhörbar ist. - "Stay-behind"? Wird auch die Presse zum Schattenkrieger der Nato?

US-Think-Tank: Krise in der Ukraine ist die Schuld des Westens"
Zitat: "Das Council on Foreign Relations sieht die Hauptschuld für die Eskalation in der Ukraine beim Westen. Die Einkreisung Russlands durch die NATO, die Expansion der EU und der - durch den Westen finanzierte Umsturz in Kiew hätten die Krise ausgelöst. Die ständigen Schuldzuweisungen an Putin seien deshalb falsch." … "Die ständige Schuldzuweisung an Russlands Präsident Putin sei unbegründet und falsch. Vielmehr seien die USA und die EU für die derzeitige Lage verantwortlich."
[Quelle: deutsche-mittelstands-nachrichten.de | 31|08-2014]

Das Council on Foreign Relations [CFR] veröffentlicht das in der eigens herausgegebenen Fachzeitung Foreign Affairs, die als wichtigste Publikation für Außenpolitik weltweit gilt.

Von allen 6545 Think Tanks, die weltweit um Einfluss konkurrieren, rangiert der CFR im Jahr 2011 auf Platz vier. Es lohnt der Blick auf Wikipedia, wenn man sich von der dort versammelten weltweit elitären Machtkonzentration erschüttern lassen möchte. Und man kann es fast nicht glauben, daß aus dieser Richtung gesagt wird: Die Krise in der Ukraine ist die Schuld des Westens und nicht des bösen Putin.​

Bei einer Rede vor dem CFR sagte 2009 die damalige Außenministerin Hillary Clinton:
"Wir erhalten viel Rat vom Council, das bedeutet also, dass ich nicht so weit gehen muss, um gesagt zu bekommen, was wir machen sollen und wie wir über die Zukunft denken sollen."

Hält man heute nicht mehr so viel von diesem Rat? Heißt es jetzt nach Victoria Nuland "fuck the EU"?

Auch der Internationale Währungsfond [IWF] macht Druck auf die Ukraine. Wie der amerikanische Sender CNBC berichtet, macht der IWF die Auszahlung weiterer Kredite abhängig von einem erfolgreichen Militäreinsatz in der Ost-Ukraine. Ein möglicher Waffenstillstand ist nicht im Sinne des IWF. Das bankrotte Land ist angewiesen auf die Milliardenkredite des Währungsfonds, also wird gekämpft. Und dabei wird im Hintergrund pausenlos gerechnet, es geht ja um Werte und nicht um Menschenleben. Als ehemaliger Banker ist der ukrainische Premierminister Jazenjuk zudem der perfekte Kandidat für den IWF.

Für den amerikanischen Politikwissenschaftler Mearsheimer führen die aktuellen Forderungen der EU und der NATO unweigerlich zur Eskalation. Er sieht In seinem Artikel in Foreign Affairs nur einen Ausweg:
Zitat: "Die USA und ihre europäischen Verbündeten stehen jetzt vor einer Entscheidung in der Ukraine. Sie können ihre derzeitige Politik fortführen, was die Feindschaft zu Russland verschärft und die Ukraine dabei verwüstet – ein Szenario, bei dem alle verlieren. Oder sie können den Gang wechseln und daran arbeiten, eine blühende aber neutrale Ukraine zu schaffen, ein Land, das Russland nicht bedroht und dem Westen gestattet, seine Beziehungen zu Russland zu reparieren. Bei diesem Ansatz würden alle Seiten gewinnen."

Leider hat noch keiner dementsprechend Herrn Gauck informiert. Der erzählt weiterhin, daß Rußland die europäische Partnerschaft aufgekündigt habe und ruft auf der Westerplatte bei Danzig im Gedenken an den Zweiten Weltkrieg tapfer zu den Waffen: "Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen". Europa müsse sich dem russischen Machtstreben entschlossen entgegenstellen.

Einen frisch gebrühten Krieg soll man ja auch nicht kalt werden lassen.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner


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