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Barbie in Afghanistan – Innocence in danger!
15|12|2010



Mittendrin, statt nur dabei: Verteidigungsminister von und zu Guttenberg. Wahrschainlich wäre auch für ihn nur ein richtiges Gefecht heilsam, so mit Todesangst und psychischen Schäden für immer.

„Zu“ Gutti-Mutti, die blonde Unschuld in Person, nebst Gel-Anhang plus Talk-Master Kerner lösen das Afghanistan-Problem: Es ist alles nur eine Frage der guten Diplomatie und der medialen Präsenz. Und des guten Geschmacks!

Art. 87a GG lautet:

[1] Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.

[2] Außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zuläßt.

[3] Die Streitkräfte haben im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle die Befugnis, zivile Objekte zu schützen und Aufgaben der Verkehrsregelung wahrzunehmen, soweit dies zur Erfüllung ihres Verteidigungsauftrages erforderlich ist. Außerdem kann den Streitkräften im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle der Schutz ziviler Objekte auch zur Unterstützung polizeilicher Maßnahmen übertragen werden; die Streitkräfte wirken dabei mit den zuständigen Behörden zusammen.

[4] Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung, wenn die Voraussetzungen des Artikels 91 Abs. 2 vorliegen und die Polizeikräfte sowie der Bundesgrenzschutz nicht ausreichen, Streitkräfte zur Unterstützung der Polizei und des Bundesgrenzschutzes beim Schutze von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen. Der Einsatz von Streitkräften ist einzustellen, wenn der Bundestag oder der Bundesrat es verlangen.

Nach dem Auftritt der Show-Stars des deutschen Abendfernsehens und der Bundesregierung im Heimatland der Drogen [Mohnanbau] ist der Art. 87a  Abs.1 Satz 1 zu ändern:

[1] Der Bund stellt Streitkräfte und Ehefrauen sowie Talkmaster zur Verteidigung und Unterhaltung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke .. richten sich nach den Werbeeinnahmen des deutschen Fernsehens [Quoten]. ...“  Art. 87b n.F.: „Der deutsche Kriegsminister ist gleichzeitig auch immer der deutsche Unterhaltungsminister.“ SPD-Sekretärin Nahles plädiert treffend daher für das zu schaffende Amt eines „Staats-Schauspielers“.
[Siehe zu der Grundgesetz-Tauglichkeit von Herrn von und zu auch den sehr lesenswerten Aufsatz von Wilhelm Schönborn].

Die Sendung „Wer wird Millionär“ von Günter Jauch findet künftig live aus dem Kundus statt unter dem Titel „Wer wird Taliban“ [Millionär mittels Mohnanbau]. Die Quizfragen werden natürlich auf arabisch gestellt. Weibliche Kandidaten haben Kopftuch zu tragen. Günter Jauch möchte sich sowieso mehr dem politischen Tagesgeschehen statt manchmal deutlich erkennbar ihm unsympathischen Quizgästen zuwenden, weshalb Anne Will ja auch künftig ihren beliebten Sonntagabend-Sendeplatz verliert. Bei „Jauch will!“ kann er sich dann die Talkgäste endlich selber aussuchen.

Auch die Sommerausgabe von „Wetten dass“ wird von Mallorca in die ebenfalls schmucken Berge von Afghanistan verlegt. Warm ist es da schließlich auch. Die Quotenmanager waren letzlich ohnehin schon ratlos, wie sie die Spannung in der Sendung weiter hochtreiben können. Über Audis zu springen mit Sprungfedern ist nichts gegen live im Schützengraben zu liegen und Taliban abzuschießen. Wenn die Wette, „Wetten dass ich die nächste Granate aus dem Hinterhalt unverletzt überlebe?“ allerdings verloren geht, eilt eine TV-Assistentin herbei und ruft: „Einen Arzt! Einen Arzt!“ Zum tarnfarbenen Abendkleid sollte diese dann aber mit etwas martialischeren Tatoos aufwarten als die Assistentin am Samstag vor einer Woche.

