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Wilhelmshaven: Wohn- und Catering Dienstleister insolvent
18|03|2010



Sogar an Containern prangte die Werbung immer noch, als "das Kind schon in den Brunnen gefallen" war.

Workcare hatte eine gute Idee. Die vielen tausend Hafenarbeiter am JWP direkt vor Ort unterbringen und versorgen.

Das Problem, bei dieser Idee legte Workcare die diversen Aussagen über den unaufhaltsamen Aufschwung Wilhelmshavens durch den JadeWeserPort als einigermaßen zutreffend voraus.

Vorausgesagt hatten die JWP Befürworter, dass schon während der Bauzeit mehrere tausend Hafenarbeiter nach Unterkünften in Wilhelmshaven suchen würden.

Es gibt sie aber nicht, die vielen tausend Hafenarbeiter, und damit auch nicht diejenigen, die sich in dem Containerdorf einmieten.

Neben der JadeWeserPort-Baustelle, und nur diese war Grundlage der Geschäftsidee, wird momentan auch noch das neue Kraftwerk gebaut. Dass auch diese zusätzlichen Kraftwerksbauer der Workcare keine Auslastung für ihr Containerdorf brachten, macht deutlich, wie weit die JWP-Versprechungen der Politiker über tausende Baustellenarbeiter an der Wirklichkeit vorbeigegangen sind.

So geht es, wenn man als Unternehmer auf politische Versprechungen baut und nicht auf Realitäten. Natürlich muss man der Workcare vorwerfen, dass sie sich nicht vorher nicht einmal auf anderen Hafenbaustellen umgesehen hat. In Hamburg und Bremen hätte die Workcare dann sicher schon live sehen können, wie viele spätere Kunden tatsächlich im Umfeld einer solchen Baustelle herumlaufen.

Nicht nur die Workcare bekommt die Realität heute zu spüren. Auch die Stadt Wilhelmshaven, die seit Jahren darauf baut das schon die Baustellen des JWP und des Kraftwerkes viele hundert Arbeitsplätze für hiesige Arbeitslose bringen werden, und sehr viele der auswärtigen Arbeiter sich in Wilhelmshaven zumindest anmelden müssten.

Einzig auf der Kraftwerksbaustelle gibt es tatsächlich einige Bauarbeiter, die sich zumindest vorübergehend in Wilhelmshaven anmelden und etwas Geld in die Kasse spülen.

Beim JWP 100%ige Fehlanzeige.

Neben dem Problem der Workcare, bleibt aber auch die Stadt Wilhelmshaven nicht ungeschoren.

Sie hatte das Grundstück Geniusbank [ehemaliger Campingplatz] vom Land Niedersachsen gekauft und hoffte die Flächen längerfristig als Refinanzierung verpachten zu können.

Daraus wird nun nichts. Nun könnte man Schadenfreude an den Tag legen und sagen, dass die Stadt Wilhelmshaven auf ihre eigenen Fehleinschätzungen beim JWP [auch hier hätte jeder, auch die Politik die Realitäten wissen können, oder hat dies sogar gewusst] reingefallen ist.

Vor dem Hintergrund der massiven Verschuldung der Stadt kann dieses Gefühl bei mir aber nicht aufkommen.

Auch könnte ich heute Berichte aus der Schublade ziehen, in welchen ich schon vor Jahren darauf hingewiesen habe, dass es kaum Hafenarbeiter geben wird, dass fast kein Wilhelmshavener hier Arbeit finden wird. Nur, auch das bringt niemanden voran.

Die Hoffnung, dass Verwaltung und Politik auf Grund solcher Erkenntnisse ihre Traumvorstellungen endlich korrigieren werden und zumindest die Zukunft auf realistischere Zahlen aufbauen wird, kann man in Wilhelmshaven aber aufgeben.

Selbst die Kinderklinik des RNK erhofft sich nach Aussage der Chefetage noch heute vom JWP eine bessere Auslastung des Kreissaals, was einem normal denkenden Bürger einfach die Sprache verschlägt, aber deutlich zeigt wo wir leben. Schilda!?

Egal welches Zukunftspapier man als Ratsvertreter in die Finger bekommt, bauen alle immer noch auf die Illusion JWP auf. Vom Tourismuskonzept, über Ansiedlungsplanungen, Haushaltsplanungen, bis hin zu zukünftigen Arbeitslosenzahlen und sinkende Ausgaben im Sozialbereich wird der JWP immer wieder als Magnet, Einnahmequelle, oder Auslöser für Millioneninvestitionen angeführt.

Die Folge wird sein, dass wir im Rat der Stadt, wie in den letzten 10 Jahren, Jahr für Jahr ganz verwundert feststellen müssen, dass die Dinge nicht wie gewünscht/erträumt eingetreten sind.

Vielleicht wissen die politisch Verantwortlichen in Land und Stadt auch, dass ihr Kartenhaus JWP längst zusammengebrochen ist. Dass von ihren vollmundigen Versprechungen nichts geblieben ist. Dass allein die Stadt Wilhelmshaven einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in den Geniussand gesetzt hat, ohne Hoffnung darauf dafür etwas zurück zu bekommen.

Mittlerweile verhalten sie sich aber wie ein Verdurstender in der Wüste, der in seiner endlosen Not am Horizont immer die Oase sieht, obwohl es diese natürlich nicht gibt.

Der JadeWeserPort wird gebaut. Auf dem JadeWeserPort wird irgendwann auch Containerumschlag stattfinden. Wir können dieses Rad nicht mehr zurückdrehen, so sehr sich das auch immer mehr Bürger – auch viele, die mich für meine Gegnerschaft zum JWP immer wieder beschimpft haben - wünschen.

Der Aufschwung durch den JWP ist aber nur eine Fata Morgana. Ein Milliardengrab, dass uns als riesiges Mahnmal direkt auf den Geniusstrand in Beton gegossen wird. Der einzige Leuchtturm an der Geniusbank ist und bleibt das schon seit vielen Jahrzehnten dort stehende Leuchtfeuer. Einig von ihm geht auch ein helles Licht aus.

Mit dem JWP hat unser Leuchtturm nur wenig gemeinsam. Aus ihm fällt auch kein Geld heraus, und er bringt nur wenige Arbeitsplätze!

Wenn ich wetten würde, könnte ich heute mit Ihnen wetten, dass es nur wenige Tage dauern wird, bis der JWP wieder als Argument für den unaufhaltsamen Aufschwung herhalten muss, bis er wieder Grundlage von Bebauungsplänen und städtischen Zukunftskonzepten ist und angezogen vom JWP die Investoren wieder einmal in langen Schlangen vor der Stadt stehen.
  
Vor etwa 10 Jahren waren viele Themen rund um das Jahrhundertprojekt sicher noch eine Glaubensfrage, heute aber [leider] nicht mehr!

Euer



Joachim Tjaden

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