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Jetzt geht´s los?
06|10|2014



Wer ist hier Terror und wer nicht ... und ... ist hier überhaupt jemand Terror?

Es ist eine Gefahr für die ganze Welt, die noch vor einem halben Jahr nur wenige Amerikaner kannten.

Nun ist sie plötzlich so groß, daß eine umfassende Mobilmachung der Geheimdienste und des Militärs vonnöten ist. Hatten die vorher Urlaub? In seiner Rede an das amerikanische Volk stellte der Friedensnobelpreisträger eine neue Friedensinitiative vor, die unbefristete militärische Konflikte im ganzen Nahen Osten und anderen Teilen der Welt verspricht. Hatte er vorher auch Urlaub?

Jetzt aber geht´s los.

Die "einzige legitime Führungsmacht der Welt" verpflichtet seine Vasallen wieder einmal zum Kampf gegen den Terror. Die größte Kriegsmaschinerie des Planeten ruft um Hilfe und vierzig Nationen bilden einen Bund williger Mitstreiter.

"Diese Antiterrorkampagne wird durch stetigen, unablässigen Einsatz geführt, um die Isis zu besiegen, wo immer sie existiert”, sagte Obama. Geografisch legt er seine Schlachtfelder nicht fest, es könnte neben Irak und Syrien auch Jordanien, den Libanon, Saudi-Arabien und sogar die Türkei betreffen. Wer hat noch nicht, wer will noch mal. Bomben satt.

Die Organisation Islamischer Staat gibt es zwar schon seit 2003, nur haben die NSA-Spanner lieber Angela Merkel belauscht, als sich um ihre entarteten Freiheitskämpfer zu kümmern. Das wären wohl auch zu teure Ferngespräche gewesen und Merkel war nur ein Ortsgespräch. Die können scheinbar nur ahnungslose Brävlinge bespitzeln, für richtig wichtige Dinge, für das, was Ihre eigentliche Aufgabe wäre, sind die zu doof.

Der Sprecher des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, Ryan Trapani, sagte im September 2014 er gehe bei dem Islamischen Staat [IS] von 20.000 bis 30.000 Kämpfern aus. Das wären bei einer Koalition von über 40 kampfwilligen Staaten 500 bis 750 bewaffnete Gegner pro Nation. Ein schier unlösbares Problem? Gemessen an der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr sicherlich.

Trotzdem schwört Obama die Welt auf einen jahrelangen Krieg ein. Was soll das? Vielleicht sollte er einmal bei den Israelis nachfragen, die machen sowas in sechs Tagen. Erst recht bei der eher lächerlichen Ausrüstung der IS-Terroristen. Ist das möglicherweise ein militärisches Arbeitsbeschaffungsprogramm?

Natürlich sind diese religiös verpeilten Alltagslooser eine schlimme Mörderhorde, der das blutige Handwerk zu legen ist, aber eine Gefahr für die Welt, der man auf Jahre nicht beikommen kann, sind sie nicht. In ihrer Angst vor Frauen sind diese moralfreien, irren, kopfabschneidenden Götzendiener nur perverse Handlanger menschenverachtender Hintermänner. Mit dem Islam hat das ebensowenig zu tun, wie der kinderschändende Priester mit dem Christentum zu verbinden ist.

Im Koran sagt der Prophet: Wenn einer einen Menschen tötet, so tötet er eine ganze Welt, wer einen Menschen rettet, rettet eine ganze Welt. 

"Für einen Moslem ist ISIS eine Schande", sagte Imam Yusuf Sezgin beim "Tag der offenen Moschee" Freitagnachmittag. "Das Morden der ISIS für einem islamischen Gottesstaat hat nicht das Geringste mit dem Islam zu tun." Der Islam stehe für das Leben, nicht für Morde.

Der Koran sagt klar, daß das Töten eines Menschen so schwerwiegend ist wie das Töten der ganzen Menschheit. Es ist die schwerste Sünde.

Klingt human und weise ist es auch, nur leider gibt es da einen Trick, mit dem man das umgehen kann. Aus einem Mitmenschen macht man einfach einen Ungläubigen und der gilt in hunderten Koranversen als das abscheulichste Wesen in Allahs Schöpfung und es ist leider Pflicht sowas zu beseitigen. Mehr als die Hälfte des Koran handelt von den "Ungläubigen" [Kafir] und die Kafir können umgebracht, gehaßt, bestraft, vergewaltigt, verspottet, versklavt, enthauptet, gefoltert, beleidigt, verdammt, getäuscht, bestohlen, entführt und erniedrigt werden. Sie haben ihr Menschsein verwirkt.

