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Au weia, der Kommunismus
11|01|2011



Karl Marx, ein bedeutender Theoretiker des Kommunismus.

Sicher, da hat Frau Lötzsch sich taktisch nicht klug verhalten, wird man sagen.

Davon zu sprechen, daß der Kommunismus ein noch fernes menschheitliches Ziel sein könnte für Wohlfahrt und gerechtes Leben aller Planetenbürger ist schon ein Ärgernis. Ganz besonders für Taktierer, die - nie besonders klug - ihre Meinung allgemein machen möchten.

Und schon zerren die Hofhunde der CDU an der Leine und bellen ihren Herrchen Alarm, wie es sich gehört für kleine Wadenbeißer. Galt doch das böse K-Wort längst als besiegt, wenigstens als gründlich verscheucht - und nun das.

Frech taucht es auf und hüpft in seinen roten Socken lachend durch die Presselandschaft. Da kriegen die Dobrindts und Gröhes ihr theatralisches Wutschnauben und kläffen auch noch die letzte Schlafmütze unterm Plümo hervor.

Kommunismus - whow, whow, whow.

Wenn die wüßten, was sie mit ihrem Krakeelen anrichten, welche Diskussion sie befeuern, wären sie still. Doch für solche Überlegungen ist kein Platz in den kleinen Schubladen der Parolen und Voreingenommenheiten. Parteitaktierer rödeln auf Stichwort direkt los, darauf sind sie konditioniert.

Und wie bei einer Telefonkette pflanzt sich der Impuls fort, erfaßt alle ebenso konditionierten, eilt dominoartig durch die ganze Partei und springt "medial" auf die übrige Bevölkerung mit ebensolchem, lang eingeübtem Denkmuster. Man nennt das die Pawlowsche Reflexkette. - So die Hoffnung der Politdemagogen.


Leider klappt das nicht mehr, denn die eingeübte Angst vor dem Kommunismus wird täglich zu Grabe getragen und hat in der Jugend keinen realen Hintergrund. Eher müßten die sich vor dem Christentum fürchten, dank der kriminellen Kirchengeschichte bis in unsere Zeit. Auch die DDR, dieser menschenverachtende Spitzelstaat der "rotlackierten Nazis", wie sie Kurt Schumacher [SPD] nannte, war weit entfernt davon, kommunistisch zu sein - sein zu können.

Als noch vor nicht so langer Zeit die Bildung in Deutschland eine gewisse Höhe und Breite hatte, bevor sie durch BILD ersetzt wurde, waren zwei scheinbar diametral getrennte Begriffe durchaus vereinbar. Christentum und Kommunismus.

In den "Potsdamer Neueste Nachrichten" findet sich als Beispiel der schöne Bericht über eine Familie, die CDU, Christentum und Kommunismus in ihrem Leben gedanklich und fühlend verbinden konnte.

„Jesus war der erste Kommunist“
Das Leben der Maria von Pawelsz-Wolf, die früh ihren Vater verlor, den CDU-Politiker Wilhelm Wolf.
"... Maria von Pawelsz-Wolf ist eine Konservative jenen Typs, für die „alte Kommunisten“ noch „anständige Leute“ waren. ... Die Christdemokratin sagt auch Sätze, die auf der linken Seite des politischen Spektrums als unterschriftsfähig gelten dürften, wie etwa diesen: „Jesus war der erste Kommunist.“
 
Diesen Jesus mit seinen Anforderungen zu zitieren, dürfte heute noch den verrückten, immer mit seinem eigenen Schatten boxenden Kommunistenjäger McCarthy zum spuken aufrufen. Auch seinen Nachfolgern dürfte es den Schaum vor die gefletschten Zähne treiben, um dann grimmig nach der Inquisition zu rufen, jene spätmittelalterlichen Gerichtsverfahren christlicher Ordnungsliebe mit ihrem feststehenden Ausgang - natürlich in neuzeitlichem Outfit. Er wäre einfach zu "kommunistisch", dieser Sohn eines Zimmermanns.
 
Im Internet schreibt The European zum Thema Christentum und Kommunismus:
Lötzsch in die CDU
"Gegen den Kommunismus ist nichts einzuwenden. Seine Forderung nach Solidarität  fußt direkt auf christlichen Glaubenswurzeln, sein Beharren auf allgemeinem Wohlstand lässt jeden Mittelständler jubeln. Die Zukunft des Kommunismus liegt in der Union,
Gesine Lötzsch zum Trotz."

Und in der Zeitschrift "Der Freitag" klagt ein gewisser Red Bavarian zum gleichen Thema der Aufregung im sogenannten rechten Lager:
"... Wieder erdrückt mich schier die aggressive Leitkultur, diese Mischung aus Neokonservatismus und Neoliberalismus mit christlich-abendländischen Versatzstücken, die heutzutage so intensiv und expansiv gepredigt und ausgeübt wird. Die dermaßen von sich selber überzeugt ist, dass sie am Ende nichts anderes außer sich selber gelten lässt."
 