Man betrachte nur das – auch in der WITZ [am 14.12. 2010] auf S. 20 abgebildete – Pressefoto von dem 400-fachen Millionär, seiner standesgemäß mit Pelzkragen [und kugelsicherer Weste] gekleidete Gattin und Skandal-Journalistin [Innocence in Danger] war ursprünglich anders gemeint [vielleicht wurde der Name der Stiftung aber auch bereits in weiser Voraussicht und Planung für die zukünftige gemeinsame Kanzlerschaft mit ihrem schmucken Mann gewählt] und schließlich noch dem deutschen Steven Spielberg auf dem Regiestuhl: Johannes B. Kerner!

Der Quotenkiller von SAT 1 mutiert zum Taliban-Killer in Deutsch-Ost [Hindukusch]. Die in Tarnanzügen hübsch gekleideten deutschen Soldaten dienen nur als Staffage. Aber sie erhalten alle einen angemessenen Komparsenlohn nach dem Tarif der deutschen Schauspieler-Gewerkschaft.


Stephanie zu Guttenberg trifft allerdings für das gesamte Medien-“Mißverständnis“ keine Schuld. „Meine Motivation ist, dass ich immer einmal als Frau, Ehefrau und Mutter hier runter kommen wollte … und mir ein Bild von der Lage machen wollte.“!!! Ach, ja? Welches Kind von ihr ist denn gerade im Kampfeinsatz in Talibanistan? Um wessen Leben muß sie denn da fürchen? Oder hat sie das mehr so abstrakt gemeint? Sie ist ja auch Mutter, so wie die Mütter von den bereits dort getöteten deutschen Soldaten. Mir kommen echt die Tränen!

In der WZ auf S.20 steht, daß die Supermutti zwei acht und zehnjährige Töchter hat. Die unterliegen ja wohl nicht der Wehrpflicht. Aber die wird gerade sowieso von ihrem tapferen Mann abgeschafft. Zu viel demokratisches Gesindel in Uniform. Das wird nachhaltig geändert. Nur noch in Kopf und Bein gestählte Mannen sollen eine Waffe in die Hand bekommen.

Aber: Frauen können sich wenigstens im Krieg als Überbringer von Todesmeldungen nützlich machen:

Die im zweiten Weltkrieg häufig versandte traurige Nachricht an Hinterbliebene wird - modernisiert – künftig von Steffi und ihren bald heranreifenden Töchtern überbracht:
„Für das Vaterland und Grundgesetz im heldenhaften Kampf mit dem bärtigen Feind an der Front gefallen“ bzw. „ Im Blitzlichtgewitter auf der TV-Couch im Angesicht des deutschen Feindes [Mohnbauern] während eines plötzlichen Angriffs von der Couch gefallen“. Die Mitteilung kann aber auch von Soldaten-Steffi per e-mail an die Hinterbliebenen deutscher Soldaten verschickt werden. Das spart Kosten und freut Herrn Schäuble.


Ach so:
Es gibt dann [im Falle des Gefallen-Seins] auch noch einen neu eingeführten hübschen Guttenberg-Tapferkeits-Orden. Ausdrücklich auch posthum verleihbar [paßt formschön in den Sarg].


Bei der nächsten Bambi-Verleihung im deutschen Fernsehen dürfen wir dann uns schon auf das erste Kriegs-Bambi für unseren AC/DC-Fan und Ritter ohne Furcht, aber mit Adel, freuen. Ein Bambi mit Splitterschutz-Weste. Das Bambi schaut so herrlich unschuldig drein wie seine Frau auf dem Pressefoto vor den Maschinenpistolen der Soldaten.

Wir haben es endlich geschafft! Endlich wird die lästige Demokratie und das Grundgesetz durch die uneingeschränkte Medienherrschaft [„Flimmerkratie“ oder auch „Smile-o-kratie“] und das Drehbuch abgehalfteter Talk-Moderatoren abgelöst. Art. 87a GG ist out, Art. SAT 1 Abs. 1 ist in!

Außerdem nähern wir uns in Sachen Geschmacklosigkeit schon gefährlich der amerikanischen Unterhaltungsindustrie an!

