Bild: GRUPPO635.com | hufenbach

Bild: GRUPPO635.com | hufenbach






UMZU













VERMISCHTES






WETTER



Mixt "NGO´s"

















PARTEIEN



Bild: GRUPPO635.com | hufenbach





Bild: GRUPPO635.com | hufenbach

VIDEO:
Wagner tritt ab +++
ARTIKEL:
Sehr gern gelesen +++
VIDEO BÜRGERPORTAL:
BISMARCKDENKMAL Enthüllung +++
Bild: GRUPPO635.com_hufenbachWilhelms-havens OB Wagner tritt nicht wieder an Beim Neujahrs-empfang schloss Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner eine zweite Amtszeit aus. Zu den Vorwürfen um seinen Urlaub sagte er hingegen wenig ... [... zum Video]
GRUPPO|635 | hufenbachWichtigkeit: Landesbühne Nord - Sehr geehrter Herr Minister, wir schreiben Ihnen deshalb, weil das hervorragend arbeitende Theater mit seinen hochmotivierten Schauspielerinnen und Schauspielern einen bedeutsamen weichen Standortfaktor insbesondere ... [... mehr]
Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Wie erpresst man ein paar Kunstfreunde?
19|11|2014



Wird die Wilhelmshavener Kunsthalle auch zum Opfer des Oberbürgermeister-Neoliberalismus?

Da die sachdienlichen Hinweise vom "Kulturattaché" Jens Graul am 22. Januar 2014 nicht weiterhalfen, wird erstmal in die richtige Richtung erpresst.

Ziel der städtischen Verwaltung ist es einen Effizienzgewinn durch eine Zusammenlegung der Kunsthalle mit dem Küstenmuseum zu erzielen, allerdings ohne die Betroffenen vorher mit in die Entscheidung einbezogen zu haben. Die Kunsthallenfreunde halten wenig davon und sind sich sicher, dass die Vermischung verschiedener Bereiche wie "Küstenkultur" und bildender Kunst sich beißen wird.

Die Stadt hat andere Pläne und glaubt, durch die Hinzuziehung von Gallionsfiguren, wie dem in Wilhelmshaven geborenen Künstler Rainer Fetting [* 31. Dezember 1949 in Wilhelmshaven] werden sich die Besucherzahler natürlich in exorbitante Höhen schrauben. Die Verlegung der bestehenden Kunsthalle an den "Großen Hafen" soll zusätzlich für Belebung sorgen, die sich nach den Hoffnungen der Verwaltung monetär auszahlen könnte.

Kultur ist immer ein Zuschussgeschäft

Dass sich ein Haus der Kunst selbst tragen könnte, würde man doch viel eher bei der Kunsthalle in Emden vermuten, einer Institution, die sich auf dem Namen Henry Nannen stützt, samt seiner Beziehungen.

Trotz des Renommees und der millionenschweren Sammlung [Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Informel, Neue Wilde, CoBrA/Spur, Glasnost Zeit, Gegenwartskunst] arbeitet die leider überhaupt nicht kostendeckend:
Zitat: "... Die defizitäre Kunsthalle in Emden wird langfristig vom Land Niedersachsen mit höheren Zuschüssen versorgt und damit finanziell abgesichert. Jährlich sollen 850.000 Euro Fördergelder in das Museum fließen, ...
... Das Museum erhält zudem eine einmalige Sonderzuwendung von 100.000 Euro, damit das derzeitige Defizit von 500.000 Euro abgebaut werden kann. ..."
[Quelle: ndr.de | 06-08-2014]

Vielleicht glaubt das Gros der Wilhelmshavener KommunalpolitikerInnen, dass man auch bei der Kultur einfach ein Preisschild drankleben kann und mit der Zusammenlegung völlig unterschiedlicher kultureller Anstalten in einem Gebäude einen Effizienzgewinn erzielt, der sich langfristig monetär auszahlt.

So richtig nach Konzept sieht das wieder ´mal nicht aus, was in Wilhelmshaven durchaus als Fortschreibung einer Tradition gewertet werden darf.

Die Bilanz der zuständigen Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH [WTF] zeigt, dass Bildende Kunst und Veranstaltungskultur eine wesentliche Verbesserung nur mit viel Geld erreichen. Die WTF ist genau deshalb ein hochdefizitäre Einrichtung und es ist bestimmt kein Vergnügen, genau das den SteuerzahlerInnen jährlich aufs Butterbrot schmieren zu müssen.

Vergnügen kostet, Kunst aber auch!

