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23|05|2011



Wenn ich nicht mehr weiter weiss, mach ich mir ´nen Arbeitskreis. Das war bisher der Slogan der SPD Wilhelmshaven und wir dachten, das wäre nicht steigerungsfähig. Weit gefehlt! Jetzt kommt die CDU mit ihrem völlig bürgernahen Placebo: "Jetzt rede ich", als würden sie ihn jemals brauchen.

Das fehlende Bindeglied, man hat es wiederentdeckt - den Bürgerwillen.

Eine frühe Übergangsform zur heutigen parteipolitischen Entscheidungshoheit und Willensfreiheit weniger rückt kurz vor den anstehenden Wahlen in den Fokus der bisher selbstgefällig Handelnden örtlicher Politik.

In Wilhelmshaven wird und wurde der Bürger neu entdeckt. In einer Stadt, die beständig den Blick in eine ferne, glorreiche Zukunft richtet, schaut man zurück. Eine bisher eher evolutionäre Randerscheinung auf dem Weg zum Homo Elitikus neuzeitlicher Entfaltung wird wichtig. - Warum?

Steht man vor der Wand? Sind alle Pfade ausgetrampelt? Was bietet der Wähler, diese zurückgebliebene Gattung, das da brauchbar wäre? Ist es das, was er kurzfristig erheben und dann abgeben soll, seine Stimme?

Ordentlich mundgerecht mit Mätzchen gefüttert könnte der mündige Wahlbürger sich ein stattliches Gewicht vorgaukeln und ihn verleiten zu prüfen, was er denn so wiegen könnte, wenn man erwöge ihm Gewicht zu geben. Natürlich nicht auf Dauer, nur mal so aus Quatsch.

Schon im September darf er sich auf eine hochgepriesene Parteienwaagschale setzen - Kuchen gewinnt vor trocken Brot - bevor sein Gesäß dem Boden alter Realitätskonstrukte unsanft zurück gegeben wird.

Doch es sieht ganz anders aus. Die ständig verschärften Sicherheitsbestimmungen, Datenkontrollen und Überwachungen sind ein Ausdruck der Angst vor dem, was da als Mehrheit im Volk herumläuft und sich eventuell mündig machen könnte. Alle, die das, was Wirtschaftsweise, Industrievertreter und Politiker verkünden als Interessengeschwafel enttarnen, gehören nicht zur Wunschklientel der Parteien.

Blickt man in die arabischen Länder, sieht man, was die verdrängte Kaste "Bevölkerung" für sozial und demokratisch hält, zu welchen Veränderungen Bürgerwille fähig ist und wie erstarrte Nutznießersysteme dabei über Leichen gehen um ihre Privilegien zu erhalten.

In der Natur sind schmarotzende Pflanzen ein Relikt uralter Erdentwicklung und heute eine Randerscheinung. Sogar in Indien steht das jahrtausendalte Kastenwesen in Frage.

Und in Spanien gehen die Bürger neuerdings einmal auf die Politiker zu.

Wahlen in Spanien [Tagesschau 22.05.11]
"Wählt keine der beiden großen Parteien"
... die fruchtlosen Scharmützel zwischen den beiden großen Parteien, in denen außerdem immer wieder geradezu haarstäubende Korruptionsfälle bekannt werden, sind viele Menschen leid.
... Zehntausende gingen auf die Straßen, errichteten Protestcamps. Friedlich und engagiert diskutierten sie und verlangten mehr
Demokratie und einen Politikwandel ...
"Ich glaube, diese Bewegung ist das beste, was uns im 21. Jahrhundert passieren konnte, weil es ein wichtiges Zeugnis der Reife des spanischen Volkes ist", sagt die Krankenpflegerin Anita. "Ich glaube, dass wir einen Paradigmenwechsel erleben werden und ein neues Wirtschaftssystem. Natürlich wird das seine Zeit dauern."

Und weiter:
Tschechen protestieren gegen Sparkurs der Regierung
"In Prag haben mehr als 40.000 Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert.
... Die Kundgebung richtete sich gegen geplante Reformen der Mitte-Rechts-Koalition. So soll das Renteneintrittsalter erhöht und die staatliche Rente um Beiträge aus eigener Tasche ergänzt werden. Auf Kritik stieß auch das von Gesundheitsminister Leos Heger forcierte Vorhaben, die Kostensteigerung im Gesundheitswesen mit Zusatzbeiträgen zu bremsen. Patienten müssten dann etwa bei teuren Operationen privat dazubezahlen. Einige Redner forderten sogar einen Generalstreik, um Neuwahlen zu erzwingen."

Hier in Boomtown geht die Politik erst `mal wieder auf den Bürger zu. Warum hatte man ihn denn verlassen? Oder hielt er sich versteckt? Es ging doch so schön ohne ihn gegen ihn.

Vier Kohlekraftwerke!: "Man hat uns ja gewählt [SPD], das ist Bürgerbefragung genug."

Und jetzt, vor der Wahl, textet die CDU, der Bürger solle mit all seinen Fähigkeiten und Ideen "eingebunden werden" zum Wohle des Gemeinwesens. Welch ein Segen für das ehemals größte Kraftwerk Europas, die Südzentrale, direkt neben der dazumal größten Drehbrücke Europas. Oder für das älteste, historische Schulgebäude der Stadt, die Neuender Schule. Da sind zwei ehemalige Volksparteien aber sowas von wählbar nah beim Bürger. Symbiotischer geht´s nicht - oder?

Unsere selbstgefälligen Parteistrategen, plötzlich bürgernah? Glaubt das noch einer? Da wurde doch Kreide gefressen.

"Hallo ihr Lieben, empört Euch - aber bitteschön mit uns!"

Das alles wirkt eher wie "das kleine Knebelset" für die ungezogenen Kinder auf dem Rücksitz. Oder glaubt jemand, die Wasserwerfer in Stuttgart werden jetzt mit Kakao gefüllt, Pfefferspray gegen Rosenduft getauscht und die, zum Prügeln bestellten Polizisten verdreschen nur noch korrupte Leistungsträger und nicht mehr Kinder, Frauen und alte Männer? - Wohl nicht. Diese erprobt bewährte Bürgernähe bleibt in Kraft, bei allem derzeitigen Angstgesäusel.

Oh ja, jetzt kommt die Zeit der "weißen Salbe" cremiger Parteisprüche.

Der Focus schrieb im März:
"Zuckerpillen und weiße Salbe wirken doch: Experten raten deshalb, den Placebo-Effekt stärker für die Therapie einzusetzen."

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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