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Badespass trotz der Fäkalien...
...titelte das lokale Heimatblatt zum Saisonende 2007
08|05|2009



Das lokale Heimatblatt schoß mit dieser Überschrift in Sachen Fäkalieneinleitungen am Wilhelmshavener Südstrand am Saisonende 2007 den Vogel ab!

"Ich gehe hier nicht baden!"

Dr. Jens Graul [Kultur und Umweltdezernent Wilhelmshaven]

Wir hatten natürlich nichts anderes erwartet, von einer Illustrierten, die so tut, als wäre sie Wilhelmshavens Leitmedium.

Die Leitpolitprominenz schließt sich diesen Zeilen meistens kommentarlos an und in eingeweihten Kreisen nennt man das Gros der RatsvertreterInnen auch "Einleit-Polititprominenz", weil es für diese Menschen ganz normal ist, wenn man gesetzlich halbwegs legalisiert Fäkalien jahrzehntelang in die seit letztem Jahr einzig verbliebene Vorzeigebadezone Wilhelmshavens pumpt.

Zur Saison wird der Badestrand, d. h. der Südstrand, mit Shantychor, Presse und neuerdings Wilhelmshavener Tourismus und Freizeit GmbH [WTF] und Stadtoberhauptansprache eröffnet.

Seit einigen Jahren immer mit gedämpftem Ton, denn seit Ende 2006 gibt es "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen", die Bürgerinitiative, die die skandalösen ungeklärten Fäkalienverklappungen öffentlich machte.

Immer wenn sie auftauchen, wird es unangenehm für Wilhelmshavens Politprominenz, denn dann kommen Erklärungsversuche, Ausflüchte wie "wir haben zu wenig Geld", "es war schon immer so", "ich und meine Frau baden schon seit Jahrzehnten und wir sind nicht krank geworden"!

Insgesamt wird dieser Vorgang durch das berühmte "Totschweigen" gekennzeichnet, wie immer bei sensiblen städtischen Angelegenheiten.


"Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen", die 2008 den Preis für Zivilcourage erhielten, lassen sich nicht entmutigen und ihnen fällt immer wieder etwas ein, wenn es darum geht, Öffentlichkeit zu erzeugen.

Dieses Jahr schrieben sie der WTF, weil der Text in der sogenannten Gästeinformation nicht der Wahrheit entspricht, d. h. bis heute werden die ahnungslosen Touristen und BadegängerInnen nicht darüber informiert, was da eingeleitet wird.

Da heißt es lediglich:

Zitat: "Eröffnung der Badesaison am Südstrand
<...>
Die Mitarbeiter der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH [WTF] haben auf diesen Moment hingearbeitet. Jeder Strandkorb wurde geprüft, gereinigt und auf den vorbereiteten Flächen platziert. Geländer wurde gestrichen, sanitäre Einrichtungen hergerichtet und Spielgeräte montiert. Auch das bei den Kindern beliebte Spielschiff steht zum Entern bereit.
<...>
Während der Badezeiten in der Saison sind die Rettungsschwimmer der DLRG an drei Stationen am Südstrand sowie am Freibad Klein Wangerooge im Einsatz. In der Ferienzeit [25.06. bis 30.08.09] ist die DLRG täglich vor Ort. Vor und nach der Ferienzeit werden die Strände jeweils an den Wochenenden bewacht."
<...>
Alle Wilhelmshavener und Gäste sind herzlich eingeladen, am 9. Mai 2009 den Beginn der Saison auf der Schokoladenseite Wilhelmshavens, der Südstrandpromenade, zu genießen."
[Quelle: www.wilhelmshaven-touristik.de]

Sogar Extra 3 widmete sich den gequirlten Fäkalien in einem sensationellen 4einhalbminütigem Beitrag, der inzwischen zu einem Klassiker avencierte.

Für die Stadt ist das Problem gelöst, denn sie werden ab 2011 anfangen eine Druckrohrleitung vom Pumpwerk Süd zur Zentralkläranlage zu legen und im Kanalnetz Zwischenstauvolumen nutzen, um die auftretenden temporären Massen an Regenwasser möglichst abzufedern, mit denen dann alles im Mischungsverhältnis 1:7 eingeleitet wird.

Um 90 Prozent möchte man die Einleitungen verringern, ein ambitioniertes Ziel, was die "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen" innerhalb von Minuten anhand der statistischen Daten widerlegten. Maximal 46 Prozent der Einleitungen könne man abfedern, mehr nicht.

