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Globalisierung: Dabei hat doch alles so schön angefangen
12|03|2010



Die Meinungen der Bürger wurden wie immer ausgeklammert und Warnungen in den Wind geschlagen.

Die Bahn kommt [ ... oder auch nicht], der Hafen kommt [ ... oder auch nicht] und der Auschwung kommt auch nicht. Globalisierung all around und "Et hätt´ noch immer jut jejange" - Augen ganz fest zu und durch.

So könnten die Absichtserklärungen und die Tugenden der Wilhelmshavener Politprominenz zum Hafenbau am seefischfreien Tieffahrwasser lauten. Unterm Strich aber stellt sich immer mehr die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Mördermilliardenprojekten oder einem zusätzlichen Containerhafen.

Den Titel Exportweltmeister haben die Deutschen inzwischen an China verloren, das weiter voranprescht:
Zitat: "... Gleichzeitig gewinnt China immer mehr Marktanteile. Das Land, das Deutschland im vergangenen Jahr vom Spitzenplatz des Exportweltmeisters verdrängt hatte, meldete wieder zweistellige Zuwachsraten. Im Februar schossen die chinesischen Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 45,7 Prozent nach oben. Allerdings waren die chinesischen Exporte damals krisenbedingt auch besonders stark eingebrochen."
[Quelle: Tagesschau | 10-03-2010]

Wenn man genau hinschaut, dann steht da:
Zitat: "Allerdings waren die chinesischen Exporte damals krisenbedingt auch besonders stark eingebrochen."...
...was bedeutet: es kann logischerweise nur wieder bergauf gehen! Es beantwortet aber nicht die Frage: Wann? und auch nicht, mit was für einem Niveau es in den norddeutschen Häfen wieder "bergauf" geht!

Der Wirtschaft droht nun ein weiterer Rückschlag:
Zitat: "Wirtschaft droht Rückschlag - Stärkster Einbruch beim Export seit einem Jahr ...

...Schwerer Rückschlag für die deutschen Exporteure: Die Ausfuhren brachen im Januar so stark ein wie seit einem Jahr nicht mehr. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft auch im ersten Quartal nicht wächst..."
[Quelle: Tagesschau | 10-03-2010]

Trotz des vorhandenen Wissens ist man offiziell immer noch nicht bereit, dem in Wilhelmshaven fehlgeplanten Containerhafen eine neue Funktion zu geben. Vielleicht will man sein Klientel in diesem Punkt einfach überraschen, d. h. man stellt es zum richtigen Zeitpunkt, kurz nach der Kommunalwahl 2011, vor vollendete Tatsachen und weiht einen erweiterten Geniusstrand mit direktem Gleis- und Autobahnanschluss ein.

Spaß beiseite, denn es kann natürlich auch sein, dass man den Wählern vor den Wahlen erzählt, dass der Hafen kommt. Sollte er dann nicht wie versprochen fertig werden, hat man mit Eurogate einen Sündenbock, den man nach "Strich und Faden" als Spielball für das eigene Versagen in der Presse "Kielholen" kann.

In Cuxhaven und Bremerhaven hingegen bemüht man sich schon um ein großes neues Geschäft mit Offshore-Windenergieanlagen, die man natürlich auch von Wilhelmshaven aus an ihren Ort verbringen könnte.

Dagegen steht natürlich das Versprechen mit dem Ausbildungsprogramm für 20 Millionen Euro der Steuerzahler im Raum, um Arbeitslose als spezialisierte Container-Hafenarbeiter ausbilden und letztendlich arbeiten lassen zu können - wo hat allerdings keiner so richtig gesagt. Zusammen mit den 650 Millionen Euro ist das natürlich auch ein Pfund für die Bauwirtschaft, aber leider ohne volkswirtschaftlichen Nutzen - verbranntes Geld und ein Hafen buchstäblich auf Sand gebaut.

Der Hafenbetreiber Eurogate richtet seine wirtschaftlichen Aktivitäten möglichst global aus, auch wenn die Politiker noch so laut "krähen". Das politische Mitspracherecht bezieht sich darauf, Geld "locker zu machen". Als Preis für die zahlenden "Volksvertreter" winkt ein feines Tröpfchen zusammen mit einer wohltemperierten Zigarre in der Chefetage von Eurogate, damit man sich auch einmal so richtig wichtig vorkommen kann, bevor einen kurz nach Vertragsunterzeichnung die Wirklichkeit einholt.

