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Reeder treffen irrationale Entscheidungen – Wer's glaubt wird selig
27|10|2014



JadeWeserPort: 2-3 Schiffe pro Woche, ein Gewerbebetrieb auf 160 Hektar Gewerbefläche, kaum Umsatz, kaum Gewinn, ein Milliardengrab der Superlative.

Gerd Abeldt von der lokalen ContainerZeitung [CZ] berichtet in der Ausgabe vom Samstag, 18.10.14 Seite 3, von einer gewichtigen Wirtschaftskonferenz in WHV, zu der "80 Unternehmer aus ganz Deutschland" angereist sind, um die Segnungen des brach liegenden Containerhafens kennenzulernen

Diese Teilnehmer wurden zunächst mit Vorträgen über die Vorzüge des EINZIGEN DEUTSCHEN TIEFHAFENS eingeölt, bis sie dann das Grauen des toten Hafens selbst persönlich in Augenschein nehmen durften.

Dem derzeitigen Leer-Geschäftsführers des Hafens [leer = empty bottle] Mikkel Andersen war allerdings bewußt, daß es einen gewissen Gegensatz zwischen dem propagierten Potential des Hafens und der real existierenden Unbefahrenheit der Schiffahrtsrinne zu erläutern galt. Und da wird’s jetzt richtig interessant, was wir als Financiers des Hafens [Steuerzahler] dank Herrn Abeldts von der CZ von Herrn Andersen [Maersk] zu hören bekommen:

"Reeder fällen Entscheidungen nicht nur nach objektiven Kriterien. Da spielen Emotionen eine Rolle, auch politische Interessen und irrationale Vernetzungen."

Emotionen:

"Schatz! Ich habe Dir schon tausend Mal gesagt, daß mein Rasierapparat auf der linken Seite der Ablage im Bad zu liegen hat! Wann kapierst Du das endlich!" Der Reeder X ist sauer heute morgen, er ist mit dem falschen Bein aus dem Bett aufgestanden, wie man heute sagt. AUS WUT baut er einen Containerhafen in XY.

Politische Interessen:

In irgendwelchen Hinterzimmern in Deutschland, Dänemark und vielleicht sonst noch wo anders: "Den Sozis müssen wir es mal endlich zeigen. Wir müssen sie von der politischen Bildfläche Europas verschwinden lassen. Wir machen es folgendermaßen: Wir reden einigen derer Repräsentanten ein, daß sie WEGEN SOUNDSOVIEL ARBEITSPLÄTZEN unbedingt einen zusätzlichen Containerhafen zu den sowieso schon vorhandenen und nicht ausgelasteten Häfen brauchen. Dann geht dieser neue Hafen pleite, und den Sozis wird es in die Schuhe geschoben, abgesehen davon, daß diese dann in ROTEN STÄDTEN kein Geld mehr für notwendige soziale Investitionen haben, wenn sie erst einmal alles in einen Containerhafen reingebuttert haben, den wir ja nicht bezahlen müssen!"

Irrationale Vernetzungen:

"Ein Cousin meines Schwipp-Schwagers meiner Cousine, und dessen Bruder hängt gelangweilt als Abkömmling einer unterbeschäftigten Reeder-Familie in der Provinz herum. Wir müssen doch unter uns Reedern international zusammen halten. Also unterstützen wir ihn mit einem Projekt eines zwar wirtschaftlich nicht überlebensfähigen, aber trotzdem hübschen Hafens. Wir "überzeugen" die Politiker, daß sie den Hafen unbedingt brauchen, und dann hat unser Reeder-Sproß in der Provinz endlich was zu tun!

Nicht nach objektiven Kriterien:

"Die Weltwirtschaftslage ist zwar noch nie so gewesen, daß sie über tausend Jahre kontinuierlich stets und ohne Unterbrechung gewachsen ist. Aber in Zeiten der Hochkonjunktur konnte man es der Masse der Bevölkerung, die wirtschaftliche Zyklen mangels Bildung nicht überblicken kann, stets einreden, auf dem Höhepunkt einer Hausse unsere schimmeligen Aktien zu kaufen, oder auch z.b. einen Hafen zu bauen, der nur Sinn macht, wenn die zur Zeit gefütterte Wirtschaft weiter und weiter und weiter boomt boomt boomt, woran keiner von den Wirtschaftsexperten selber dran glaubt. Aber dem „kleinen Mann“ kann man es schon so weis machen, und wir können dann mithilfe dieses neuen überflüssigen Hafens die Preise bei den anderen Häfen drücken. Wie geil!"

So in etwa muß es der Herr Andersen von CTW wohl doch gemeint haben auf der Wirtschaftskonferenz der Hafenexperten oder derjenigen, die es noch werden wollen, in Wilhelmshaven?

Wer meint, daß mit „nicht nach objektiven Kriterien entscheiden", "irrational", "von Emotionen geleitet" etwas anderes gemeint sein sollte, möge es bitte erläutern. Ich bin gerne für andere Interpretationen offen, die Kommentarfunktion unten lädt Sie herzlich dazu ein. Aber es muß begründet sein und einleuchtend.

