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Alles in Butter - oder?
27|01|2010



Solche Imagebilder sollen uns immer wieder suggerieren, dass der prognostizierte Aufschwung nur mit der Containerwirtschaft zu machen ist - netter Versuch!

Gute Stimmung, die deutsche Wirtschaft ist beflügelt, der Dax geht weiter in die Knie und irgendwann wird uns der Aufschwung einholen und schwupps ist wieder alles normal.

Gestern waren die "Wirtschaftsweisen" in Sachen Wirtschaft gar nicht so amused, denn die Deutschen bunkern ihr Geld, weil sie nicht mehr wissen, ob sie morgen noch Arbeit haben:
Zitat: "Angst um Jobs dämpft Kaufbereitschaft..."
[Quelle: GfK-Konsumklimaindex vorgelegt" target="_blank">tagesschau.de  | 25-01-2010]

Siemens bringt das Fass wie immer zum Überlaufen, nicht weil die wieder einen Korruprionsskandal am Hals haben oder gerade einige Ehemalige aus dem Vorstand verklagen, nein, weil die trotz Rekordgewinn jede Menge Arbeitsplätze abbauen:
Zitat: "Quartalszahlen übertreffen Erwartungen...Siemens plant Stellenabbau trotz Milliardengewinn...Auftragslage auf Erholungskurs...Weitere Einschnitte geplant...im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konzern weltweit 22.000 Stellen abgebaut..."
[Quelle: Börse | ARD  | 26-01-2010]

Das spricht nicht gerade für Zuversicht und wird unter "Gesundschrumpfungsprozess" fein säuberlich abgekakt, so wie damals bei den Olympiawerken in Roffhausen, nahe Wilhelmshaven. Ehemalige Mitarbeiter des einstigen Schreibmaschinenherstellers müssen sich an ihre eigenen Depressionen von damals erinnert fühlen, so fünf nach Zwölf auf dem Rathausplatz!

Damals war man wahrscheinlich auch vollkommen im Reinen mit sich selbst, trotz Katastrophe für die Region: Alles richtig gemacht - man hat sich wie heute nichts vorzuwerfen, obwohl man die Innovation der Computeresierung vollkommen verschlafen hatte und sogar das Tintenstrahldrucker-Patent vorsorglich verkaufte.

Es ist, als lege man es geradezu darauf an, Geschichte zu wiederholen, dazu noch eine unvorstellbare kommunale und überregionale Propagandamaschine, die die Medien berieselt und dafür sorgt, dass sie Beruhigungsartikel für das Volk schreiben, damit es nicht revoltiert.

Unser lokales Heimatblatt hat jetzt auch schon rausgefunden, dass die Krise in Wilhelmshaven angekommen ist, denn die Göker - und Grenzstrasse sind irgenwie menschen- und die Geschäftsräume gähnend leer. Das ist zwar schon seit Jahren so, aber das weiss ja keiner von ausserhalb, dem dieser Versuch einer Zeitung in die Hände fällt.

Die schreiben im Internet immer: Mehr lesen sie im lokalen Heimatblatt, damit einige die Printausgabe des täglichen Nonsense auch noch kaufen - einmaliges Ausleihen beim Nachbarn reicht völlig um kuriert zu sein!

Zu dem ganzen Elend droht auch noch ein verschärftes Wilhelmshavener Drogenproblem, weil die Methadonversorgung nicht gesichert ist, d. h. nur für die, die schon im Programm sind - Aufnahmewillige müssen "draussen" bleiben.

Zweierlei Mass auch überregional, denn Ministerpräsidenten haben eben "mehr Leben", bevor man sie aus dem Amt jagen könnte, Pharmakritiker nicht.

Die Autokrise bekommt langsam ein Gesicht und sogar der "Markt für Nutzfahrzeuge in Europa" bricht weg.

Umweltminister Röttgen hat auch so seine Widersprüche und definiert die CO2 Reduktionsziele ohne realistischen Hintergrund:
Zitat "Röttgen will minus 30 Prozent CO2 als EU-Ziel"
[Quelle: verkehrsrundschau.de | 26-01-2010]

Das muss er erstmal mit Mutti Merkel beschnacken, denn die will ja unbedingtes Wirtschaftswachstum und der CO2-Ausstoß wird dann wohl kaum im gewünschten Mass zu bremsen sein.

2009 wurden die Klimaziele nur dadurch erreicht, weil die Industrie schwächelte. Durch den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken, als CO2-Senkungsmassnahme schafft man ein Reduzierungspotentiel, aber wohin mit den jährlich entstehenden 400 Tonnen Atommüll?


Was die zukünftigen Atommülltransport und das Ausschachten der Asse 2 den Steuerzahler kosten werden, darüber kann nur noch spekuliert werden.

Die Kohlekraftwerke, die Mutti Merkel nebenbei schon einweihte, und die zwei Dutzend, die in Planung sind, werden die Zielvorgaben wenig erleichtern, vielleicht sollte die Klima-Kanzlerin und der Bundesumweltminister nach gescheitertem Klimagipfel in Kopenhagen ´mal wieder bewußt miteinander reden, anstatt an sich selbst und den gesteckten Zielen vorbeizuregieren.

