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Schafspelze und Kreidevorräte bei Regierungskoalition ausverkauft
17|03|2011



Norbert Röttgen: Personivizierter Wendehals stellvertretend für seine Partei? [Bildquelle: Wikipedia | Laurence Chaperon]

3 Monate Moratorium: 3 Monate will man "nachdenken", ob Atomenergie doch vielleicht ein bißchen gefährlich ist. Röttgen [nicht Röntgen]: Das Restrisiko war bisher nur abstrakt. Jetzt ist es real geworden.

Ja, ja. Recht hat er. Vor knapp 25 Jahren ist das Restrisiko aber schon einmal real geworden, am 25. April 1986. Da war Röntgen-Röttgen 20 Jahre alt. War er da gerade zum Studentenaustausch in Dresden, im Tal der Ahnungslosen [kein Westfernsehen damals]?

Es ist alles nur verlogenes Gewäsch, was unsere schwarz-gelben Helden im Moment von sich geben. Man gibt sich durch die Bank "einfühlsam-bedrückt". Das sei schlimm jetzt, was da in Japan passiert. Und man wolle die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke "noch einmal neu überprüfen". Ja, hat denn der TÜV in Deutschland bei den Kernkraftwerken die letzten 40 Jahre so geschlafen, wie unser Atomminister Rön[t]tgen im zarten Alter von nur 20 Jahren? "Neu bewerten"? Ja, was haben denn die hoch bezahlten Ingenieure denn die letzten 40 Jahre bewertet? "Im Sinne" des share-holder-value der Atomkonzerne etwa? Und damit nicht im Sinne eines langfristigen Überlebens der Bevölkerung auf dem Territorium der BRD? Früher waren mal hier viele Wälder ...

Das Jugendbuch "Die Wolke" von Gudrun Pausewang war kurz nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl ein Bestseller und schilderte zum ersten Mal in Prosa und nicht in Techniker-Hyroglyphen die Situation eines Atom-GAUs projeziert auf unsere Heimat in Deutschland. Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld erlebte in der Fiktion eine Kernschmelze und die 14-jährige Janna-Berta wird mit ihren Mitschülern und Lehrern durch einen Katastrophenalarm überrascht. Keiner weiß, was jetzt WIRKLICH zu tun ist. Janna-Berta flieht etwas orientierungslos zunächst nach Fulda. Nach einer weiteren Odyssee wird sie - bereits strahlengeschädigt und ihre Haare verlierend, da sie sich zum Zeitpunkt des Unfalls in der Kern-Gefahrenzone befand - zu ihrer Tante nach Hamburg gebracht.

Diese Fiktion, Fiktion nur in Bezug auf Deutschland bisher, nicht aber in Bezug auf Weißrussland, wo auch heute noch die Krebserkrankungsrate für Kinder und Erwachsene ungemindert hoch ist und ohne - nach 25 Jahren - zu sinken, wird nun in millionenhafter Wiederholung in Japan in den kommenden Wochen Wahrheit.

Politiker sollen in gefährlichen Situationen "kühlen Kopf" bewahren. Am Morgen des 15. März war Krisengespräch der atomfarbenen Ministerpräsidenten im Kanzleramt. Vorgestern abend wurde bereits das "Nachdenk-Moratorium" von drei Monaten verkündet.

Angesichts der nun jedermann bekannten und in eindrucksvollen Fernsehbildern rund um die Uhr auch visuell bewußten Informationslage gibt es, wenn man einen kühlen Kopf noch hat (und nicht inzwichen heiß, weil man die liebgewonnenen gigantischen Atomprofit-Pfründe davonschwimmen sieht, und auch die politische Macht angesichts der anstehenden Landtagswahlen), dann gibt es nur eine ALTERNATIVLOSE Entscheidung:

AB-SCHAL-TEN !!!  So rufen es inzwischen deutschlandweit sämtliche Anti-Atom-Demonstranten im Chor.

Dazu muß man nicht drei Monate über die [finanziellen] Folgen einer Reduzierung des Atomstroms im gesamtdeutschen Energie-Mix "nach"denken. "Brüten". Dann, wenn die politische Luft nach überstandenen oder Wahlverluste bescherenden Landtagswahlen wieder vorbei sind. Komisches Timing bei der Bundesregierung: 3 Monate. Warum genau 3 Monate?

"Ich habe den Eindruck, unsere "Entscheider", Wirtschaftsführer und Politiker von Schwarz-Gelb, haben schon lange abgeschaltet - ihr Empfinden für eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und auch Kindeskinder.

Hoffentlich steht uns und ihnen keine "strahlende Zukunft" bevor. Das wäre noch schlimmer, viel schlimmer als die 1990 angekündigten "blühenden Landschaften".


Heidi Berg


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