Die Marschrichtung vom Oberbürgermeister Andreas Wagner ist klar:
Es soll immer bessere kulturelle Angebote geben und das mit immer weniger Geld.

Do kannst zaubere

Es müsste wohl mit Zauberei zugehen, wenn dieses Sparmodell zum Aushängeschildmodell à la Wilhelmshaven führen sollte.

Der Sparzwang bringt die Kulturlandschaft der Jadestadt zielstrebig an den Rand ihrer Existenz, politisch betrachtet aber auch in die jeweils gewünschte Richtung durch Androhung der Mittelkürzung, in diesem Fall satte 250.000 Euro, also so ziemlich alles, was die Kunsthalle am Leben erhält.

Keine offene Diskussion erwünscht

Leider ist seitens der Verwaltung kein Kompromiss gegen die Zusammenlegung des Küstenmuseums mit der Kunshalle und deren Kunstfreunden gewünscht, was die öffentliche Veranstaltung am 22. Januar 2014 nur allzu deutlich belegte.

500.000 Euro soll die WTF, die mit der WFG Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven GmbH [WFG] zusammengelegt wird, jährlich einsparen – unbedingt – da stört das Budget für die Kunstfreunde!

Michael Diers, der derzeitige Chef der WTF, hat bei seinem Amtsantritt einmal formuliert, dass die Kultur- und Tourismuslandschaft in 3 Jahren ganz anders aussehen wird – fragt sich nur wie! – auf Deutsch, ob er seine Ziele einer Attraktivitätssteigerung auch wirklich so umsetzen kann, wie er sich das ausmalt, scheint beim angespannten Haushalt der Stadt höchst zweifelhaft. Die Wandbilder, die Wilhelmshaven zum weltgrößten Kunstmuseum machen sollen, existieren nur deshalb, weil ein privater Großspender seine Moneten im Spiel hat.

Steuererhöhnungen alternativlos?

Bevor die Wilhelmshavener Verwaltung in Person des Oberbürgermeisters Andreas Wagner wieder die Keule der Alternativlosigkeit strapaziert, wollen wir ihm einfach ´mal zuvorkommen.

Die Konzept- und Fantasielosigkeit des Wilhelmshavener Verwaltungsoberhauptes ist bekannt und der Hang zum Neoliberalismus nur allzu deutlich. Ähnlich wie Frau Andrea Aulkemeyer ein Krankenhaus ausbilanziert, versucht der amtierende Oberbürgereister die Regentschaft mit einem Zahlenmodell durchzudeklinieren und probt den Ausverkauf, ohne Rücksicht und echtes Bewusstsein für die Bedeutung der Wilhelmshavener Kultur und deren Stätten.

Es muss Geld her

Die Logik der Verwaltung lautet, das neoliberale Einnahmemodell auf alles zu übertragen, was nicht weglaufen kann. Das Beispiel von letzter Woche steckt sicherlich noch allen in den Knochen, die nicht über das Budget eines Oberbürgermeisters mit einem Grundgehalt von etwas über 8.000 Euro monatlich verfügen.

Die Abfallgebühren sollen mit dem Hilfskonstrukt "Sauberere Stadt" dringend drastisch erhöht werden, damit die Technischen Betriebe Wilhelmshaven [TBW] überhaupt noch kostendeckend arbeiten können - wird halt alles teurer, leider in den seltensten Fällen besser - komisch!

Informelle Konzepte gefragt

Die BürgerInnen werden selten gefragt, was sie für gut halten und ganz nebenbei, mit der Aufklärung des Wilhelmshavener Bodenpersonals durch das Lokale Heimatblatt steht es mehr als schlecht. Schon beim Anlesen vieler Artikel spürt man eine Vorformatierung des eigenen Willens, was letztendlich zur Manipulierung der eigenen Meinung führen soll. Da murmelt ´man dann auch schon ´mal leise im Schlaf "Wir brauchen unbedingt einen Containerhafen", obwohl es gar keinen Bedarf gibt.

Die suedlounge ist ein ernstzunehmder Versuch, die Subkultur aus sich heraus mitten in Wilhelmshaven zu entwickeln.

Im Gästebuch heisst es z. B.:
Zitat: "Dran bleiben! Chance für Wilhelmshaven – sagt eine, die weg ging und doch manchmal und immer gerne wiederkommt! ..."
... oder:
"Das Leben, das unsere Stadt braucht! ..."

Seltsam ist doch die Affinität und die Leidenschaft, die entsteht, wenn man privaten Initiativen auch ´mal ihrer Eigendynamik überlässt.