Ich persönlich glaube hingegen nicht, daß REEDER ihre Entscheidungen emotional, irrational und subjektiv entscheiden. Ich glaube, daß REEDER knallharte Unternehmer sind, die sich jeden einzelnen Schritt genau überlegen und vorausplanen. Zumindest, wenn es um ihr eigenes Geld geht.

Was die Investition von Steuergeldern anbelangt, mögen eventuell die weichen Faktoren schon mal eine Rolle spielen, wenn sie vielleicht gern mal auf fremde Kosten zocken, und einfach mal eine Milliarden-Investition am freundlichen Jadebusen einfach so ausprobieren?

Eher scheint mir aber das Argument passend, daß man mithilfe eines zusätzlichen, überflüssigen Hafens eben die Preise drücken kann. Das lehrt uns jede erste Stunde Volkswirtschaft in der Uni oder Volkshochschule, wenn da diese Kurven von Angebot und Nachfrage an die Tafel gemalt werden und dann erläutert: "Wenn das Angebot an Arbeitsplätzen steigt, sinkt der Preis [zu zahlender Lohn] für die Nachfrager [Arbeit“geber"]". Also, wenn ich die Arbeitnehmer alle entrechte, indem ich sie aus den Gewerkschaften treibe durch Drohungen, wenn ich die schützende Hülle der Arbeitslosenversicherung quasi abschaffe und durch ein grauenhaftes Sanktionssystem ersetze, wenn ich die Anzahl der nach Arbeitsplätzen Suchenden virtuell/argumentativ erhöhe, indem ich damit drohe, die Betriebsstätte und das ganze Unternehmen womöglich ins Ausland zu verlagern, wo die "Anbieter" von Arbeitskraft billiger sind, dann kann ich die Angebots-Nachfrage-Kurve in meinem Sinne beeinflußen. Genau so läuft es mit dem "Preis" für Liegegebühren in Containerhäfen an der europäischen Nordseeküste auch.

Aber:

Es wird langsam peinlich für die Lokalmatadoren, die sich seit über zehn Jahren für ein verdecktes, den Politikern und der Öffentlichkeit [die das "Unternehmerrisiko" in diesem Falle über Steuergelder trägt] nicht offenbartes [also verschwiegenes] unternehmerisches Kalkül eingesetzt haben, über einen nicht zu brauchenden, vor ungenutzten Kapazitäten nur so strotzenden Containerhafen die Liegegebühren in den anderen Häfen zu drücken [in Hamburg, Bremerhaven und Rotterdam: "sonst gehen wir nach Wilhelmshaven mit unseren Schiffen" und in Wilhelmshaven "sonst bringen wir keine Schiffe zu Euch"] und mit öffentlichem Geld die eigenen Kosten "zu optimieren". Das haben die Politiker alle verschlafen und die Kräne stehen still in Wilhelmshaven. Reimt sich sogar.

Diverse Leitmedien, Print und TV machen sich inzwischen lustig über den "Geisterhafen" da bei den Friesen im Norden.

Mario Barth [ein Comedian/Kabarettist]:
"Mario Barth deckt auf", RTL, Sendung vom 7. Mai 2014, 20:15 Uhr zur besten Sendezeit. Ein fünfeinhalb-minütiger Beitrag, in dem der TV-Koch Steffen Henssler mutig als Undercover-Journalist versucht, auf das Gelände des Jadeweserhafens zu gelangen. Er bekommt keinerlei Drehgenehmigung, weder vom Hafenbetreiber selbst, noch von der Stadt oder vom Land Niedersachsen, noch von der Firma Nordfrost, die ja nun eigentlich ein Interesse haben müßte, daß der Mißstand der Riesenfehlinvestion öffentlicher Mittel bekannter wird in der Bundesrepublik. Schließlich betreibt er einen Schadensersatzprozeß gegen Eurogate wegen der fehlenden Schiffe und ist selber mächtig sauer auf das Verhalten der öffentlichen Hand. Steffen Henssler blitzt an der Pforte ab. Er will dem Kapitän eines ankommenden Schiffes eine Flasche Champagner und einen Blumenstrauss überreichen. Henssler: " … In diesem Hafen kann man jährlich bis zu 2,7 Millionen Container umschlagen. Tatsächlich sind es 70.000. Das wäre so, als wenn ich ein Restaurant eröffne mit 100 Plätzen und jeden Tag kommen 2 Leute." Hennsler versucht, mittels eines Touristen-Busses in das Gelände zu gelangen.


Dort gibt der Mann am Mikrofon nur spärliche bis gar keine Antworten auf Hennslers Fragen:

Hennsler:
"Wieviel Leute arbeiten eigentlich gerade derzeit am Hafen?"

Antwort:
"Ich hoffe alle!"
 
Hennsler:
"Alle zwei, oder was?".

Der Mann am Mikrofon lacht mit.

Henssler:
"Warum ist hier so wenig los?".
 
Antwort:
"Das ist eine gute Frage. Äh, es hängt an der Wirtschaftssituation weltweit ..."

