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GRUPPO|635 | hufenbachKranken-haus-Deal stinkt zum Himmel - Fusions-Fake in Wilhelmshaven auf Kosten der Steuerzahlerinnen: Was ist das eigentlich, so ´ne Fusion? ... irgendwie auch ´ne interessante Angelegenheit, in diesem Fall der Zusammenschlussversuch zweier Krankenhäuser ... [... mehr]
Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Funkstille
16|11|2015



Die Kunsthalle und damit die real existierende Kunstlandschaft, die aus sich selbst heraus entstand, soll dem Sparzawang zum Opfer fallen?

Kultur hat es schwer in Wilhelmshaven und das soll auch so bleiben.

Es war Donnerstag. Ich kam beinahe zu spät zur Ausschussitzung für Sport und Kultur in der Volkshochschule Wilhelmshaven.

Es ging wieder einmal um die Kunsthalle, die, wie sollte es sein, zum X-ten Mal in die Jahnhalle transferiert werden soll, wenn es nach den "Bestimmern" aus Rat und Verwaltung geht.

Dr. Jens Graul, der auch schon die EXPO 2000 in Wilhelmshaven gründlich mit seinen nicht eingetretenen Visionen versemmelte, hat in Wilhelmshaven immer noch mit Kultur zu tun und versuchte erneut Überzeugungsarbeit beim Kunstverein hervorzurufen, bei dem er schon mehrere Male hintereinander scheiterte.

Die Stimmung zwischen Kunstverein, Verwaltung und Rat ist auf dem Nullpunkt, so ähnlich wie beim Verein der Südzentrale oder bei der Wilhelmshavener Feuerwehr. Diese Liste der Verstimmungen wird von Tag zu Tag länger, denn die Entscheidungen, um die Stadt angeblich voranzubringen, enden in einer Diktion der Wilhelmshavener GroKo, die einfach nur noch bestimmt, demokratische Diskussion und Entscheidungen aber meidet, wie der Teufel das Weihwasser.

Der Kulturbeauftragte Jens Graul wollte den Zuhörern in dieser Ausschussitzung den Bären aufbinden, dass die endgültige Entscheidung, die Kunsthalle über eine Stiftung mit zu finanzieren, erst im nächsten Jahr fallen würde.

Jeder Informierte wußte an diesem Donnerstag, dass die Satzung für die "Kulturstiftung Wilhelmshaven" schon längst für die nächste Ratssitzung eingeplant war. Das hat natürlich den Grund, so Jens Graul, dass es etwas dauert, will man eine Stiftung ins Leben rufen.

Ziel der Verwaltung ist es, Kosten zu sparen, denn man möchte den Kernhaushalt mit einer angebotenen Entschuldungssumme von 48,3 Millionen Euro entlasten, damit man wieder mehr Kredite aufnehmen kann und nicht "wöchentlich" nach Hannover zur Kommunalaufsicht fahren zu muss, um sich für neue Kredite zu rechtfertigen.

Dafür wird inzwischen bei so ziemlich allen Institutionen, die nach freiwilliger Leistung "riechen", jeder Versuch unternommen, noch irgendwie Geld "abzugraben", damit der Kernhaushalt ausgeglichen werden kann.

Der Kunstverein hat den Anflug von Wahnsinn, ein Stadtmuseum mit bildender Kunst auf eine Stufe zu stellen, natürlich schon lange durchschaut. Die heutige Jahnhalle soll in der oberen Etage die heutige Kunsthalle beherbergen, was schon klima- und beleuchtungstechnisch eine echte Herausforderung allein in monetärer Hinsicht bedeutet.

Der Architekt Andre Winter, der dem Kunstverein angehört, entzauberte die schöngerechnete Vision des Kulturdezernenten in wenigen Minuten. Dr. Hartmut Wiesner, Freier Künstler, Hochschuldozent und ebenfalls Mitglied im Kunstverein fuhr dann die veranschlagten Besucherzahlen des Wilhelmshavener Kulturbeauftragten quasi an die Wand und erklärte am Beispiel von Kiel, wie illusorisch diese veranschlagt sind.

Auch die Assistenz von Rainer Fetting, der als "Zugpferd" für die Zukunft dienen soll, um die Jahnhalle regelmäßig "voll zu machen", konnte keiner so recht nachzvollziehen. Spätestens, als Jens Graul die Kunsthalle als "betongewordene Kunstscheune" bezeichnete, war die Marschrichtung klar.

Es ging nicht um weitere Diskussionen, die eigentlich intensiv im Vorfeld einer solchen Entscheidung stattfinden sollten, sondern schlichtweg darum, den Kunstverein und zwei weitere Fördervereine, die der Kunsthalle seit Jahren mit Geldmitteln zur Seite stehen, in die Stiftung zwangszuintegrieren.

Das endgültige Entscheidungsrecht soll dann zukünftig nicht im Stiftungsrat liegen, sondern wie heute, im Rat der Stadt.