Auch die Diskussion um das Thema Banter See zeigt, dass die Schwelle des Hinnehmbaren bei den BürgerInnen längst überschritten ist. Einige organisieren sich im Bürgerförderverein Banter See und sehen dies als längst fällige Chance, die Stadt selbst in die eigenen Hände zu nehmen.

Fazit

Mit dem Erpressungsversuch in Richtung Kunsthalle, versucht ´man deren Willen zu brechen, an der Stelle bildende Kunst zu präsentieren, an der auch ein historisch interessantes Gebäude steht. Konzepte mit Effizienzgewinnen den BürgerInnen schmackhaft zu machen, war und ist der klägliche Versuch, die eigenen politischen Fehler zu kaschieren, die erst ins Dilemma und den damit verbundenen Geldschwund führten.

Es zeigt aber auch den Stellenwert der Kunst innerhalb der Gesellschaft, der bei vielen bildlich gesprochen im Keller stattfindet.  

Kunst darf sich aber auch nicht in der Darstellung hochelitärer Interpretationen verzetteln, Werke müssen auch einfach nur gefallen dürfen oder auch nicht. Kunst muss aber auch beim Publikum ankommen, das sonst vielleicht wenig Berührungpunkte aufweist. Das hängt zwingend mit der Kunsterziehung in unserem Bildungswesen zusammen, das man mit unterbelichtet definieren könnte. Kunst wird im Bildungswesen viel zu oft als das 5. Rad am Wagen interpretiert und so ist es kein Wunder, dass Kunsthallen nicht zu den ersten Anlaufstätten zählen, wenn man eine Stadt besucht.

Aushängeschilder allein, wie z. B. in Oldenburg mit dem Horst-Janssen-Museum, reichen auch nicht aus, um wirtschaftlich eigenständig über die Runden zu kommen. Dort baute und widmete man einem in der Stadt geborenen Künstler ein ganzes Museum. Dieses Modell, "geborener Stadtkünstler", versucht man nun auch auf Wilhelmshaven zu übertragen. Geht man ganz tief in sich, müsste einem anhand der gezeigten Beispiele klar sein, dass auch in Wilhelmshaven Kunst ein Zuschussgeschäft bleiben wird.

Auch ein
Pumuckl-Museum gehörte kurzzeitig zu dieser Art von Gedankenspielen mit allzu durchsichtigem Ausgang.

Eine Attraktivitätssteigerung ist auch in der existierenden Kunsthalle möglich, das haben nicht zuletzt die Künstler in Dangast bewiesen, die aus einer totgesagten Kuranlage einen Kunstraum machten.  

Wilhelmshaven braucht informelle Strukturen, die die Chance bekommen, sich aus sich heraus zu entwickeln dürfen. Dazu gehört auch, dass sich die Kunsthalle am jetzigen Standort verändern muss.

Die Jadestadt, mit ihrer gescheiterten Großindustrialisierung, darf sich ruhig einmal etwas gönnen, was z. Zt. vielleicht noch nicht in die Betonköpfe der amtierenden Bestimmer passt, weil die Fantasie in Sachen Kunst nur zu einer Betrachtung als Bilanz ausreicht.

Wilhelmshaven hat viel zu verlieren, wenn die Kunsthalle wegen neoliberaler Wirtschaftsansichten verschwinden würde.

... und zuletzt:
... wer sagt eigentlich, dass immer nur Politiker und deren Willensbildung das Mass aller Dinge in Wilhelmshaven sein dürfen, was z. B. dazu geführt hat, ein völlig überflüssiges Industriegebiet für 6 Millionen Euro Steuergeld direkt an der Autobahn in die Tat umzusetzen?




Wolf-Dietrich Hufenbach
GRUPPO635 | definitif


Sie möchten diesen Artikel kommentieren? - Kein Problem:
Hier klicken, Artikelstichwort angeben
und Kommentar über das Kontaktformular an die Redaktion senden!
Vielen Dank!


Startseite/Aktuell | Kontakt | Links | Termine | Impressum | Karikaturen |
Fiktive Interviews| Schicken Sie uns Ihre Leserbriefe | Archiv | Spenden |
Leserbriefe | Newsletter |

Wilhelmshavener Momente

Bild: GRUPPO635.com | hufenbach

Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



Wenn Sie auch ihre ganz persönlichen Momente auf dem Bürgerportal Wilhelmshaven veröffentlichen möchten, senden Sie ihre Bilder an:
redaktion@buerger-whv.de
Vielen Dank!

Archiv:
Archiv | Wilhelmshavener Momente
nach oben