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Die Feuerwehr und ihr Mäzen Dr. Michael von Teichman
11|04|2011



Wird Dr. Michael von Teichman [FDP] die Berufsfeuerwehr privatisieren, wenn die Feuerwehrmänner ihre Überstunden einklagen?

Fortsetzung der "Zweierbeziehung" Wilhelmshavens, die durch Pressemitteilungen erst richtig auflebt.

Man kennt das ja, die PolitikerInnen, die, auch wenn sie keine weltbewegenden Innovationen leisten, trotzdem auf Gegenforderungen derer bestehen, die eigentlich schon genug darunter leiden müssen, was sich PolitikerInnen aus dem Europaparlament ausdenken.

Mindestens einen davon haben auch die Wilhelmshavener im Stadtparlament, der es wahrscheinlich darauf anlegt, ins Europaparlament abgeschoben zu werden, damit er, weit weg jeder Realität, nichts mehr tun kann, was anderen schadet, wie z. B. Dr. Edmund Stoiber oder Günther Oettinger.

Sein Name: Dr. Michael von Teichman [FDP], nebenbei Oberbürgermeisterkandidat der Wilhelmshavener Liberalen.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP aus der Jadestadt ist mittendrin in der Partei, die bundesweit so schnell unter die Fünfprozent-Hürde gefallen ist, wie noch keine vor ihr.

Bis heute kollidiert die künstlich erschaffene Barriere, um andere vom Regieren abzuhalten, mit dem Grundgesetz, aber das hat die Liberalen noch nie wirklich interessiert, Hauptsache drin.

Die Fünfprozent-Hürde, die in Bayern extra für sie erschaffen wurde, damit andere kleine Parteien eben nicht mitregieren dürfen und damit die Macht dem richtigen zufliesst, entpuppt sich heute als der größte Stolperstein, um wieder mitregieren zu dürfen.

Ein Lieblingsbetätigungsfeld des Dr. Michael von Teichman [FDP] ist "Austeilen", das andere "Privatisieren" was das Zeug hält, also ein Verfechter des ungebremsten Neoliberalismus.

Nun hat er die Wilhelmshavener Feuerwehr im Visier, die seiner Ansicht nach genügend Zugeständnisse seitens der Stadtverwaltung bekommen hat. Die Brandbekämpfer und Lebensretter schieben ca 67.000 Überstunden vor sich her und sollen wiederholt davon ablassen, sie in Gänze einzufordern, weil die Stadt in naher Zukunft zahlungsunfähig und somit pleite wäre.

Die Wilhelmshavener Feuerwehrleute haben schon einmal auf die Hälfte ihrer Überstunden verzichtet und wollen nun nicht noch einmal den kommunalen VolksvertreterInnen entgegenkommen, die, wenn es um die Tugend "Sparen und bei sich selbst anfangen" ganz plötzlich auf fürchterlich taub schalten.

Da forderte doch vor einiger Zeit die BASU die völlig überzogenen Aufsichtsratstantiemen aus den undurchsichtigen Wilhelmshavener Gesellschaften um 50 Prozent zu kürzen, also, genau so, wie bei den Feuerwehrleuten.

Die Reaktion des Rates war, dass sie erstmal den Ältestenrat anrufen wollten, also sich selbst, ob das denn geht, mit der Tantiemenkürzung. Und siehe da, oh Wunder, der Rat der Ältesten, also sie selbst, entschieden sich gegen eine Kürzung.

Eine wirklich weise Entscheidung, die sich die Feuerwehrleute anscheinend gut gemerkt haben.

So "kassierte" Dr. Michael von Teichman im Jahre 2009 Entschädigungen aus Aufsichtsratstätigkeiten in Höhe von:
4.266,00 Euro
[GEW Wilhelmshaven GmbH = 3.600,- €, WFG Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven GmbH = 600,-€,  JadeWeserAirport GmbH = 66,- €].

Der Mann ist Arzt, noch nicht verrentet und doziert auch an anderen Institutionen natürlich nur für weiteres echtes Geld.

Seine Entschädigungen kommen übrigens genau aus den Gesellschaften, die dem Wilhelmshavener Haushalt ganz schwer "auf der Tasche liegen" und deren Gesamtverschuldung und Verpflichtungen man natürlich nie nicht öffentlich machen möchte, denn man will potentielles Wählerpotential nicht verschrecken.

Diese Holdingschulden muss man übrigens zu denen hinzuzählen, die sich bis 2014 sowieso auftürmen werden. Der offizielle Haushalt soll dann bei einem Minus von 100 Millionen Euro liegen, die aus den Gesellschaften schwanken nach Schätzungen aus der Gerüchteküche zwischen 100 - 200 Millionen Euro.

Die Tragik in den Formulierungen des Dr. Michael von Teichman liegt nun darin, dass, wenn die Feuerwehrleute keinen Verzicht leisten, mit daran Schuld sein werden, das sich Wilhelmshaven noch mehr, noch schneller und überhaupt weiter verschulden könnte, genau wie die, deren Aufsichtsratstantiemen sich nicht verringern sollen.