Ein Beispiel dafür, wie Konzerne sich ausrichten und zu Konkurrenten auf dem eigenen Markt werden [auch Eurogate], zeigt die Automobilindustrie mit der Marke Skoda, einer Tochter des VW-Konzerns:
Zitat: "... Konzernchef Winterkorn hat sich maßlos darüber geärgert, dass der Skoda Superb Kombi einen Vergleichstest gegen den Passat gewann, "weil er einfach mehr bietet fürs Geld - viel mehr Ausstattung und noch mehr Raum" ["Auto Bild"]. Und bei der Qualität entdeckten die Tester zwischen Skoda und VW "kaum einen Unterschied". Das ist nicht verwunderlich. Skoda verwendet die Technik von VW, stattet seine Fahrzeuge aber besonders fein aus, setzt 17- statt 16-Zoll-Räder ein, verwendet im Innenraum Leder, Holz und verchromte Armaturen.

Der Hersteller strebte schon immer nach Höherem. In den Zeiten des Kalten Kriegs war Skoda die Top-Marke unter Osteuropas Autoherstellern. 1991 übernahm der VW-Konzern das Unternehmen. Und seit einigen Jahren versucht Skoda, sich innerhalb der Konzernhierarchie immer weiter nach oben zu kämpfen. Nur beim Preis ist die VW-Tochter bescheiden: Der Superb Kombi ist ein paar tausend Euro billiger als ein vergleichbarer Passat..."

...und nach dem Ärger folgt dann die Zwangsausrichtung, d. h. die Unterordnung unter das Niveau des Mutterkozerns:
Zitat: "Bei Skoda reißt VW-Chef Winterkorn jetzt das Steuer herum. Die Kosten sollen gesenkt und die Modellpalette soll besser mit Volkswagen abgestimmt werden. Der Nachfolger des Skoda Superb wird wohl deutlich kleiner ausfallen. Im Inneren wird es weniger Leder geben..."
[Quelle: Spiegel | 08-03-2010]

Unterm Strich bedeutet diese Verfahrensweise, dass in Tschechien zukünftig weniger VW-Qualität vom Band läuft - Innovation, Fortschritt, Zukunftsstrategie: ausgebremst!

Globalisierung hat so ihre Tücken und haben sie etwas bemerkt: Kein Politiker weit und breit, der sich einmischt, hier herrscht das "VW-Gesetz" und es gilt das Wort von Winterkorn, sonst gar nichts.

In Sachen Hafenbau glauben die "Volksvertreter" immer noch das letzte Wort haben zu können - weit gefehlt, denn die dürfen noch nicht einmal mehr den Vertrag einsehen.

Unsere Politiker wachen nicht auf, sie lassen sich mit den ewig gleichen Mechanismen regelrecht einkaufen und manche wandern dann in Aufsichtsräte, nachdem sie Hartz IV durchgesetzt haben.


Bild vergrössern Einfach ´mal vergrössern, da finden sich eine Menge Bekannte aus dem öffentlichen Leben, die sie vom Sehen her kennen.

Ganz schön viele und vor allen Dingen wichtige Politiker, Journalisten, Geschäftsleute etc. sonnen sich auch schon einmal auf einer Einladung des Atlantikbrücke e. V., einer "politgeschäftlichen" Instanz hinter den Kulissen, dort, wo die richtigen Entscheidungen manifestiert werden, um dann kanalisiert bei den für die jeweiligen Ressorts zuständigen Politikern verabschiedet werden zu können.

Der Verein charakterisiert sich so:
Zitat: "Die Atlantik-Brücke wurde als gemeinnütziger Verein mit dem Ziel gegründet, eine Brücke zwischen Deutschland und den USA zu schlagen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das Bemühen um ein besseres gegenseitiges Verständnis. Regelmäßige Konferenzen, Seminare, Vortragsveranstaltungen und Begegnungen im kleinen Kreis sollen dieses Verständnis ebenso fördern wie zahlreiche Veröffentlichungen und eine Reihe von Austauschprogrammen.