Wenn ich allerdings jetzt die positiven Meinungen einiger PR-Berater zu dem umstrittenen Medienbesuch des Ministers an der neuen deutschen Ostfront lese, dann frage ich mich, ob Deutschland nicht mal wieder einen richtigen gscheiten Krieg braucht. Mit Bombenalarm, Stricken an der Heimatfront und richtig vielen Toten und Verletzten. Dann brauchen wir auch diese dämlichen Videospiele nicht mehr. Und den Amok-Schützen in deutschen Schulen wird mal so richtig der Wind aus den Segeln genommen.

Worauf ich allerdings sehr neugierig bin, sind die Werbespots, die bei der geplanten SAT 1-Guttenberg-Kerner-Show zwischendrin eingeblendet werden:
„Liebe Terroristen in aller Welt: Kaufen Sie den neuesten deutschen Schützenpanzer Leopard II. Noch nie war er so billig wie heute.“

Oder:
„Bei Kauf einer Waschmaschine im Mediamarkt bekommen sie eine nagelneue Heckler & Koch gleich gratis mit dazu!“ Mit der kann man dann die Frage vor Ort klären, wer in der Familie die nächste Wäsche aufzuhängen hat.

Zitat von dpa: „...Für die Sendung von Moderator Kerner, die am Donnerstag ausgestrahlt werden soll, wurde ein Hangar auf dem Flugplatz von Masar-i-Scharif bereitgestellt und mit Einsatzfahrzeugen und einem Sanitätshubschrauber dekoriert.


Über den Niedergang des guten Geschmacks und unserer Friedenskultur nach '45 brauchen wir uns jedenfalls keine ernsten Sorgen mehr zu machen.

Heidi Berg
peng und keep smiling

P.S.
Was haben eigentlich die beiden Ministerpräsidenten aus Niedersachsen und Thüringen am Hindukusch gesucht oder verloren?
Gut,
Böhmer war ja auch neulich in Wilhelmshaven. Will er sein kleines verträumtes Ländle zur Achsenmacht innerhalb der BRD aufrüsten? Mit Kriegshafen an der Saale [leider kein Meerzugang dort] gegen Gebirgstaliban im Skigebiet? Die gesamte Neonazi-Szene in den „neuen Bundesländern“ könnte er damit aufsaugen!

Oder:
In Landeszuständigkeit befindet sich neben der Polizei ja auch noch das Jugendstrafrecht und deren Unterbringung. Vielleicht will er ja in Afghanistan ein paar Erziehungscamps einrichten, um notorische junge Bengel von der Straße und von der schiefen Bahn zu kriegen. Dort können sie dann ihr Handwerk so richtig lernen! Betreffs des schottischen Milchgesichts McAllister geht mir allerdings gänzlich meine Fantasie aus. Will der VWs an die Taliban verkaufen? Hat der seine Reise ins Reich der 1000 und einer Nacht eigentlich auch selbst bezahlt wie Barbie zu Guttenberg?

Die hat's nötig, mit dem „aus eigener Tasche“ zu prahlen, bei 400 Millionen Euro Privatvermögen. Die kann Afghanistan gleich komplett kaufen, wenn sie will.

Vielleicht wollte die aber auch nur die Lady Di nachahmen, die einst, bevor sie unbekannte Kräfte in einem Tunnel ausgebremst haben, sich wirklich fürsorglich und dauerhaft um Tellerminen-Opfer in den asiatischen Staaten eingesetzt hatte. Lady Di war eine Königin. Auch wenn man sie vor Erlangung des Throns umgebracht hat. Lady von und zu Blitzlichtgewitter zieht es vor, Probleme der Gesellschaft nur immer mal sanft zu streifen. SIE hat größeres im Blick. Deutschland wieder eine Monarchie? Sie kann's möglich machen. Grundgesetz brauchen wir dann nicht mehr. Aber ein paar Gardeoffiziere. Von denen hat sie sich bei Y-Reisen in Vorderasien schon einmal ein paar herausgeguckt.


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