Das was uns gleichgeschaltete Medien und PolitikerInnen vorgaukeln ist, wenn man ein wenig überlegt, gar nicht so kompliziert, wie es immer vorgeheult wird - langfristig betrachtet für die Steuerzahler aber extrem teuer und nebenbei lebensgefährlich, was z. B. das Atommüllproblem angeht.

Und der geplante Containerhafen wird natürlich alles rausreißen, na ja, vielleicht an den Weltmarkt angebunden werden, wenn die Bahnstrecke jemals wie angekündigt kommt. Im Moment streitet man sich erstmal, ob die avesierten Milliarden verstärkt in die Schiene oder der Straßenbau investiert werden sollen:
Zitat: "Schwarz-Gelb: Streit um Vorrang von Schiene oder Straße...In der Debatte zum Verkehrshaushalt des Bundes 2010 dementierte Ramsauer zugleich Berichte über eine Streichliste der Bahn zu bestimmten Schienenprojekten, betonte aber, die Prioritäten der bisherigen Verkehrswegeplanung werde überprüft..."
[Quelle: www.verkehrsrundschau.de | 26-01-2010]

Die Verlegung von Weihnachten an den Jadebusen dürfte sich somit noch etwas hinziehen, während Städte wie Emden, Bremerhaven und Cuxhaven mit der Investition in Wirtschaftsbereiche aus den erneuerbaren Energien locker an uns vorbeiziehen werden. 

Die europäischen Vorgaben werden wegen der Lobbybeimischung in Sachen Entscheidungsgewalt ausgehebelt, denn da heißt es schon lange von der Straße auf die Schiene und Förderung des Nahverkehrs und der öffentlichen Verkehrsmittel.

Auch die Im- und Exportpreise sind gesunken, so meldet es das Statistische Bundesamt [DESTATIS] und der Nordostsee-Kanal meldet Ein Drittel weniger Schiffspassagen als 2009

Für absolut gute Stimmung sorgt allerdings folgende Nachricht:
Zitat: "JadeWeserPort: Bunte klagt gegen Übernahme von Mehrkosten...Das Gericht soll nun klären, wer die Extrakosten in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro tragen muss. Um das Gerichtsverfahren zu beschleunigen, habe Bunte allerdings zunächst nur auf 15 Millionen Euro geklagt. Trotzdem könnte es Jahre dauern, bis es eine endgültige Entscheidung gibt - Beobachter erwarten, dass der Prozessverlierer in Revision gehen wird.
[Quelle: NDR | 26-01-2010]

Das unterstreicht so richtig die Harmonie vom geplanten Containerhafenprojekt am seeschifftiefen Hafenwasser zwischen Landesregierung und Baufirma.

Das nicht nur die Bürgerportal Redaktion beim journalistischen Treiben der Sarkasmus bezüglich der kommunalen politischen Verwirrungen oder beim Thema Gu-i-do Westerwelle "anfällt", das zeigt der Artikel von Henryk M. Broder:
Zitat: "Offener Brief an Guido Westerwelle: "Ich schwöre der Gewalt ab!"... Meine Forderungen sind maßvoll: ein Reihenhäuschen in Hamburg-Blankenese, allerdings mit unverstelltem Elbblick, ein VW Passat Combi mit je einem Satz Sommer- und Winterreifen, eine winterfeste Camping-Ausrüstung, eine Motoryacht von Aguti, eine Stereo-Anlage von Bang und Olufsen, ein iPod, ein iPhone und ein MacBook Air. Dazu eine Apanage von 2500 Euro monatlich, sozusagen als leistungsunabhängiges Grundeinkommen.

Das hört sich nach viel an, ist es aber nicht. Überlegen Sie bitte, was Sie dafür bekommen: die Garantie, dass ich kein Taliban werde. Ich schwöre der Gewalt ab, noch bevor ich ihr zugeschworen habe! Anders als bei den Taliban am Hindukusch wäre es in meinem Fall auch sehr einfach, meinen Ausstieg aus bzw. Nicht-Einstieg in die Taliban-Szene zu kontrollieren. Ich könnte mich zum Beispiel jeden Tag bei der Ortsgruppe der FDP melden..."
[Quelle: Spiegel | 26-01-2010]

Bis zur nächsten Kommunalwahl gibt es noch viel zu tun. Die bisherigen Leistungen sind auf Wilhelmshaven bezogen wenig befriedigend und die großspurigen Versprechen konnten weder gehalten noch eingelöst werden.

Es wird spannend, ob und wann die Menschen auf die Straße gehen.

Wir sind da schon sehr gespannt, wann und ob diese Schmerzgrenze jemals erreicht wird.

Was insgesamt als Aufschwung gewertet werden soll klingt eher nach blasser durchsichtiger Propaganda und italienischen Verhältnissen.



Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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