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Eine Stadt im Abwärtsstrudel
13|11|2012



Ewald Eden ist nicht der einzige, der glaubt, dass das Buch "Der Dreckige Sumpf" neugeschrieben werden muss.

… im Abwärtsstrudel von Seilschaften und Vetternwirtschafterei, im Sog von Parteienklüngel und Liebedienerei, im Sumpf von Zuschuster- und Abkocherei.

Für Fenske und Handlögten ist es sicher die reine Freude, nach so langer Zeit ihre damalige Auffassung vom „dreckigen Sumpf“ in der Jadestadt bestätigt zu bekommen – ja, mehr noch wird es ihnen Genugtuung bereiten, zu sehen, dass sich am Gebaren der Wilhelmshavener Stadtoberen - trotz des Enthüllungsbuches zum Ende der Eickmeyer - Zeit nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Im Gegenteil dazu darf man getrost von einer Verschlechterung des Verhaltens der Verwalterei und der Stadtraterei reden. Die Misere um das städtische Krankenhaus macht es doch mehr als deutlich. Es widerstrebt mir wahrlich, die Klinik als mit RNK zu benennen, denn der alte Nieter wird ganz gewiss schon seit längerer Zeit wegen des Namensmißbrauchs in seinem Grabe rotieren.

Die letzten 25 Jahre [bis November 2011] stand offensichtlich auf der Brücke des Högerbaues ein Mann als Kapitän am Ruder, der, wie sich jetzt offenbart, zumindest völlig unfähig war, ein Stadtschiff dieser Größenordnung durch die Stromschnellen der Zeit zu navigieren. Sollte dieser Mann darauf bestehen, dass er sehr wohl dazu in der Lage und fähig gewesen sei, Wilhelmshaven zu kommandieren, dann ist er spätestens dann – neben etlichen anderen – ein Fall für den Staatsanwalt. Das jetzige Versuchen, dem verstorbenen Wolfgang Frank als den Urheber der Mißwirtschafterei und als Einführer des allbekannten „Systems OTTO“  innerhalb der Gebietskörperschaft Stadt als allein Verantwortlich hinzustellen, ist gelinde gesagt mehr als schofel.

Ich bin gewiß kein Freund von „schöngeredeten Toten“ – hier aber ist doch fühlbar dahinter die Bestrebung zu erkennen, einem nicht mehr in Regreß nehmen zu könnenden Toten den ganzen Mist in die Schuhe zu schieben. Die Liste derer, welche über die Jahre die Nutznießer von dem ganzen Parteienklüngel waren, die hat ja schon eine respektable Länge. Wie denn sollte es auch etwas Unrechtes sein, wenn man zum Beispiel einen als MdL abgehalfterten Parteienspezi vor dem Absturz in die Mittellosigkeit, ihn also vor der Nagerei am Hungertuch bewahrt, indem man im Konzern Stadt schnell und unkompliziert eine neue Gesellschaft gründet, die in ihren Aktivitäten den gesamten Nullnummernbereich abdeckt, dann den Parteifreund dort als Geschäftsführer installiert, und diese Gesellschaft dann ausgliedert, um sie damit jeglicher parlamentarischen Kontrolle zu entziehen.

Oder was, zum Beispiel, ist daran auszusetzen, dass man einem Potentaten – den man durchaus nicht zufällig als Klinikchef an der Backe kleben hat – mit einem mehr als goldenen Handschlag aus der Schusslinie nimmt, als es beginnt ungemütlich und brenzlig zu werden um diesen, wie sich jetzt ja mehr und klarer herausstellt, zumindest völlig inkompetenten Krankenhausgeschäftsführer. Hörte man zu Anbeginn des Sichtbarwerdens der Turbulenzen um die gGmbH an der Friedrich-Paffrath Strasse noch lautstarken Protest seitens des Obervetternwirtschaftlers der vergangenen zweieinhalb Dekaden, so ist plötzlich die Stimme des Herrn Grinsemann völlig verstummt. Vielleicht hat es ihm die Sprache verschlagen, weil er von den Enthüllungen der - milde gesagt - Schlampereien, während seiner Regierungszeit, völlig überrascht ist. Was ich ehrlich gesagt allerdings nicht zu glauben vermag. Sollte er aber in der Tat unwissend gewesen sein, dann ist das doch zumindest der Beweis seiner Unfähigkeit, ein solches Amt zu bekleiden. Und wieder macht sich unter den vormals Involvierten, den Mitbeteiligten oder zumindest politisch Mitverantwortlichen der Menzelära das Bestreben breit, nicht mehr unter uns weilende Zeitgenossen als für das Desaster verantwortlich zu bezeichnen.

Mir kommt es  im Spiel, in der schlechten Posse um den Scherbenhaufen Konzern Stadt jetzt so vor, als wenn bei Walt Disney die Panzerknackerbande Ordnung in Onkel Dagoberts Geldspeicher bringen wolle.

Aufräumen sieht anders aus – vor allem bräuchte es dafür neue Besen, denn alte kehren bekanntlich nicht mehr gut.

Oder sucht man im Högerbau, in der Burg am Meer, nur nach einem größeren Teppich, um die Schmutzberge dann da drunter zu kehren?

Ich frage mich tatsächlich, warum bin ich eigentlich immer noch in dem Glauben verhaftet bin, dass diese Stadt etwas Besseres verdient hat?

Ewald Eden

Links:
Dreckiger Sumpf [1 u. 2]

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