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Wenn Containerbrücken seltsame Wanderwege einschlagen
08|02|2010



Containerbrücken, das Sinnbild für verschwundene Subventionen von Produkten die förmlich auf Sand gebaut wurden.

Mist, schon wieder so eine Nachricht, die so gar nicht in das Hafen-Pro-Lobbyisten-Portfolio passen dürfte.

Die Überschrift noch im gängigen "es geht voran" Genre:
Zitat: "Jade-Weser-Port...Neuer Hafen wird schneller fertig..."

...und dann das:
Zitat: "Da die Wirtschaftskrise dieser Branche aber heftig zugesetzt hat und erst allmählich wieder eine Erholung spürbar ist, wird in politischen Kreisen über eine Vereinbarung diskutiert...

...Möglich wäre, den Containerhandel teilweise aus Bremerhaven abzuziehen, damit Wilhelmshaven gleich zum Start gut ausgelastet werden kann. Bremerhaven könnte dann stärker das Versenden von Offshore-Windenergieanlagen anpeilen...

...Überlegt wird nun, ob einige dieser Containerbrücken in Bremerhaven demontiert und in Wilhelmshaven wieder aufgestellt werden. Die Anlagen sind jedoch in unterschiedlicher Qualität – manche sind nur für kleinere Lasten ausgelegt. In Wilhelmshaven ist der Untergrund allerdings für einen zweistelligen Millionenbetrag von der JWP extra besonders befestigt worden, damit er schwere Krananlagen aushalten kann...

...Eurogate haben diese Überlegungen noch nicht erreicht..."
[Quelle: neuepresse l 22-01-2010]

...aber uns hat diese Nachricht erreicht und nicht schockiert oder gar überrascht, wie die PolitikerInnen, die dieses gerade lesen.

Klar ist nun folgendes:
Hier wird ein Hafen gebaut, der gar nicht gebraucht wird, denn wenn diese Containerbrücken aus Bremerhaven wirklich kommen sollten, dann werden die großen Schiffe hier gar nicht oder nur teilbeladen anlegen, weil man zum Abladen vollbeladener Megacarrier größere Kräne benötigt, in die der Lieblingsbetreiber der Landesregierung und der städtischen Befürworter nicht investieren möchte.

Das, was z. B Jochen Martin beschrieb, das sich Warenströme verändern, wurde beim Bau des Jahrhundethafens einfach nicht berücksichtigt.

Man sucht nun händeringend nach einem Nutzungskonzept für einen Hafen, bei dem die Investoren schon Schlange stehen sollen.

Das vom Bund finanzierte Ausbildungsprogramm [20 Millionen Euro Steuergeld], mit dem Eurogate ehemalige Arbeitslose als Hafenarbeiter ausbildet hat ebenfalls seine Berechtigung verloren, denn die gehen nach ihrer Ausbildung fast alle wieder direkt zurück in die Arbeitslosigkeit.

Trotzdem baut man weiter, damit die politischen Vertreter Zeit gewinnen können für ihre öffentlichen Ausreden, die dann irgendwie begründenmüssen, warum man das alles nicht wissen wollte, was die Hafengegner so anhand von wirklich belastbaren Zahlen und daraus resultierenden Zusammenhängen öffentlich machten.

650 Millionen Euro werden hier gerade versenkt und damit sie ein wenig einschätzen können, was allein diese Summe, die vom Steuerzahler aufgebracht werden muß in Relation zu anderen Projekten bedeutet, hier ein paar größenvergleichende Angaben:

Mit 650 Millionen Euro können Sie:
- die Kaiser-Wilhelm-Brücke [ca 6 Millionen Euro] 108mal renovieren

- den Stadthaushalt [Verschuldung bis 2013: ca 85 Millionen Euro] 7,6 mal entschulden

- die jährliche Ehrenamtsfeier [ca 2.500 Euro] 260tausendmal ausrichten

- das geplante städtische Gymnasium [ca 5 Millionen Euro] 130mal bauen

- das Grundschulzentrum Weserstraße [ca 3 Millionen Euro] 216mal sanieren
...

Wir hören hier ´mal auf und fragen Sie, was Sie vom Jahrhunderthafen denn bis jetzt hatten?

Hier ´mal einige Erinnerungen:
- keinen Geniusstrand

- keinen großen Campingplatz

- jede Menge Baulärm

- Lärmschutz an der Bahntrasse Ölweiche Sande, Oldenburg erst nach massivem Widerstand der BürgerInnen, die die PolitikerInnen erst mit öffentlichen Veranstaltungen ins Boot holen mußten

- Verlust von Natur- und Grünflächen, die Sie jetzt in kilometerweiter Entfernung nach der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Pkw einsehen können


- Stadtverschuldung bis 2013 mindestens 85 Millionen Euro


usw...!

Wer gerne weiterhin an Märchen vom Aufschwung durch den Bau von Containerhäfen glaubt, sollte sich jetzt noch einen befürwortenden Aufkleber zu Gunsten der Lobbyisten sichern, wer nicht, sich auch ´mal überlegen, ob er seine durch die ortsansässige Multimediashow durchgeführte Konditionierung noch einmal überdenkt, spätestens bei der nächsten Kommunalwahl.


Container-Brot ist keine Erfindung von uns, sondern als Lobbunterstützung seit ca 2005 im Handel...

...und wenn wir schon einmal bei Public Relations sind [kurz: PR = Öffentlichkeitsarbeit]:
Vielleicht wird aus Containerbrot ja bald Windenergiebrot oder demnächst gibt es Erneuerbare-Energien-Semmeln, weil man die Gewichtung des PR-Stadtkonzeptes zur wirtschaftlichen Gesundung verändert - obwohl, klingt irgendwie auch lächerlich...


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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