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Traumhaft
13|03|2012



Erika Steinbach und Joachim Gauck ein Paar: Der demokratische Alptraum.

"Träume sind Schäume" - Ein Segen.

Man träumt manchmal einen solchen Quatsch, daß man froh ist aufzuwachen um sich vom hellen Tageslicht die finstren Flausen vertreiben zu lassen. Man mag es gar nicht erzählen, doch das unbestimmte Gefühl, im Zuhörer so etwas wie eine Grübelhilfe zu finden, macht gesprächig. Die rätselvolle Symbolik wirrer Träume lockt gedeutet zu werden. Was bitte versucht uns das nächtliche Geschehen, in das man zentral verstrickt ist, zu sagen?

Ich war auf einem großen Fest. Der Himmel blau und wolkenlos, die Sonne schien und Vögel sangen, auf allen Wiesen Rehlein sprangen - wär´ ich doch bloß nicht hin gegangen ...
 
Es war eine Traumhochzeit. Erika Steinbach und Joachim Gauck hatten geheiratet und waren, zum Jubel des ganzen Volkes, in ein schönes, weißes Schloss gezogen, das "Villa Konterbunt" hieß. Klare Farben wurden als differenziert einseitig gesehen und besonders die First Lady liebte die gedeckten Töne. Die bunte Vielfalt galt als außer Rand und Band. Beige war jetzt Grundton des schicklichen Seins.
 
"Ich bin das Wir und wir sind ein Ich" klingt es wie weise herab von den Zinnen. "Jawoll" schreit die Menge und fühlt sich verstanden. Die First Lady nickt. - In stolzer Landesmutterschaft, kopftuchfrei allen Blondie Witzen die Stirn bietend steht sie da, eine Rune des Anstands. Das schicke Brokatkleid in verhaltenem Bräunlich, züchtig geschlossen, zu bis zum Hals. Die semmelfarbene Dauerwelle trotzt frisch onduliert jeder Unbill des Himmels.
 
Wer wollte da noch abseits stehen? Die Herzen flogen hinauf zur Empore, dem glücklichen Paar Reverenz zu erweisen. Der Landesvater schaut stolz aus dem Beffchen und beide rufen "Wir sind das Volk". -  Und "Ich bin ein Bürger" klingt das Echo zurück.
 
Groß und Klein und Hinz und Kunz faßten sich bei den Händen und tanzten gemeinsam, heiter lachend, über die kunterbunten Blumenwiesen, bis die Schmetterlinge sich die Augen zu hielten, so neidisch wurden sie. Die Welt war wie verwandelt.
 
Viele Flitterwochen lang berichtete die "Germanenpost", das Glitzerblatt der Oberschicht, in wunderhübschen Bildern vom huldreichen Treiben bei Hofe. Und das "Weltbild im Spiegel", die Postille für alle, vermeldete täglich die Losung fürs Volk. Das Residenzwort vom Hofe als leitende Mahnung gemeinsam gelesen verbindet die Menschen - Das Ich überwindet die Schranke zum Wir.
 
Ach die Parteienlandschaft des begückten Landes hatte sich verändert. Die SPD war geschlossen der CDU beigetreten, Brüder und Schwestern wurden Schwester und Bruder, wer hätte es je für möglich gehalten? "Freiheit ist kein Kindergarten" hatte der Landesvater gerufen und so einend die Politik zur Besinnung gebracht. "Freiheit die ich meine, sei die Losung des Tages", so sprach er.
 
Alle Quer- und Rumdenker sind exkommuniziert auf ein entlegenes Atoll versammelt worden und der soziale, christlich liberale Zeitgeist hält lückenlos Einzug. An den Rändern der Gesellschaft hat keiner was verloren, eine Meinung schon mal gar nicht.
 
"Auf des Lebens Wippe, ist Ruhe in der Mitte." - spricht der Herr.
 
In allen Schulen werden keine fremden Sprachen mehr geduldet, alle sprechen deutsch, ausschließlich. Die Kurrentschrift als "teutsche Schrift" kehrte zurück und die allgemeine Bildung schnellt abrupt empor, als man das Niveau auf eine gänzlich hürdenlose Höhe senkt und das Zusammenleben schnörkellos flach dahin fließen durfte. Ein Herr Kauder hatte das zuwege gebracht.
 
Das Vaterland stand fest auf seinem Mutterboden. Die Welt erschien wie frisch gebohnert.
 
Eine neue, nationale Hymne, das Lied der Deutschen, von dem Volksfürsorgesänger Heini gesungen, ertönte am Morgen und des Abends vom "Schloß der Herzen" auf beiden Sendern, im Radio und im Bildfunk.
 
In allen Spielkreisen, Universitäten und Fahrstühlen hörte man das Lied und es war die frohe Pflicht aller es immer mitzusingen. "Schwarzbraun ist die Haselnuß, schwarzbraun bin auch ich, ja bin auch ich." ...
 
Wie im Gleichschritt marschiert das Geschehen voran. Doch plötzlich kippte die harmonische Stimmung des Traumes. Schatten huschen durch das Bild, spukig wird die Szene - lautlos schrill. Und ein egoistisch rebellisches "Ich Bin Keine Haselnuß" durchzuckt mich und das Gleichmaß der Handlung - und ich werde entdeckt. Ich bin kein richtiges Wir mehr und habe Angst. Hätte ich doch mitgesungen - dadurch fiel ich auf.
 
Der fröhlichen Menge erstarrte das Lachen und zahnige Masken beobachten mich. Ein riesiges, rotbraunes Eichhörnchen mit strengem Seitenscheitel verlangt schreiend nach seiner Haselnuß und kreischt:
"Er widerstrebt, er widerstrebt." Schäferhunde mit Schnauzergesicht reißen sich von den Ketten. Eifrige Hände greifen nach mir. "Schnappt sie die Hohlnuß, die doofe, die taube, wehret dem Anfang, schmeißt ihn hinaus."
 
Und sie warfen mich im hohen Bogen aus ihrem Nutellaglas, damit der Brei nicht verderbe. Eine große, nußlose Einsamkeit hielt mich umfangen ... und ich wachte auf.
 
Wie ferne ist doch dem Realen der wirre, steuerlose Traum. Es fängt so gänzlich harmlos an und trudelt in den Horror.

Wie gesagt, Träume sind Schäume, zum Glück. Mir geht es gut und die Welt ist wieder in Ordnung - glaube ich. Was man so träumen kann, nicht zu fassen. Muttis dicke Kohlrouladen am Abend hatten wohl den Alb gelockt.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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