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Anti Fäkalien-Einleitungs-Placebo
07|03|2011



Die Möwen am Südstrand - immer zahlreich wie auf einer Mülldeponie, wenn Wilhelmshaven ungeklärte Abwässer an den Südstrand verklappt!

Weiterhin in Fäkalien am Wilhelmshavener Südstrand baden zu müssen kostet nur 20 Millionen Euro!

Der Südstrand ist gerettet, und zwar genau zur richtigen Zeit - schreibt jedenfalls das lokale Heimatblatt, d. h. die Nachricht wurde genau zum richtigen Zeitpunkt plaziert, noch vor der Eröffnung der Saison 2011.

Leider ist das ´mal wieder eine dieser Wahrheiten, um das jahrzehntelange Versäumnis des "Nichtstuns" mit Hilfe der ortsansässigen Presse zur reinen Wahrheit zu erklären. Die Schlagzeilen: "Sauberer Südstrand rückt näher" oder "Lange Leitung am Ende wieder an erster Stelle" kamen uns irgendwie bekannt vor, ist ja auch Karneval:

Wir erinnern uns:

19. Juli 1958
Wilhelmshaven wird gelenzt

08. Juni 1960
Pumpwerk Süd wird noch leistungsfähiger

12. Juni 1961
Neue Kläranlage am Pumpwerk Süd

25. April 1962
Alles für einen sauberen Südstrand

07. August 1963
Weitere Abwässerpumpstation im Bau

16. Juli 1964
Mit "Düsentrieb" in die Unterwelt

09. April 1965
Dem "Donnerbalken" geht es an den Kragen

10. September 1970
Wilhelmshaven braucht bald zwei Kläranlagen

27. Januar 1971
Kläranlage im Heppenser Groden

08. Juni 1972
Baubeginn für die Kläranlage

29. November 1974
Zentralkläranlage gestern gerichtet

13. August 1976
In der nächsten Saison wird das Wasser am Südstrand noch klarer


07. Juli 1984

Gewässergüte häufiger prüfen


08. März 1990

Wilhelmshavens Unterwelt ist vom Einsturz bedroht
Millionenschäden im Kanalnetz

09. September 1997
Bürger zahlen mehr
... Die Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe dürfen keine Gewinne machen, dürfen aber auch keine Verluste einfahren. Da aber die Kosten für Abfall- und Abwasserbeseitigung steigen und die Entsorgungsbetriebe in neue Techniken investieren müssen, wird dem Bürger in die Tasche gegriffen. Letztlich läuft der neue Betrieb auf eine Belastung der Bürger hinaus.

13. August 1999
Schilf entsorgt Wilhelmshavens Klärschlamm preiswert und gut
Stadt und Entsorgungsbetriebe planen Bau einer Veredelungsanlage


30. Oktober 2000

Ratten - die scheuen Rudeltiere leben mitten unter uns

Nagetiere in der Kanalisation ein Routineproblem - Leicht vermehrtes Auftreten in Einfamilienhaus-Siedlungen


09. Juli 2001

Tonndeicher fordern Untersuchung

14. Oktober 2002
Angst vor Krankheiten in Mischwasser
Abwasser-Geschädigte aus der Stadtmitte und der Südstadt fordern Stadt zum Handeln auf

17. April 2004
Vier große Rückhaltebecken sollen Wassermassen in der Stadt bändigen
Generalentwässerungsplan - Experte: "Tonndeich ist am schlimmsten"

15. Februar 2005
In vier Schritten gegen Überflutungen
Generalentwässerungsplan Mischwasser-Rückhaltebecken sollen für trockene Keller sorgen

01. Oktober 2005
WEB entsorgt eigenes Defizit
Neugebauer "Sind auf gutem Weg"

... und dann kam die große Flut, nach all diesen prächtigen Schlagzeilen, sie ahnen es schon, Schlagzeilen, allesamt aus dem lokalen Heimatblatt, das uns täglich suggeriert, das alles beim alten bleiben muß, so wie am Freitag, den 5. März 2011.

Im Jahr 2007 badete die falsche Frau am falschen Platz und das auch noch zur völlig falschen Zeit - Monika Giesche Emmerich, die Gründerin der "Kaiserlichen KanalarbeiterInnen".

Bis heute sind die Mitglieder der Bürgerinitiative und immer mehr BürgerInnen und Touristen fassungslos über die Hilflosigkeit einer Stadtverwaltung, ein Problem zu lösen, das sie in den vergangenen Jahrzehnten schon längst hätten bewältigen können, die ungeklärten Fäkalieneinleitungen in Wilhelmshavens Vorzeigebadezone am Südstrand.


Und wieder wird den Wilhelmshavener SteuerzahlerInnen beigebracht, dass es noch unendlich viel teurer würde, wenn die Mixtur aus ungeklärten Abwässern nicht mehr in den Jadebusen mitsamt Naturwelterbe Wattenmeer rinnen soll ... und das will doch keiner ... hmmmm!

Statt dessen präsentiert der weltbekannte Umwelt-Stardezernent Dr. Jens Graul wieder einmal eine Lösung aus längst vergangenen Zeiten und lässt sich die Fäkalieneinleitungserlaubnis vom weltbesten und glaubwürdigsten Umweltminister bestätigen, den es je gab, Hans-Heinrich Sander [FDP], der schon gern selbst einmal die Motorsäge im Naturschutzgebiet schwingt und auch sonst Kohlekraftwerken hier und dort seinen Segen gibt.

