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Bild: screen.arteLängst übernehmen große Konzerne wie Rhön, Helios, Sana und Asklepios flächendeckend ehemals kommunale oder kirchliche Kliniken und verändern damit die Krankenversorgung grundlegend. Zunehmend werden auch Arztpraxen aufgekauft ... [... zum Video]
GRUPPO|635 | hufenbachKranken-haus-Deal stinkt zum Himmel - Fusions-Fake in Wilhelmshaven auf Kosten der Steuerzahlerinnen: Was ist das eigentlich, so ´ne Fusion? ... irgendwie auch ´ne interessante Angelegenheit, in diesem Fall der Zusammenschlussversuch zweier Krankenhäuser ... [... mehr]
Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Südzentrale: die Aufreißer und die Bewahrer
19|08|2015



Wer einmal drin war, war für immer überwältigt.

In einer Gesellschaft gibt es naturgemäß immer unterschiedliche Begabungen und Aufgaben: Es braucht Menschen, die etwas in Gang bringen, wenn noch nichts da ist, es braucht Menschen, die Entstandenes bewahren und pflegen, es braucht Menschen, die das Entstandene anderen präsentieren und kommunizieren. Es braucht Menschen, die in der Lage sind, das Emotionale, das mit Entstandenem geboren wird, zu spüren und zu kommunizieren. Und es braucht noch jede Menge mehr Menschen, Erfinder, Bastler, helfende Hände, Menschen, die Ordnung herstellen, wo Dinge zu sehr durcheinander geraten usw.

Der Kapitalismus reduziert sein Dasein auf das Wachstum von Vermögen und Macht in den Händen einzelner Personen, weil dies angeblich das Wachstum aller fördere. Da unsere Erde rund ist und dadurch dem Wachstum irgendwann natürliche Grenzen gesetzt sind, weil man auf einer Kugel sich nicht unendlich ausdehnen kann, kann ab einem bestimmten Zeitpunkt Wachstum nur noch dadurch erfolgen, indem man Mitmenschen, der Natur und allem was existiert, etwas wegnimmt und für sich allein – das nennt man dann "privat" - vereinnahmt und andere davon ausgrenzt. Wachstum ist dann kein echtes Wachstum mehr, sondern nur noch Verschiebung von Vielen auf Wenige. In dieser Phase ist die Menschheit inzwischen längst angekommen.

Wer jetzt auf die Idee kommt, Heidi Berg verurteile deshalb alle Unternehmer als Repräsentanten des Kapitalismus, der irrt sich gewaltig. Die Welt der Unternehmer ist so bunt wie das übrige Leben auch. Der Kapitalismus ist nicht zur inzwischen herrschenden Ideologie der Erde geworden, weil es Unternehmer gibt. Die Gier einer Reihe von Menschen und deren Geschick und Brutalität und Allmachtsanspruch hat zu dieser Situation geführt. "General" Müntefering von der SPD hat es mal so für einen Moment ausgesprochen, als sogenannte Hedgefonds begannen, in unsere Kultur massiv einzudringen [90er und 2000er Jahre] und wurde sofort brutal von unseren Medien "eingenordet", so etwas dürfe man doch nicht sagen und es gäbe nicht wirklich "Heuschrecken", die alles aussagen wollten, was bei drei nicht die Flucht ergriffen hat.

Viele Deutsche lieben ihre Arbeit, dafür ist unser Land in der ganzen Welt bekannt.

Rüdiger Nietiedt hat sein Leben damit verbracht, Gebäude zu verschönern und gegen klimatische Wettereinflüsse abzusichern. Er hat durch die Organisationsform eines Unternehmens diese wichtige Arbeit für uns Menschen effektiv organisiert, sein Unternehmen ist inzwischen in ganz Deutschland unterwegs für diese Aufgabe.

Wohnen. Arbeiten in Gebäuden. Ein großer Teil unseres Lebens spielt sich innerhalb von Gebäuden ab. Gebäude haben nicht nur funktionale Aspekte, dann bräuchten wir nur viereckige Kästen zu bauen, ohne Verzierung, ohne eine passende Farbe, ohne eine besondere ästhetische Form. Wir bräuchten keine Architekten, sondern nur Statiker und Betonfachleute.

Offenbar ist der Mensch kein homo funktionalis only. Der Mensch möchte über den "Kampf des physischen Überlebens" hinaus auch andere Dinge erleben, wie z.B. Spaß, Geselligkeit und auch z.B. ein schönes Gefühl, wenn man, bevor man das Gebäude, in dem man wohnt oder arbeitet – oder sich mit anderen zu kulturellen Anläßen trifft – [bereits die Germanen hatten solche "Kultstätten" wie einen Thing an einem besonderen Platz in der Natur], die Fassade des Gebäudes betrachtet und einfach ein schönes Gefühl dabei bekommt.

Die Fassade der Südzentrale, aber auch ihr Inneres, löste solche Gefühle bei empfindsamen Betrachtern aus. Anders ist nicht zu erklären, dass private Bürger einen Verein gegründet haben, nur  um ein bestimmtes einzelnes Gebäude in Wilhelmshaven in ihrer Ausdruckskraft für die menschliche Seele zu erhalten.

