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König sucht Volk
23|12|2011



Hans-Olaf Henkel

Auf die Dauer haben selbst Könige einen Anflug von Selbstzweifel, wenn ihnen die Untertanen abhanden kommen, sie keiner lieb hat und keiner sie haben will. Und kriegt man nicht gleich ein ganzes Volk, begnügt man sich auch mit einem Völkchen. Klein, aber mein.

Auf der Suche nach einem eigenen Völkchen hat Hans-Olaf Henkel, die bekannte Talkshowrequisite, die versprengten Stämme der Freien Wähler für sich entdeckt. Diese bisher lokalpolitisch orientierten bürgerlichen Zusammenschlüsse mit starker Hand und seichten Sprüchen in seinem Sinne zu einen, scheint wohl praktikabel und bequem.

Bisher waren die Freien Wähler eher eine Gruppierung für Probleme, die die herrschende Politik links hatte liegenlassen und damit vielen Langzeitenttäuschten als Alternative erschienen in der sozialen Schieflage im Lande und all den beklagenswerten örtlichen Verhältnissen, die den Bürgern ihre Ohnmacht als deutliche Schranke zeigte, hinter der sie sich ergeben und geduldig zu bescheiden hätten.
 
Kamen die Freien Wähler bislang schon etwas bieder daher, etwas links, etwas rechts und natürlich absolut mittig, wird Hans-Olaf Henkel ihnen zeigen, daß rechts von der CDU die wahre und treudeutsche Mitte ist. Die planvoll eingebleute Parole von der Sozialdemokratisierung der CDU hat das gut vorbereitet.

Hans-Olaf Henkel "Der Wutgroßbürger" titelte der Spiegel im Oktober und vermutete, "er liebäugelt mit einer neuen Partei. Und der Spiegel schreibt weiter:
Zitat: "Am Ticketschalter der Halle Münsterland ist neben Cindy aus Marzahn und Europas größter Kegelparty jetzt auch Hans-Olaf Henkel im Angebot. Mit 71 Jahren geht der ehemalige IBM-Manager und Industrielobbyist auf seine erste Bühnentournee. Für den Anfang sind Auftritte in Münster, Hamburg und Berlin eingeplant. Bei Eintrittspreisen von bis zu 25 Euro ist der Kartenvorverkauf gut angelaufen."
 
"Der Verband der Familienunternehmer gehört ebenso zum Henkel-Fanclub wie die stockkonservative Zivile Koalition für Deutschland, deren Vorsitzende Beatrix von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, bislang dafür stritt, Ostdeutschlands Schlösser den Junkern rückzuübereignen. Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin sagt, man solle Henkels Buch "zur Pflichtlektüre für jeden Bundestagsabgeordneten machen, damit der Bundesregierung endlich mal die richtigen Fragen gestellt werden".
 
"Wir sollten der FDP noch eine Chance geben", so Henkel. "Aber wenn das nicht klappt, dann brauchen wir einen neuen Partner, und da stehe ich zur Verfügung, meine Damen und Herren."
 
Der FDP gibt er inzwischen keine Chance mehr und der neue Partner heißt Freie Wähler und die stehen, wie praktisch, ihm zur Verfügung. Hatte er doch schon Anfang 2009 für die Freien Wähler einen Programmentwurf geschrieben.
 
Hans-Olaf Henkel, wie man bei Wikipedia erfahren kann, berät seit 2006 die Bank of Amerika für den deutschsprachigen Raum, um die Marktposition im Investment Banking für die US Bank in Deutschland auszubauen. Er vertritt in seinen Schriften und öffentlichen Auftritten wirtschaftsliberale Positionen. Er tritt ein für die Globalisierung, die Förderalismusreform, für weniger Staat im Staat, gegen Gleichmacherei und für mehr Wettbewerb. Er ist für die Minimierung des Sozialstaates und für die Senkung von Steuern. Die "Vereinigten Staaten von Europa" wären für ihn eine "EUdssR"
 
Die Förderalismusreform ermöglicht es z. B., dass der Bund alle EU-Richtlinien im Umweltbereich umsetzt. Weniger Staat im Staat ist ein Tarnwort für Privatisierungen und die Gleichmacherei meint die Abwehr von lebensnotwendigen Einkommen für Menschen, die bis zu drei Jobs benötigen um einigermaßen warm und trocken ihr Dasein zu fristen. Minimierung des Sozialstaates nennt Henkel das. Und die Senkung von Steuern erreicht die gesellschaftlich Abgehängten eh nicht, das weiß er.
 
George Orwell hätte erstaunt sein Notizbuch gezückt, wenn er diese Neusprechlabertasche hätte hören dürfen.
 
Auf Wikipedia liest man unter Neusprech:
"Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation der Bevölkerung in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken."

Nett formulierter Gedankenzoo.
 
Hans-Olaf Henkel ist Gründungsmitglied des Konvents für Deutschland, einem weiteren Club von konservativ-liberalen Systemveränderern, wie Kritiker meinen, und sie vergleichen ihn mit der neoliberalen Kampfformation "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", die darauf zielt marktradikalen Positionen zum Sieg zu verhelfen und gesellschaftliche Entsolidarisierung, nach dem Motto: "Jeder ist seines Glückes Schmied", allgemeingültig zu machen. Sozialkiller eben.
 
Gesponsert wird dieser "Konvent für Deutschland" von Großunternehmen, Stiftungen und Privatpersonen. Dem Konvent geht es nicht um Reformen in einzelnen Bereichen, sondern, und hier hüpft Orwell im Grabe:
"Um eine grundlegende "Reform der Reformfähigkeit", eine sogenannte "Mutter aller Reformen", um Deutschland "dynamischer" und wie immer "wettbewerbsfähiger" zu machen. Roland Berger ist auch bei der Truppe.

Und natürlich, ha,ha,ha, das Mietmaul für alles was echt voll daneben ist: Oswald Metzger.
 
Geil, oder? Sone Leute braucht die Welt - aber sowas von dringend ...
 
Eine finanzielle Stütze dieses Vereins sind unter Anderen die Nixdorf Stiftung, die Fraport AG, die Deutsche Bank, die Deutsche Bahn, IBM Deutschland, Bilfinger Berger usw., usw. ...
 
Henkel, der Sarrazins Äußerungen ohne jedes Wenn und Aber unterstützte und ihm bescheinigt, daß er sich auch in der Ausdrucksweise nicht vergriffen habe, wird nun Aushängeschild der Freien Wähler, frei von Unterscheidungsvermögen. Wann stößt Sarrazin dazu? KT zu Guttenberg hat auch noch kein neues Volk und Friedrich Merz lauert auch noch so rum ...

Sicher sind da noch mehr der Potentaten in Lauerstellung.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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