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Werner Biehl antwortet auf Kritik seiner Veröffentlichung
31|01|2014



Fällt die Kunsthalle auch dem Spardiktat zum Opfer?

Die Historie mindestens der letzten 10 Jahre zeigt – ganz besonders die Zeit von JAMAIKA – dass es immer eine kleine Gruppe von Widerständlern gab, die dem Willen der Verwaltung, Haushaltsmittel im Kulturbereich zu kürzen [hier vor allem bei der Kunsthalle], erheblichen Widerstand entgegen gesetzt haben: Dr. von Teichman, Werner Biehl und Frau Biester. Die Sozialdemokratie, vor allem Frau Aljets, bemaß den Wert der Kunsthalle immer an der Anzahl der verkauften Eintrittskarten.

Ich selbst weiß ziemlich genau, was Kultur ist, wofür sie gebraucht wird und notwendig ist [im Sinne Artikel Frau Dr. Gerdes]. Seit eben diesen mindestens 10 Jahren erlebe ich auch immer wieder den Kampf der Beteiligten Menschen/Institutionen [Lobbyisten darf ich sie ja jetzt nach der massiven Kritik nicht mehr nennen] um den Anteil der vorhandenen finanziellen Ressourcen/Zuschüsse. Und in diesen 10 Jahren kommt auch immer der gleiche Satz: „Wo anders könnt Ihr gerne streichen aber nicht bei uns!“ Auf diesbezügliche Rückfragen, ob es denn entsprechende Vorschläge gebe, kam und kommt nur ein empörtes Schweigen. Interessant ist vor allem, dass alle Diskutanten die finanzielle Lage der Stadt kennen aber im Zusammenhang mit der eigenen Institution nicht wahrnehmen und auch nicht  akzeptieren.Im Gegenteil: Es werden viele „sichere“ Theorien entwickelt und viele Szenarien schon als kurz vor der Umsetzung beschrieben.

Im Rahmen der letzten Haushaltsdebatte für den Haushalt 2013/2014 haben wir Grünen in einem gemeinsamen Antrag mit der WBV durchsetzen können, dass es im Jahre 2013 ein Kulturkolloquium geben solle, an dem alle kulturschaffenden Menschen/Institutionen in der Stadt teilnehmen und gemeinsam ein Konzept erarbeiten, wie man die Kulturlandschaft nicht nur retten sondern auch verbessern kann: alle kulturschaffenden Menschen/Institutionen an einen Tisch! Dieses Kolloquium hat tatsächlich stattgefunden – mit einem sehr kleinen ausgewählten Personenkreis. Der Bericht der Verwaltung vor dem Rat darüber war mehr als spärlich. Genaueres sollte es in einem zweiten Kolloquium geben – zu dem nie eingeladen wurde und das dann also auch nicht stattgefunden hat. Die Oberaufsicht über die Einladungen zu den Kolloquien lagen bei Dr. Graul.

Die Debatte um einen vom OB zu beauftragenden Kulturbeauftragten [Dr. Graul] und erste, an vielen Ratsmitgliedern vorbei gelaufenen  bruchstückhaften Informationen haben dann zu einer Situation geführt, in der nun alle glauben, genau zu wissen, dass dies oder das geschehen, abgerissen, aufgestockt, zusammengelegt werden soll. Die Gerüchteküche kocht und alle bekämpfen schon das, was „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ auf sie zukommen wird ohne dass es auch nur die Spur eines öffentlichen und offiziellen Beschlusses gibt. Was der Aufsichtsrat der WTF – der interessanter Weise nur mit Mitgliedern der beiden großen Fraktionen besetzt ist – nichtöffentlich auskocht [zu einem Bericht an den Rat kann er nicht gezwungen werden!], erfahren alle auch erst über die Küstenklatschwelle oder als Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Eine Liste der Gerüchte, alle mit „Hand und Fuß“ ausgestattet, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheinbar endlos aufstellen. Und egal was kommt – am Ende wird der Rat, mit einer entsprechen-den Mehrheit ausgestattet, eine Entscheidung fällen – müssen.

Wir Grünen haben bei den Lösungsansätzen keine Favoriten und haben uns auch nicht auf eine Lösung festgelegt! [Auch wenn wir das hässliche Wort „Lobbyist“ benutzt haben]. Wir warten auf das gemeinsame Gespräch der Kulturschaffenden und einen guten von denselben Menschen/Institutionen ausgehandelten Kompromiss, der nicht nur die Kulturlandschaft retten sondern möglichst auch verbessern kann.

In diesem Zusammenhang bitte ich darum, sich mit dem Kulturbegriff der beiden großen Fraktionen auseinander zu setzen. Die wissen nämlich was Kultur ist und wie das geht. Und die werden auch darüber entscheiden. Ob sie dafür die entsprechende Qualifikation haben, wie ja Dr. Keller in seinem Interview bezweifelt, ist im Nachhinein völlig ohne Belang. Wir als Opposition sind nur die „Kläffer, die in die Wade beißen“ [und auch noch getreten werden]. Ein hoher Prozentsatz unserer Anträge wird abgelehnt, weil sie von uns kommen. Der Rest wird in die Fachausschüsse verwiesen und dort totdiskutiert.

Ich darf noch darauf hinweisen, dass der von Frau Dr. Gerdes kritisierte „grüne Artikel“ in der WZ mit der ursprünglichen an die WZ geschickten PM nur rudimentär etwas zu tun hat. Alle grünen Pressemitteilungen sind mit Absenden an die regionale Presse immer auch zeitgleich auf der grünen Internetseite veröffentlicht und dort nachzulesen.

Ansonsten kennt man mich lange genug, um mit einander zu sprechen und nicht über einander zu schreiben. Da hätte jede Seite sicherlich noch einiges lernen können.

Werner Biehl
Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen
Im Rat der Stadt Wilhelmshaven

Links:
30|01|2014: Kunst und oder Quote
21|01|2014: Wenn nicht, dann ja - sonst wohl
23|01|2014: Leserbrief zu Kritik an Lobbyismus
21|01|2014: Die Bürger und ihre Halle
20|01|2014: Kunsthallenstreit Wilhelmshaven
16|01|2014: Alles, was boomt


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