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Leise rieselt der Sand
04|01|2012



Doch nur ein Buch unter vielen?

Augen zu und Flucht nach vorn.

Da sind wir wieder, nach einer etwa 10tägigen Frischzellenkur. Das beherrschende Thema ist nicht etwa der leise durch die Kaikante sickernde Sand des im Bau befindlichen Containerhafens an der Jade, sondern ein Verbündeter dieses "rentierlichen" Großprojektes, Christian Wulff.

Nachdem schon Guttenberg die Salami Taktik nicht perfektionieren konnte, versucht sich nun der Wulff im Schafspelz und die Presse riecht nicht nur einen Skandal im Schloß Bellevue, sondern auch in Niedersachsen und spricht offen von der "Hannover Connection".

Kein Wunder, das Sigmar Gabriel oder etwaige Parteigenossen keine restriktiven Zeichen in Richtung Aufklärung setzen. Gabriel versucht sich lieber als Held am Problem Asse in seinem Wahlbezirk, ein Problem, das er eigentlich als Ministerpräsident Niedersachsens schon längst hätte angehen können. Aber wir kennen ja den Leidspruch der Politiker: ... immer nach vorne schauen.

So gesehen wird aus dem Aphorismus ein Schuh, allerdings ein inszenierter, der uns das Vergessen als höchste Tugend empfiehlt, nicht die Recherche.

Das Wertesystem, das die Politiker den Bürgern tagtäglich abfordern, existiert für sie selbst schon lange nicht mehr und das wohlstrukturierte Guttenberg-Comeback durch Seehofer ist ein weiterer Beleg, wie sehr man am politischen Amt und der Macht klebt und mit welcher Uneinsichtigkeit und Starrsinnigkeit die "Volksvertreter" inzwischen durch die Lande schweben.

Sogar der Deutsche Journalistenverband [DJV] empört sich, wenn ein Bundespräsident die Medien aktiv und unter Androhung von Sanktionen beschneiden will:
Zitat: " ... Der Bundespräsident habe nicht nur gesetzlich geregelte Aufgaben und Pflichten, ihm komme als Staatsoberhaupt auch eine Vorbildfunktion zu. Das gelte für viele andere Prominente auch. Wulffs Versuche gegenüber Bild seien nicht vereinbar mit seiner Erklärung vom 22. Dezember, in der er die Bedeutung der Pressefreiheit ausdrücklich hervorgehoben habe. ... “
[Quelle: PM | DJV | 02-01-2012]

Christoph Lütgert, ehemaliger NDR-Chefreporter und freier Journalist, spricht eigentlich aus, was 88,7 Prozent [Stand umfrage | tagesschau.de | 22:28 Uhr | 03-01-2012] in einer nicht repräsentativen Umfrage schon einmal ausdrücken:
Zitat: " ... Abtreten, Herr Präsident!
... Man kann es unanständig und skandalös finden, dass Wulffs Mailbox-Tirade an Bild-Chefredakteur Diekmann durchgestochen wurde. Geschenkt! Denn es gerät zur Petitesse. Unvergleichlich schlimmer ist das Bild, das Wulff selbst mit seiner Entgleisung von sich gezeichnet hat: Ein Präsident - bitte schön, ein Präsident !!! -, der in einer kritischen Situation dermaßen Nerven und Contenance verliert, der ausrastet und sich nicht mehr im Griff hat. Die Entschuldigung zwei Tage später ist genauso wenig Wert, wie Wulffs rührseliges Bekenntnis zur Pressefreiheit kurz vor Weihnachten. ... "
[Quelle: tagesschau.de | 03-01-2012]

Wie heisst es doch in der Beschreibung zum Buch des Bundespräsidenten:
Zitat: "Besser die Wahrheit ...
... Christian Wulff ist ein Politiker, wie er selten vorkommt: ein mitfühlender Konservativer, einer, der knallharte politische Forderungen durchaus charmant vorzubringen weiß. Und ein realistischer Optimist. Seine Devise: Es gibt große Probleme – aber sie sind lösbar. ... "
Von Salamitaktik stand wahrscheinlich nichts in seinem Buch, aber wen interessiert schon das Geschwätz von gestern ....
[Quelle: hoffmann-und-campe.de | Besser die Wahrheit | Erschienen am: 11. Oktober 2007 in Hamburg]

Die größte dieser angeblich verinnerlichten Tugenden kommt dennoch nicht vor: das Aussitzen von Problemen.