Daß es möglich ist seine Mitmenschlichkeit so radikal zu überwinden, weiß man ja auch von Vietnamveteranen, die nichts dabei empfanden schwangeren Frauen die Bäuche aufzuschlitzen, um nach dem Krieg an Ihren Taten zu verzweifeln, nicht wissend was sie zu solch einem Wesen gemacht hat. Militärischer und auch religiöser Drill macht das wohl möglich. Man denke auch an die mordlustig witzelnden idiotischen Hubschrauberkiller bei ihrer erbarmungslosen Jagd auf arglose Autofahrer mit ihren Kindern im Irak, die Wikileaks aufgedeckt hatte. Es ist wirklich gruselig wozu man, für vermeintlich höhere Ziele, Menschen bringen kann.

"Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte." Goethe, Faust 1.

Zurück zum Krieg.

Die USA hatten im letzten Jahr Militärausgaben von 640 Milliarden Dollar. Das ist ein riesiger Wirtschaftskomplex, der keinen Spaß versteht. Seit Kennedy weiß man das. Der Laden muß laufen. Auch, wenn das alles auf Pump finanziert ist - die einmal zur Kasse gebeten werden, haben sich diese Administration ja fröhlich Fähnchen schwingend gewählt - weiß man doch schon, wer dafür blechen muß. Genau die, die sich ja sonst nichts gönnen können.

Dieser Industrie darf der Feind nicht ausgehen. An die Stelle der Kommunisten sind die Terroristen getreten, die man zur Not auch selber ausbildet und bewaffnet. So werden nun auch in Syrien neben den US-guten Aufständischen die gemäßigten "moderaten Rebellen" als Kanonenfutter aufgerüstet und kämpferisch geschult. Und sollten daraus einmal neue ganz Böse werden, kann das Killerspiel in eine weitere Runde gehen. Hauptsache, dem Militärkomplex gehen die Feinde nicht aus.                

Und natürlich geht es geostrategisch immer auch ums Beutemachen.

Das Bombardieren des IS in Syrien hat ja noch den schönen Nebeneffekt dem Assad die Infrastruktur zu zerdeppern. Wenn der kein Öl mehr fördern kann, geht ihm das Geld aus und später braucht er vielleicht westliche Aufbauhilfe und das ist gut fürs Geschäft. Und sollte der sich Hilfe aus Rußland oder China holen, würde das zumindest erstmal finanziell diese Länder schwächen. Auch kleine Siege sind Siege.

Militärisch gesehen ist der IS eine Nulpenbande. Allein die Türken mit über 700.000 Mann unter Waffen könnten dem Spuk ein schnelles Ende bereiten, wenn es ihnen denn in den Kram passen würde. Doch solange sich Assad, der IS und die Kurden gegenseitig erledigen und die USA mit ihren Verbündeten da noch zusätzlich kräftig draufhauen, kann man ja auch etwas warten, bis es bequemer wird die Türkei ein Stückchen zu vergrößern.

Aber noch hauen sie nicht drauf und die Erfolge der Kriegsallianz sind eigentlich eher keine.

Am Freitag vermeldete das Pentagon mehrere Angriffe gegen den Islamischen Staat. Zwei Panzer wurden zerstört, ein Stützpunkt und ein Gebäude … aber zwei Ölraffinerien [!] wurden erfolgreich getroffen. - Hört man da die Nachtigall trapsen?

Den Kurden in Kobane hilft keiner, weder die westliche Allianz noch die Türkei, die hoch bewaffnet an der Grenzstadt steht und die türkischen Sicherheitskräfte verhindern auch noch, daß Menschen und Waffen zu den Kurden gelangen. Enwer Muslim, der Vorsitzende des Kobane-Kantons, sagte verzweifelt: "Wenn der IS Kobane einnimmt und ein Massaker begeht, werden die internationalen Mächte verantwortlich gemacht werden."

Sicher, aber das ist diesen "Mächten" sowas von scheißegal.

Wir weitgehend hilflosen Nachrichtenkonsumenten starren eigentlich immer nur gebannt wie in einen ausgeleuchteten Boxring und vergessen den ganzen Interessenanhang im abgedunkelten Hintergrund mit all den mafiösen Beweggründen, zuschauend, wie Gut gegen Böse kämpft. Wer was ist, kriegen wir gesagt.

Und dann halten wir zu Gut, egal wie böse das ist.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner


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