Sehr speziell ist auch, dass sich das Wasser im Jadebusen erst nach ca 3 Monaten zu 95 Prozent austauscht, nicht etwa mit Ebbe und Flut.

Bis Ende April wurde laut Wilhelmshavener Entsorgungsbetrieben dieses Jahr schon
12 Mal eingeleitet.

Die WTF erwähnt auch nach den Verbesserungsvorschlägen der Gästeinformation durch "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen" in keinster Weise die Einleitungen oder die sensationelle Fäkalienwarnanlage, eine rote Fahne, die im Falle einer Verklappung ein Badeverbot signalisiert. Eigentlich müßte der Badestrand dann aus Sicherheitsgründen 72 Stunden gesperrt bleiben, so lange, bis die Messergebnisse feststehen. Mit den Europäischen Richtlinien nimmt es die Stadt aber nicht so genau, denn das bedeutet Image- und erhebliche Einnahmeverluste.

Da setzt man lieber auf den Zufall und wartet ab, bis jemand nachweisen kann, dass seine Hautirritationen oder eventuelle gesundheitliche Gebrechen nachweislich von der Ursuppe am Wilhelmshavener Südstrand stammen.

Mit zwei Pseudogutachten für insgesamt 90.000 Euro und einer veranschlagten Summe von 20 Millionen Euro [staun..., boah ey..., super...] versucht man bis heute die BürgerInnen zu beschwichtigen und seine jahrzehntelangen politischen Fehler zu kaschieren, denn man wollte schon lange beenden das einzuleiten, was hinten rauskommt!


Während der 13-Intervall-Fäkalieneinleitung vom 29. Mai 2007 konnte man gut sehen, was da so im Siel hängt: Damenbinden, Q-Tips, Socken. Klopapier...

In den letzten Tagen hat es viel geregnet und so ist zu befürchten, dass auch wieder ungeklärte Fäkalien, ungeklärte Krankenhausabwässer, Slipeinlagen und sonstige Kanalutensilien eingeleitet wurden, pünktlich zu Saisonbeginn.

Über 30 Jahre geht das nun schon so und erst seit "Die Kaiserlichen KananlarbeiterInnen" aufklärend ungeklärtes publizieren und in öffentlichen Aktionen skandalöse Zustände in Wilhelmshaven, Kreis Boomtown, öffentlich machen, ist der Frieden in Wilhelmshaven dahin.

Wir legen Ihnen noch den Fäkaliensong [Ich gehe hier nicht baden!] dringend ans Herz und ausserdem finden Sie am Ende des Artikels jede Menge Links und Hinweise zur Bürgerinitiative, sowie zu Artikeln, einem Dokumentarfilm und etlichen Videomitschnitten bekannter Fernsehsender, die sich mit dem Thema befassten.

Und während man sich 2005 in der Türkei genötigt sah nach Aufdeckung skandalöser Fäkalieneinleitungen massiv in den Kläranlagenbau einzusteigen, geht es in Wilhelmshaven seinen gewohnten Weg, das ungeklärte Abwasser, ohne die Unwissenden richtig aufzuklären.

Die, die nicht davon wissen, können sich übrigens an den Kultur- und Umweltdezernenten Dr. Jens Graul selbst wenden, jedenfalls verkündete er das bei einer Radiosendung:
Zitat: "Jeder, der es hätte wissen wollen, hätte es wissen können."

Hier seine Adresse im Rathaus:
Dezernat IV - Stadtrat Dr. Jens Graul
Gebäude: Rathaus | 3. Etage, Zimmer 356    
Anschrift: Rathausplatz 1 | 26382 Wilhelmshaven
Bushaltestelle: Rathaus
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30-12.30 Uhr
Montag bis Donnerstag 14.00 -15.30 Uhr
und nach Vereinbarung
Telefon: 04421 - 16-1412
Fax: 04421 - 16 41 1412
Email: jens.graul@stadt.wilhelmshaven.de

Wir sind schon gespannt auf Sonnabend, den 09. Mai 2009, um 15:00 Uhr am Südstrand von Wilhelmshaven, Höhe Bierakademie, wenn die Saison eröffnet wird!

Übrigens ist die Gästeinformation der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH [WTF] auch auf Nachfrage bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht verfügbar.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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10|05|08 Saison Open 2008
09|08|07 RTL - Es stinkt zum Himmel
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