Man stelle sich vor dieser Jurist möchte wieder in seinen ursprünglichen Beruf zurückkehren. Welche Mandanten könnte er, ausser seinen "Freunden", dann noch vertreten? ... oder was wird dieser Präsident bei möffentlichen Empfang am 6. Januar 2012 im Schloss Bellevue den Sternsingern aus dem Bistum Essen mit auf ihren Weg geben ... können? ... doch: "Besser die Wahrheit", also doch nur ein Buch?

Auf kommunaler Ebene ist in diesem Zusammenhang unbedingt der Name Wilfried Adam zu nennen, dem wir 2009 das "Deep Black Hole" verliehen haben. Niemand kann wirklich begründen, warum er über Jahre einen Geschäftsführerposten in der ehemaligen Hafenbetriebsgesellschaft bekam, dessen Pflichten eine Sekretärin hätte erfüllen können. Auch hier wurde jemand höchst zweifelhaft in und aus dem Amt gelobt.

Der DJV hat auch etwas ganz wichtiges in seiner Pressmitteilung geschrieben:
Zitat: " ... Der DJV-Vorsitzende ermutigte Journalistinnen und Journalisten dazu, sich nicht von Prominenten beeinflussen zu lassen: „Kritische Berichterstattung und Information der Öffentlichkeit sind und bleiben das Tagesgeschäft von Journalisten.
[Quelle: PM | DJV | 02-01-2012]

Genau deshalb werden wir selbstverständlich weiter recherchieren, denn Wilhelmshaven ist garantiert nicht der weisse Fleck auf der Landkarte oder das unbeschriebene Blatt, das die Politiker schon seit Jahrzehnten postulieren.

Der Fall Wulff zeigt, das man auch als Ratsmitglied in Wilhelmshaven die Position einmal überprüfen sollte, ob der Status "Ich bin Ratsmitglied" mehr wiegt als die reine Vernunft oder besser noch: auch man selbst kann irren und weiter: man sollte den Mut haben, die eigenen Fehler rechtzeitig und überhaupt einzugestehen und den Mut haben, die Konsequenzen, also die Verantworung, zu tragen.

Augen zu und durch ist leider immer noch das vorrangige Verhalten, mit höchst zweifelhaften selbstgeschaffenen Privilegien oder kennen sie z. B. Arbeitnehmer aus unteren Lohngruppen, die selbst über ihre Löhne entscheiden?

Unsere Leser bestärken uns immer mehr weiterzumachen. Über die Feiertage erreichten uns dutzende von Leserbriefen Kommentare oder Hinweise und Anrufe, wann wir denn wieder online wären.

Nun sind wir wieder da und werden Ihnen liegengebliebenes zunächst nachliefern und abarbeiten, Dinge und Gedanken, die uns in den vergangenen Tagen erreichten.

Am Sonntag, den 8. Januar 2011 um 11.00 Uhr gibt es erstmal den Neujahrsempfang im Wilhelmshavener Rathaus mit überarbeitetem Personal, den sie nicht versäumen sollten.

In diesem Sinne auch öfter ´mal nach hinten schauen, gedenken Sie z. B. auch einmal der Raffineriemitarbeiter, die keinen Arbeitsplatz mehr haben und deren Weihnachtfest nicht so üppig ausfiel oder denen, die sich demnächst ungehemmt am Bahnlärm ohne Lärmschutz erfreuen dürfen.

Bleiben Sie weiterhin immer schön kritisch und halten Sie uns auch weiterhin die Treue.

Vielen Dank.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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