Schon die Vorstellung, die derzeitigen Laienpolitiker Wilhelmshavens sollen über ein Kunstkonzept entscheiden, muss beim heutigen Ist-Stand schier Entsetzen hervorrufen und sämtlich Alarmglocken zum Schrillen bringen.

Das Rats- und Kunstvereinsmitglied Dr. Michael von Teichman [FDP] brachte dann die Versäumnisse seitens der Verwaltung auf den Punkt. Er bezeichnete die "Kooperation auf Augenhöhe" als "Geplapper" und dokumentierte, dass zwischen Stadt und Kunstvereinen seit 2014 Funkstille herrsche. Die monetäre Verbesserung, die mit dem Konzept in Verbindung gebracht wird, stellt er als äußerst fragwürdig in den Raum. Bezweifelt wurde auch die Kompetenz des Kulturdezernenten, der eigentlich nichts wesentlich anderes vorzustellen versuchte, als in den vorangegangenen, teilweise öffentlichen Veranstaltungen. Von Teichman kann auch keinen Zusammenhang zwischen einer Kunsthalle und einer Verknüpfung mit dem Wattenmeerhaus erkennen und befürchtet das Schlimmste, die Schließung.

Die Diskussion war teilweise hitzig. Ratsmitgliedern, die im Publikum saßen, wurde gar nicht erst das Wort erteilt, als wäre befürchtet worden, es hätten ja gute Argumente für den Verbleib der Kunst in der Adalbertstraße öffentlich werden können.

SPD und CDU halten am Diktat fest, wollen die Kunsthalle einem privaten Investor für ca. 350.000 Euro überlassen und die Kunstsammlung dann in die Jahnhalle überführen. Ein anwesendes Mitglied des Kunstvereins gab daraufhin zu verstehen, dass sich der Kunstverein und die zwei Fördervereine wahrscheinlich aus der Reihe der Unterstützer verabschieden werden und dass sich die Volksvertreter der Groko, die in den nächsten Rat gewählt werden möchten, "´mal warm anziehen sollen".

Fazit

Kunst kostet Geld, braucht erhebliches Engagement und ist immer ein Zuschussgeschäft. Diesen Umstand wird auch keine Stiftung in Dimensionen einer Eigenfinanzierung ohne Zuschüsse transferieren können.

Der ehemalige Kultur- und Umweltdezernent und heutige Kulturbeauftragte, Jens Graul, wirkt unglaubwürdig und wenig kompromissbereit bei seinem erneuten Versuch, nur die Sicht der Verwaltung als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage zu dulden.

Die Befürchtungen von Dr. Michael von Teichman könnten sich bewahrheiten und die von den Kunstfreunden lange Jahre miterhaltene Kunsthalle könnte dem Sparzwang zum Opfer fallen. 

Wer braucht schon echte aus sich heraus gewachsene Kunstlandschaft, wenn er ein Bismarckdenkmal geschenkt bekommt.

Ahoi! - Empört Euch!


Wolf-Dietrich Hufenbach
GRUPPO635 | definitif


Kommentare

Katja Neuherr | via facebook
Da kann einem ganz übel werden bei der Vorstellung, dass Entscheidungen von Leuten der Stadt getroffen werden sollen, die offensichtlich weder Ahnung noch Interesse von und an bildenden Künsten zu haben scheinen. OB Wagner sagt auf der CDU-Seite auf die Frage, warum die Leute alle nach Emden fahren: "Weil die Kunsthalle in Emden toll ist". Super, wie er anscheinend, wie immer, für die und hinter der Stadt WHV steht, vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Kunsthalle in Emden deshalb so gut ist und so stark frequentiert wird, weil dort im Gegensatz zu WHV, richtig viel Geld investiert wurde und wird!

Peter Freudenberg | via facebook
Graul ist für diesen Job erstens nicht geeignet, und zweitens nimmt er als Rentner einem jungen Menschen, der 1 und 1 zusammenzählen kann, den Job weg. Aber es ist nicht Grauls Schuld. Es ist die Schuld derer, die unsere Stadt gerade in den Abgrund führen.

Dr. Gisela Gerdes | Wilhelmshaven
Wolf, Dank für Deinen Bericht von der Ausschussitzung für Sport und Kultur vom Donnerstag letzter Woche. Wir erleben hier offensichtlich einen Akt der Personifizierung, sprich Vergraulichung, städtischer Kunst und Kultur, der Gänsehaut erzeugt. Einer bestimmten Obrigkeit dieser Stadt scheint ein Dorn im Auge zu sein, dass die Kunsthalle bisher so hervorragend von kompetenten Bürgerinnen und Bürgern des Kunstvereins organisiert, gefördert, gepflegt wurde; was gut war, muss demontiert und mit Hilfe des Konstrukts "Kulturstiftung" in die Verfügung einer Politik gelegt werden, in der Kunst mit Eintrittszahlen und Einsparung einer Kraft an der Kasse gleichgesetzt wird.

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