Hier einmal ein Auszug aus seiner Vita:
Zitat: " ... Umweltminister Sander ist Mitglied beim Naturschutzbund [NABU] und beim Niedersächsischen Landvolk. Er ist Kuratoriumsvorsitzender der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung und Stiftungsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Niedersächsischen Umweltstiftung. Zum 30. Mai 2003 wurde er von der Bundesregierung in das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt [DBU] berufen.

Im November 2005 wurde Hans-Heinrich Sander vom Bundesrat zum stellvertretenden Mitglied des Beirates der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen benannt. ... "
[Quelle: Hans-Heinrich Sander]


So sehen Einleitungen bei Ebbe aus - das lädt doch echt zum Baden ein ... hmmmm lecker.

Und abermals möchte man den BürgerInnen einreden, dass sich die Einleitungsmengen durch die Massnahmen des Dr. Jens Graul in Zusammenarbeit mit den Wilhelmshavener Entsorgungsbetrieben [jetzt TBW - Technische Betriebe Wilhelmshaven] um die Hälfte verringert hätten.

Zur Erinnerung:

Bis zum 31. Dezember 2010

wurde an 45 Tagen an den Südstrand von Wilhelmshaven eingeleitet. Höhepunkt waren die Einleitungen an 5 Tagen im Monat Juli innerhalb einer Woche, mitten in der Hochsaison.

Einleitungsmenge gesamt – 2010:
Heppenser Siel 315.120 m3/Jahr [36 mal]
Banter Siel [Südstrand]: 419.500 m3/Jahr [45 mal]
Handels Hafen: xxx? m3/Jahr [0 mal]

Bis zum 31. Dezember 2009

wurde an 54 Tagen an den Südstrand von Wilhelmshaven eingeleitet. Höhepunkt waren die Einleitungen an 14 Tagen im Monat Juli, mitten in der Hochsaison.

Einleitungsmenge gesamt – 2009:
Heppenser Siel 521.802 m3/Jahr [45 mal]
Banter Siel [Südstrand]: 671.900 m3/Jahr [54 mal]
Handels Hafen: xxx? m3/Jahr [3 mal]

[Quelle: Offizielle Angaben der WEB [TBW] | Archiv Bürgerportal Wilhelmshaven]

Wenn 419.500 m3/Jahr [2010] die Hälfte von 671.900 m3/Jahr [2009] sind, dann scheint Kopfrechnen weder zu den Stärken eines Dr. Jens Graul noch zu denen des lokalen Heimatblattes zu gehören und auch das Wort Recherche ist in der Redaktion anscheinend ein Fremdwort.

Die oben zitierten Schlagzeilen sind in stundenlanger, mühevoller Kleinarbeit von zwei Mitgliedern der Kaiserlichen KanalarbeiterInnen aus dem Stadtarchiv "gefischt" worden und allesamt echt.

Wir verneigen uns vor diesen couragierten BürgerInnen, die es bis heute mit ihrer Beharrlichkeit geschafft haben, die Lügen, dass morgen alles fäkalienfreier werden wird, immer wieder öffentlich zu machen.

Die jüngsten Schlagzeilen erinnern stark an das antidemokratische Fehlverhalten eines jüngst zurückgetretenen Verteidigungsministers. Bis zuletzt glaubte dieser, die Demokratie mit seiner Lüge für PolitikerInnen so "verbiegen" zu können, wie er es für nötig hielt.

Leider hat unser Umwelt- und Kulturdezernent Dr. Jens Graul kein solches Rückgrat, entlarvt genug ist er inzwischen, aber zurücktreten, niemals!

So wird den Wilhelmshavener BürgerInnen wiederholt eine horrende Rechnung für die Zukunft "serviert", die auch ohne die Abwassergebühren wegen der sinkenden Einwohnerzahlen in die Höhe schnellen wird.

Schon am 16. März 2011 sollen die Ratsmitglieder über die "Empfehlungs-Lüge" abstimmen, die, wie kann es anders sein, auch von einem der neuen "Chefs" der technischen Betriebe bestätigt wurde:
Zitat: " ... Tim Menke, stellvertretender Leiter der Wilhelmshavener Entsorgungsbetriebe [WEB], hatte die Fleißarbeit der Verwaltung zuvor plastisch zusammengefasst. ... "
[Quelle: Lokales Heimatblatt |05-03-2011]

Am 11. September 2011 stimmen dann die BürgerInnen über die PolitikerInnen ab, bei denen diese neuen Alten Lösungen vielfaches Entsetzen hervorgerufen haben.

Fazit:
Auch in Zukunft werden die BürgerInnen und Badegäste aus nah und fern weiterhin temporär in Fäkalien schwimmen müssen, weil sich die Regenmengen eben nicht vorherbestimmen lassen und auch weiterhin genau dann herunterprasseln werden, wenn in Wilhelmshaven Hochsaison ist.

Bestimmt wurden auch alle möglichen Möglichkeiten geprüft, ganz bestimmt, deshalb war das alles ja auch wieder einmal nicht öffentlich und die BürgerInnen wurden zu Alternativen oder Vorschlägen wieder nicht gefragt ...

... hmmm ... dabei haben wir noch gar nicht April!

Toll!



Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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Links:
VIDEO: 12|07|07 EXTRA 3 - Fäkalien
VIDEO: 29|05|07 Fäkalieneinleitung am Südstrand von Wilhelmshaven [13 Intervalle]
Die Kaiserlichen KanalarbeiterInnen
Offizielle Angaben der WEB [TBW] | Archiv Bürgerportal Wilhelmshaven



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