Wie die Empfindungswelt unseres OB Wagner sich gestaltet, der erwiesenermaßen nie ein Freund dieses ollen und privat nicht rentierlichen Gebäudes da an der KW-Brücke war, ist mir nicht bekannt. Aber auch die Entscheidungsträger der Stadt nahmen vor vielen Jahren, als das Gebäude noch innen und außen intakt war, ein Juwel des Jugendstils, und ein unverwechselbares Baudenkmal der deutschen Geschichte, offenbar kein Gefühl der Ergriffenheit oder Schönheit wahr, als sie über die besitzrechtliche Zukunft des Gebäudes zu entscheiden hatten und dann von ihrem Vorkaufsrecht nicht Gebrauch machten.

Wenn nur noch der bloße, rein "wirtschaftliche" Nutzen bei öffentlichen Aufgaben zählen soll, wenn nur noch der reine Profit und die Gier bei Entscheidungsträgern [und Wählern?] Gefühle auslöst und sonst nichts, dann stehen wir alle kurz vor dem Untergang unserer Kultur und unserer Gemeinschaft.

Die Wilhelmshavener haben sich bei der letzten OB-Wahl für einen Kandidaten entschieden, der für solche "Werte" steht. Gnadenlose Selbstdurchsetzung einiger Weniger soll dem Gemeinwohl zum Erfolg verhelfen.

Dabei spielen Jahrtausende gereifte Institutionen wie "das Recht" und unser "Rechtsstaat" nur dann noch eine Rolle, wenn man sie zur Durchsetzung letztendlich rein privater Interessen "benutzen" kann, also wenn sie sich zufällig im Einzelfall gerade dazu eignen, die Gemeinschaft auszutricksen.

Im Falle der Südzentrale wurden seit Jahren die Normen des Denkmalschutzes und jetzt auch des Naturschutzes mit Füßen getreten, drauf gespuckt und darüber heimlich gelacht. Verantwortliche Rechtsbrecher bei der Stadt Wilhelmshaven [Denkmalschutzbehörde, die den Eigentümer nicht zum Erhalt des Gebäudes aufforderte und die entsprechenden Denkmalvorschriften nicht durchsetzte] wurden und werden dafür nicht zur Rechenschaft gezogen. Aber wenn man aus einem Kleingarten-Idyll am Banter See mal eben ein Luxus-Wohnprojekt für Reiche machen will. Dann ist die Brandschutz-Verordnung gerade recht, wenn sie das Ziel, welches von der Norm des Brandschutzes nicht gedeckt ist, nämlich privater Profit, mit diesem "Trick" durchsetzen zu wollen.

Das alles ist inzwischen leicht durchschaubar. Aber in einer neuen "Kultur" des "Geiz ist geil" und des nicht mehr beschämenden, sondern sogar bewunderten Egoismus' Einzelner gegenüber der Gemeinschaft, werden solche "Tricks" gerne toleriert und milde belächelt, solange es nur einen selber nicht trifft. Man braucht sich nur die seit Jahren bereits neue "Werbung" der Postbank anschauen, in denen sinnfreie Sprüche plakatiert werden, die ausschließlich den Zweck haben, die drei aufeinanderfolgenden Buchstaben I-C-H in irgendeinem Wort wie "rentierl-ICH" usw. hervorzuheben und damit dem Kunden der Postbank zu sugerrieren, bei der Postbank könne er seinen eigenen Egoismus zu allein seinem eigenen Nutzen hemmungslos ausleben. Dort wird dem Egoismus ein Zuhause gegeben.

Die Fledermäuse in der Südzentrale haben jetzt kein Zuhause mehr. Und der Verein zur Rettung des Gebäudes hat seinen Gründungszweck verloren. Gewonnen hat der Oberbürgermeister Wagner und noch nicht bekannte Investoren, mit einem noch allen verborgenen Ziel, das bei Vornahme des Abrisses des Gebäudes nicht bekannt gegeben wurde, wie der ganzseitige und vermutlich nicht billige OFFENE BRIEF von Rüdiger Nietiedt in der WZ vom 15.8.15 im Namen des Vorstands des Erhaltungsvereins für jedermann verständlich und nachvollziehbar hervorgehoben hat.

Wilhelmshaven hat jetzt einen weiteren wichtigen Teil seines Gesichts verloren.

Der OB anscheinend immer noch nicht.

Also soll er sein Parkhochhaus, Altenheim, Luxuswohnungen oder Werft für Luxus-Yachten dort gerne bauen lassen, oder was auch immer er auf diesem Grundstück plant. Der OB ist angetreten als Sanierer der Stadt-Finanzen. "Wer wagnert, gewinnt!", war sein Wahlspruch. Im Abreißen und Zerstören, aber auch im Verschleudern von Tafelsilber der Stadt, wie z.B. der städtischen Altenheime und die rätselhaften Geschäfte im Zusammenhang mit der "Krankenhaus-Fusion", die keine war, ist er gut. Und die Wilhelmshavener finden es offenbar geil. Geiz ist geil.


Der Typ des "Aufreißers" neuer Projekte hat gegen die Bewahrer alter gewachsener Güter und Werte gewonnen. So will es unsere kapitalistische Leistungsgesellschaft.

Wilhelmshaven arbeitet einer fulminanten Zukunft entgegen.

Heidi Berg



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