Henssler:
"Wenn Hamburg und Bremerhaven nicht so weit weg ist, wie kam man auf die Idee des Hafens?"

Antwort:
" --- [Pause] Okay! Das bringt mich ein bißchen durcheinander … [es folgt keine weitere Antwort]".

Henssler:
"Wieviel hat's gekostet?"

Antwort:
"Hä?"

Henssler:
"Wieviel das gekostet hat?"

Antwort:
"Das kann ich Ihnen nicht sagen. Das ist geheim."

Henssler:
"Oh ho! Warum denn geheim?"

Antwort:
"Ja, also, wir wollen jetzt, solche Diskussionen können wir nachher weiter führen."

Kritische Fragen sind offenbar nicht erwünscht und anscheinend rechnet die Jadeweserport-Leitung nicht einmal damit, denn der Mann im Mikrofon scheint sehr schlecht vorbereitet überhaupt auf die Situation kritischer Fragen zum Hafen.

Der Hafen wurde immerhin vom Steuerzahler bezahlt. Und der darf nicht einmal Fragen dazu stelllen? Betriebsgeheimnis? Wohl eher Peinlichkeit in Vollendung.

Ich finde es toll, daß Mario Barth und auch der Fernsehkoch es gewagt haben, diese kritischen Fragen zu stellen und sogar an die Öffentlichkeit weiter zu geben!

Irgendwas kommt mir an dieser Sendung über Steuerverschwendung allerdings komisch vor. Komisch im Sinne von absurd. Ich glaub' ich weiß: Es ist, daß die Zuschauer Eintritt dafür bezahlen, daß sie über sich selbst lachen dürfen. Sie selbst sind nämlich die Steuerzahler, die die verrückten Dinge da bezahlen, die Mario Barth aufgespürt hat. Nur: Wahrscheinlich denken diese Zuschauer, auch die auf dem bequemen Sofa zuhause, hihi, das hat ja die Nachbargemeinde erwischt. Und nicht uns. Hihi. Ja, die Mehrwertsteuer zahlen wir aber alle, egal in welchem Kaff wir wohnen. Und die fließt in den Bundeshaushalt und finanziert solche sinnlosen Brücken, Häfen, unterirdische ParisBratislavaMagistraleBahnhöfe [Stuttgart], die oberirdisch viel besser laufen usw. Und das ist doch ein bißchen absurd, oder? Daß ich schadenfroh auf mich selber bin, weil ich für einen Schaden bezahlen darf, den ich zwar nicht verursacht habe, aber über den ich dafür lachen darf. Hä? Aber vielleicht bin ich da jetzt zu kritisch. Lachen muß erlaubt sein. Es ist nur ein ziemlich teures Lachen.

Mario Barth erfüllt die Aufgabe eines klassischen Hofnarren:
Für Geld macht er sich zum Narren, damit das Volk über ihn oder in diesem Falle über andere [Steuerzahler] lacht statt über sich selbst [genauso Steuerzahler] oder den König, damit die Herrschaft des Königs [Bundesregierung, Abgeordnetendiäten usw.] als solche nicht hinterfragt werden. Das hat im Mittelalter funktioniert, und das funktioniert auch heute, braucht man nur RTL Mittwochabend in diesem Falle einschalten. Das Politbarometer [fiktive Bundestagswahlen am nächsten Sonntag] ändert sich durch solche Sendungen nicht. Nicht einmal für eine logische Sekunde. Aber das ist nicht die Schuld von Mario Barth. Man kann nicht mehr tun als aufwecken. Immerhin gibt es jetzt diese Sendung, und im rtl Management sitzen nicht wie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Parteien, die diese Steuerverschwendungen verursachen.


Jedenfalls ist die Sendung von Mario Barth lustiger als die "Scherze" der Teilnehmer der WirtschaftsKonferenz vorletzte Woche in WilhelmsHaven, die GerdAbeldt ebenfalls für die CZ wiedergibt: "Die Logistik beim Catering war super, wenn das auch mit den Containern so klappen würde ..."

Ja, ich habe auch einen Cater nach diesem Bericht von der KonFerenz.

Die gespielten EmoTionen von HafenIdeenGeber JohnNiemann [CZ v. 17.10.] auf der KonFerenz gebe ich hier nicht wieder, er regte sich wieder auf über Miesmacher seines tollen Milliardengrabes. Er hat sich nichts vorzuwerfen. Als Sproß einer Reeder-Familie hat er keine Ahnung im voraus, daß Reeder irrational, nicht objektiv, aufgrund geheimer [="irrationaler"] Netzwerke [Seilschaften, Beziehungen] und von Emotionen geleitet einen Hafen planen.

So, da ich mir als nicht-börsennotiertes NichtUnternehmen [Nicht-Ich-AG] großzügig Leerzeichen leisten kann, verabschiede ich mich gewohnt in folgender Schreibweise:

H e i d i      B e r g      :-)
[Boah, hat die viel Platz!!! Die könnte ihren Namen sogar auf dem JWP-Gelände parken]


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