Sehr gründlich widmet sich der Blogger Klaus Baum der neu entfachten Diskussion und notiert:
Noch einmal zu Gesine Lötzsch und zum Schreckgespenst des Kommunismus
"... Worauf ich hinweisen möchte – im Zusammenhang des Aufschreies aller ehrlichen Humanisten, dass man dem Kommunismus etwas Positives abgewinnen kann -, worauf ich hinweisen möchte, ist folgendes: Es gibt eine merkwürdige Übereinstimmung zwischen den Christentumshassern und den Kommunismushassern. Die Christentumshasser findet man zahlreich unter den [linken] Bloggern, die Kommunistenhasser zum Beispiel bei der CDU-CSU, FDP, SPD, also meist im rechten Spektrum."

"Beide Lager, die Christentumshasser und die Kommunistenhasser, haben jedoch keine Ahnung, wovon sie überhaupt reden, das heißt, sie haben schon ein Wissen über die Gräueltaten beider “Glaubens”-Systeme, aber nahezu kein Wissen über die Lehre oder den Ideengehalt von Christentum und Kommunismus. ... Der Kommunismus als Theorie ist unter anderem aus den Ideen des deutschen Idealismus hervorgegangen, und wenn ich sage Ideen, so meine ich auch den Begriff der regulativen Idee, die Vorstellung von der Entwicklungsfähigkeit des Menschen hin zu einer Art Vollkommenheit, die zwar nie erreicht wird, um die man aber, wie Goethe es formulierte, sich bemühen sollte: Wer immer strebend sich bemüht …."

"Ähnliches gilt für das Christentum. Die Lehre Jesu und Praxis der Kirche standen in ihrer nahezu 2000jährigen Geschichte meist im krassen Widerspruch zueinander. Dass es diesen Widerspruch überhaupt geben kann, machte es möglich, dass Luther den Papst als Anti-Christen charakterisieren konnte." ...

 "Wer wegen einer schlechten, stümperhaften oder gar mißbräuchlichen Verkörperung gleichzeitig auf die Idee einprügelt, ohne sie kennen, ist nicht viel klüger, als jener Bauersmann, der bei Johann Peter Hebel den Esel prügelt, aber den Sack meint." [Zitat Ende]

Beide, Christentum und Kommunismus, sind weitgehend nur namentlich in der Welt, mißbraucht als Sammelbegriffe um Menschen einzubinden für Gruppeninteressen und ihre Zwecke. G. K. Chesterton, ein englischer Schriftsteller und Humorist schrieb einmal, das Christentum sei nicht gescheitert, weil es ja noch nie in die Praxis umgesetzt wurde.

Das gilt wohl auch für den Kommunismus, der bisher genau so nur für Macht, Mord und Unterdrückung mißbraucht wurde. Gulag, Partei, Fegefeuer und Beichtstuhl, die Gefangenschaft des individuellen Menschen, des freien Geistes.

Die Nazis wollten beides auslöschen, um es durch eine krude Mythologie für eine käferartige Sozialgemeinschaft zu ersetzen.

Wer Christentum und Kommunismus aber "nur" als soziale Lebenspraxis vergleicht oder gleichsetzen möchte, verkennt die kosmische Dimension des ersteren. Wenn Christentum einmal Lebenspraxis werden kann, wird es das, was man "Kommunismus" nennt bereits in sich tragen. So, wie Nächstenliebe und Sozialismus, die heute noch nebeneinander stehen.
 
Das Mißtrauen in die politischen Parolen und Wahrheitsbezeugungen ist inzwischen so verbreitet, daß die durch Frau Lötzsch entstandene Diskussion eine schöne Erfrischung für das eigene Denken werden kann. Was man der "ehrlichen" Empörung der Pateiideologen dann zwar zu danken haben wird. - Aber: Na und?

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

Links:
„Jesus war der erste Kommunist“
Lötzsch in die CDU
Der Freitag: Kommunismus und Christentum
Noch einmal zu Gesine Lötzsch und zum Schreckgespenst des Kommunismus

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Kommentare

Jörg Köhler | Aurich
Ich stimme der Einschätzung vollkommen zu, es ist viel Heuchelei im Spiel. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass die bürgerliche Seite nur auf so etwas wartet und das "böse K-Wort" genüsslich ausschlachtet und es der Linken um die Ohren wirft.
Viel wichtiger wäre mir jedoch in diesem Land - und dazu wäre die Linke auserkoren - eine weitere intensive Frage um diesen Staat was die sozialen Probleme betrifft. Das gerät nun wieder ins Hintertreffen und die Linke wird nun das Problem haben, dass sie schwer platzieren kann, weil sofort der Kommunismusvorwurf kommen wird. Letztlich haben die neoliberalen Parteien von CDU bis Grüne gewonnen und werden weiterhin von der Wirtschaft an der kurzen Leine geführt werden. Das ist die bittere Wahrheit.




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