Die Aktivitäten der Atlantik-Brücke beschränken sich jedoch nicht allein auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Seit 1986 finden auch jährliche Konferenzen mit hochrangigen Vertretern aus Kanada statt, und seit 2001 wird jährlich eine Europäische „Young Leaders“-Konferenz durchgeführt."
[Quelle: Atlantik Brücke e. V.]

Hier wird versucht, bestimmtes "Gedankengut" zu transportieren, Gedankengut, das uns auch in die Krise führte und in weitere führen wird. Es ist aber ein schöner Beleg dafür, wie Politik, Wirtschaft und sogar hochrangige Militärvertreter miteinander umgehen, "im kleinen Kreis" unter Ausschluss der Bürger.

Kein Geringerer als Walter Leisler Kiep ist unter anderem Ehrenvorsitzender der Atlantik-Brücke e.V. und Chairman Emeritus des Atlantk Brücke e. V. [1984 – 2000: Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V., Berlin, seit 2004: Ehrenvorsitzender der Atlantik-Brücke e.V., Berlin] - was meinen Sie, warum der so oft nach Wilhelmshaven kommt - weil es hier so schön ist?

Sein Lebenslauf klingt so richtig wichtig, da steht man vor lauter Autorität zunächst einmal förmlich stramm:
...
- 1972 – 2001: Mitglied im Beirat, Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

- 1976 – 1997: Mitglied des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, Wolfsburg


- 1985 – 1993: Mitglied, Board, Imperial Chemical Industries, plc. [ICI], London

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

- 1976 – 1997: Mitglied des Aufsichtsrates


- seit 1994: Ehrensenator der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, Sachsen


- 1989 – 1998: Mitglied des International Advisory Board, Fuji-Wolfensohn International, New York


- seit 1999: Mitglied des International Advisory Board, Fuji Bank, Ltd., Tokio...


Wir haben uns erlaubt hier einfach einmal nur einige und vielfach Ehrentitel zu mischen, damit sie einen klitzekleinen Eindruck davon bekommen, was Macht bedeutet und wie sie vorgelebt wird. Man findet hier auch die Vorboten für Industrialisierungen, denn so ganz uneigennützig ist das nicht, im Aufsichtsrat von ICI [heute INEOS] gesessen zu haben, nachdem man dafür gesorgt hat, dass sich dieses Unternehmen am Jadebusen niederlässt.

Wenn wir an das Gros der PolitikerInnen aus dem Rat denken, bezogen auf anscheinend rentierliche Mördermilliardenprojekte, dann klingt das inzwischen wie bei Grönemeyer.

Viele Politiker würden dann singen:

Zitat: "Bin vor Freude außer mir
will langsam mit dir untergehen
kopflos, sorglos, schwerelos in dir verlieren ..."

... und das gemeine Volk wird unter Zuhilfenahme des lokalen Presseorgans solange konditioniert, bis es von sich gibt:
Zitat: " ... deck' mich zu mit Zärtlichkeiten
nimm' mich im Sturm die Nacht ist kurz
friedvoll, liebestoll, überwältigt von dir
schön, dass es dich gibt..."
[Quelle: Halt mich | Herbert Grönemeyer]

Gemeint sind die Politikerinenn, die wie im Liebesrausch an ihren Ämtern kleben und diese mit "Zähnen und Klauen" verteidigen. Ihr Fachwissen ist vielfach Gutdünken und mischen sich wirklich einmal Leute vom Fach ein, werden diese politisch gewollt sogar noch aus den Aufsichträten oder einer öffentlichen Diskussion entfernt.

Es scheint zu gelten: Listenplatz sichern und teils üppige Tantiemen aus Ausschüssen bitte auf mein Konto und/oder anteilsmässig auf das Konto meiner Partei und bitte direkt am Bürger vorbei!

Man muß sich immer vor Augen halten, dass diese PolitikerInnen die nächste Kommunalwahl gewinnen wollen.

Ich möchte´mal behaupten, den schwimmen gerade die Felle weg.



Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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