Nebenbei bemerkt ist die Summe von 700.000 bis 1. Millionen Euro, geradezu lächerlich im Gegensatz zu dem, was politische Entscheidungen in angeblich rentierlichen Projekte "versenken". Allein der Containerhafenbau verschlingt jährlich zwischen 4 und 6 Millionen Euro Planungskosten. Für das Güterverkehrszentrum legte die Stadt erst kürzlich 12 Millionen Euro "auf den Tisch", für eine Autobahnanbindung zusätzlich und in einem Eilverfahren 500.000 Euro.

Probewohncontainer eines geplanten Containerdorfes für Arbeitnehmer des angeblichen "Jahrhunderthafens", dass auf dem ehemaligen Campingplatz an der Geniusbank gebaut werden sollte und wegen einer in seiner Nähe befindlichen Chlorgasleitung nicht gebaut werden darf, werden abgerissen [... versenkte Summe nicht öffentlich].

Eine Schallschutzmauer extra für eine Vogelschutzgebiet wurde gebaut, abgerissen und nochmals aufgebaut [... versenkte Summe nicht öffentlich].

Das nächste Highlight ist dann der Besuch der amtierenden Kanzlerin am 28. Mai 2011, die extra zur maritimen Konferenz anreist und aus Wilhelmshavens Wirtschaftsförderungsetat mit 100.000 Euro bezuschusst wird, damit sie nicht unter der Brücke schlafen muss.

Die Liste der Pannen auf Steuerkosten beim Bau des Containerhafens und der Geldverschwendung insgesamt könnten wir jetzt noch weiter ausdehnen, aber diese wenigen Beispiele zeigen schon, dass die Feuerwehrleute gut beraten sind, keinen Millimeter von ihren Forderungen abzuweichen, denn gegen die "Schreckensbilanz" der politischen Verfehlungen der Wilhelmshavener Poltiprominenz ist der Überstundenausgleich nur mit dem Wort "Peanuts" zu bezeichnen.

Mit der Beschreibung der in diesem Artikel beschriebenen Vorkommnisse dürften sich die Befindlichkeiten eines Dr. Michael von Teichman wohl erledigt haben und seine Oberbürgermeisterkandidatur dürfte er mit seiner letzten Pressemitteilung endgültig ad akta gelegt haben.

Die Feuerwehrleute wären gut beraten, im Falle einer Auszahlungsverweigerung der 67.000 Überstunden seitens der Stadt zu klagen, um die PolitikerInnen auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Bei so manchem Provinzpolitiker wird der Aufprall allerdings etwas härter ausfallen, gesetz den Fall, sie oder er merken überhaupt noch etwas.



Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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Kommentare

Anonym | 11. April 2011 | 00:20:25 MESZ
Ihr hakt hier zu Recht immer auf den horrenden Aufsichtsratstantiemen rum. Hinzu kommen für alle 44 Ratsmitglieder aber auch noch dicke Zahlungen allein weil sie Ratsmitglieder sind! siehe Entschädigungssatzung der Stadt. - Wieso heisst das Dingens eigentlich "Entschädigungs"Satzung? Wofür?

Berufsfeuerwehrmann
Liebes Bürgerportal,
evtl. kennt ja die Politik in Wilhelmshaven folgende Umfrage nicht. Oder sie kennt sie umso besser und fürchtet sich davor!
http://www.mopo.de/-/5066608/4966284/-/index.html
Wo steht die Politik da? Wann sind Wahlen in WHV?
Selbst Berufsfeuerwehrmann kann ich die Probleme der Whv-Kollegen sehr gut verstehen. Sie sollten nicht nachgeben in ihren Forderungen und auf ihren Rechten bestehen.


Berufsfeuerwehr
Wenn man es mal klar sieht, sind die Politiker, wie auch Herr von Teichman einer ist, nicht dazu bereit, Überstunden zu machen. Wenn es aber doch durch irgendeinen Grund dazu kommt, feiern sie sie ab oder lassen sie sich ausbezahlen, warum dürfen wir dann nicht sagen, wir hätten sie auch gern ausbezahlt? Immerhin, zum abfeiern der Stunden haben wir fast keine Möglichkeit, denn das Personal ist schon so am Limit. Ich sag nur: gleiches Recht für Alle! Und die Aussage, nur weil einem der Dienstplan nicht gefällt, bleibt man nicht zu Hause ist nicht ganz richtig. Wir Kollegen haben uns oft und lang genug mit körperlichen Beschwerden zum Dienst gequält, wo Andere, vermutlich auch ein Herr von Teichmann, aufn Sofa oder im Bett geblieben wären.
Ich denke bevor man woanders "rumstänkert", sollte man den Haufen vor seiner eigenen Tür wegfegen und die gebrachte Leistung würdigen!




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