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Spielsucht
29|11|2012



Wilhelmshaven - Jadeallee 100: Auch so eine Erfolgsgeschichte, die sich in Luft auflöste - Kosten für die Stadt: geheim bis unbekannt.

Hallo und moin, moin. Die Sendung "Ungefragt nachgehakt" ist wieder einmal zu Gast im hohen Norden, irgendwo anne Waterkant.

Auf Bitten der Anonymen Geldvergeuder wollen wir den Namen des verarmten, defizitären Gemeinwesens nicht preisgeben. Nennen wir es darum einfach einmal Buhmhausen.

Der ehedem antizyklische Vorzeigestandort am Rande des Weltgetümmels sträubt sich gegen den Entzug und versucht verzweifelt mit allen Mitteln wenigstens noch etwas Klimpergeld zusammen zu kratzen. Spielsucht überwindet alle Peinlichkeit.

Wir treffen uns heute mit dem Spielsuchtexperten Arno Kleinlich, der einer abrupten Entzugstherapie das Wort redet, weil, nach seiner Meinung, ein stufenweiser Entzug das Problem nur auf die lange Bank schieben würde.

Apropos Bank. Sind die Geldinstitute nicht mit in der Verantwortung Herr Kleinlich?

Sie sagen es. Gerade die Banken sind höchst elitäre Spielerzirkel, die vor der windigsten Geldbeschaffung nicht zurückschrecken ihre Sucht zu befriedigen. Das sind die Daddelkönige. Casino Royal. Da spielt man um Volksvermögen.

Das Geld liegt also quasi auf der Straße ...

Genau. Und mit ihrem Kreditgeschäft zwingen sie labile Siegertypen schnell in die Abhängigkeit. Mehr Schein als Sein und hochfliegende Pläne sind dann der Motor realitätsferner Verschuldung und haltlose Projekte befeuern den kindischen Wunsch das große Rad zu drehen. Der Spieler geht seinen Weg.

Schafft das nicht Nachahmungstäter?

Sie sagen es. Gerade die Vorbildfunktion von Schlips und Kragen wirkt bis tief in die Gesellschaft. Zocken und Abziehen werden Volkssport. Dann beklaut der Enkel die Oma für seine Comics und die Stadt erhöht die Steuern oder erfindet neue. Beißen und Bescheißen werden zur Lebensparole. Sucht kennt keine Verwandten.


Containerterminal Wilhelmshaven: Das Vorzeigemilliardengrab im Nordwesten Deutschlands verschlang schon über eine Milliarde an Steuergeld. Man munkelt: Ein Schiff wird schon kommen ... irgendwann ...

Herr Kleinlich, gerade Ihre Stadt hat sich ja besonders bös verzockt. Ist das ein allgemeiner Trend?

Leider ja. Der politische Erfolgstyp lebt in dem Traum, der nächste Gewinn wird alle Verluste ausgleichen. Immer winkt die nächste große Chance, die er ergreifen muß. Gefahren sieht er nicht. Das blendet er aus.

Gibt es denn Gefahren?

Für den Politiker nicht wirklich. Er spielt ja nicht mit eigenem Geld. Der Bürger bürgt. Und wenn dem die phantastischen Aussichten gefallen, ist er sehr geduldig. Sonst gäbe es keine Schuldenberge. Der Möchtekanzler von der SPD spricht bereits von der Haftungsunion aller Europäer.

Das klingt wie Pokern leicht gemacht.

So ist es. Und hier trifft das Verursacherprinzip den Bürgen, der labilen Menschen den Zugang zu Spielhallen ermöglicht. Der Fall Mappus ist ein Beispiel dafür.

Wenn leichtfertig alles Geld verplempert ist, besteht dann nicht die Gefahr der Beschaffungskriminalität?

Sicher. Herr Schäuble verkauft gerade 11.350 Wohnungen, die ihm nicht gehören. Spielschulden sind Ehrenschulden. Jeder Bürger, ob Kind, ob Greis, haftet bereits mit 25.000 Euro. Da kommt der Mann mit dem Kuckuck aus dem Kleben nicht mehr raus, wenn´s zur Sache geht. Der Zuschauer wird in Haftung genommen.

Und Sie meinen, wie im Großen so im Kleinen?

So ist es. Das Provinzcasino läuft genau so. Nur die Einsätze sind mehr lokal ruinös. Wir betreten da aber das intransparente Gebiet der Dunkelziffer.

Es soll hier ja eine gewisse Holding geben und sogenannte Eigenbetriebe und der Gewinn des einen trägt den Verlust des anderen. Das Konstrukt soll so eine Art verborgene Geldmaschine sein.

Das ist typisch. Der Spieler glaubt, die Gewinnchancen erhöhen sich, wenn er an mehreren Automaten zugleich spielt. Spielen Süchtige gleichzeitig an vielen Automaten, vervielfacht sich leider auch der Verlust. Diese Realität aber wird vom Spieler geleugnet. Das blendet er aus.

Bei der Geldbeschaffung hört man ja immer wieder von dem so genannten Enkeltrick. Kennen Sie das auch?

Aber ja. Es handelt sich hierbei um eine besonders perfide Form des Abkassierens, bei der an den Familiensinn, an patriotisches Zusammenstehen der Gemeinschaft appelliert wird. Einer für alle, alle für einen - und der setzt auf Sieg. Da nickt dann der Betriebsrat die Gehaltskürzung ab oder ein finanziell ausgesaugtes Krankenhaus appelliert an die Nächstenliebe. Wer will sich schon nachsagen lassen, kranken Menschen die Versorgung zu verweigern.

Wir haben den Eindruck, eine Schamgrenze kennt der Spieler nicht.

So ist es. Man arbeitet hier vor Ort zum Beispiel mit der christlich-sozialen Masche, dem "Daddeldu for two", einer Spielersymbiose, die die Szene beherrscht und dem Bürgen weis macht, mit viel Geld den Wert seines Eigentums zu erhalten. Den Verkaufswert. Eine Reserve, die zwangsläufig beim nächsten Einsatz versilbert wird.

Ist der Bürge, wie Sie ihn nennen, denn so dumm, daß er keinen Verdacht schöpft?

Bisher, ja. Ihm werden immer große Gewinne versprochen, denen er seine Hoffnung schenkt. Aberglaube verzerrt die Realität. Der Bürge spielt mit.


Oberbürgermeister Andreas Wagner - 32 Nebenjobs - hoch engagiert in Verbindungen - wirklich vom Volk gewählt oder überempfohlen?

Der Politiker hat aber doch den Auftrag, Schaden vom Volk abzuwenden.

Das tut er auch. Er hat ja keinen Schaden. Er ist der gewählte Stellvertreter des Volkes. Die wollten ihn doch.

Herr Kleinlich, die Politik will den gläsernen Bürger, läßt aber das eigene Wirken lieber undurchsichtig. Was sagen Sie dazu?

Glück und Glas, wie leicht bricht das - und im dunkeln ist gut munkeln. Weine nicht, wenn der Regen fällt. Dam, dam.

Tiefe Worte ... Hoffnung sieht anders aus. Herr Kleinlich, wir danken Ihnen für das Gespräch und geben sehr nachdenklich zurück ins Funkhaus.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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