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Chef der Wilhelmshavener Tourismus und Freizeit GmbH referierte im Fährhaus
11|06|2010



Raymond Kiesbye [Chef der Wilhelmshavener Tourismus und Freizeit GmbH] während der Veranstaltung.

Die Linken [Ortsverband Wilhelmshaven Südost] hatten vor ca einer Woche Raymond Kiesbye eingeladen, den Chef der Wilhelmshavener Tourismus und Freizeit GmbH [WTF], um über die Planungen rund um den Banter See zu berichten.

Der Banter See soll als Ausgleich langfristig für den mit einem mysteriösen Hafen überbauten Geniusstrand zum Erholungsort umgestaltet werden. Seit einigen Jahren wird der vormals ungetrübte Badespaß im Freizeitareal der Südstadt durch eine temporär auftretende Algenblüte geprägt, deren Ursachen immer wieder zum Gegenstand kryptischer Diskussionen werden. Sogenannte Freistrahlanlagen sollen inzwischen nachweislich Wirkung zeigen, d. h. Aggregate, die die Wasserschichten durchmischen sollen, um die stinkende Algenblüte zu verhindern.

Zuhörer berichteten, dass es ca 30 Einleiter in den Banter See gäbe, sowie Phosphateinträge der Landwirschaft und durch den Kot der Schafe auf den Deichen, so dass das ursächliche Problem für die temporäre Algenblüte eigentlich bekannt sei.

Immer wieder schreibt das lokale Heimatblatt über Abhilfemaßnahmen, die dann, wie so oft, im Sande verlaufen. Der Banter See verkommt so immer mehr zum Politikum, ohne wirklich nachhaltige Abhilfe eines Grundproblems.

Raymond Kiesbye beschrieb, dass es schwer sei, ein ganzheitliches Konzept für den Banter See und dessen Umgebung zu erarbeiten. Neben ausgeschöpften Personalkapazitäten gäbe es immer wieder Probleme, eine Idee zuende führen zu können.

So möchte man gerne einen Wanderpfad rund um den See schaffen, der aber daran scheitert, dass man auf dem Anreinergelände der Industrie nicht einfach Überwegungen schaffen darf, oder dem im Westen liegenden Campingplatz. Dafür gäbe es aber Alternativen, wie z. B. eine Rute zum Ems-Jade-Kanal.

Die Verlängerung der JadeAllee ist eine weitere Idee, d. h. die sozusagen gerade Sicht auf den Deich, was natürlich nicht auf Gegenliebe der Kleingärtner stößt, die genau dort seit Jahrzehnten sozusagen in Erbfolge ihre Gartenlauben haben.

Ein Leuchtturm ist angedacht, d. h. ein ausgedientes Leuchtfeuer könnte angekauft und aufgestellt als Aussichtsplattform für den Großen Hafen, den Banter See und das übrige Areal dienen.

Der Bunker am Banter See könnte in eine Ausstellungsreihe integriert werden, denn Wilhelmshaven hat viele davon. So könne man auch Stadtgeschichte mit Tourismus verbinden. In diesem Zusammenhang fand es Kiesbye schade, dass die gesamten Gebäude der U-Boot Schule aus dem Zweiten Weltkrieg erst kürzlich abgerissen wurden. Man hätte auch ein Gebäude davon erhalten können und mit in die Stadtgeschichtsidee einbeziehen können. 

Pedal- und Bootstationen zieht man auch in Erwägung, wofür allerdings Anlegemöglichkeiten geschaffen werden müßten.

Das heutige Strandareal, Klein Wangerooge, sollte aufgewertet werden. Sportflächen, die existieren würden dann modernisiert und der bestehende Kiosk abgerissen, um durch eine moderne Gastronomie ersetzt werden zu können.

Das Pumpwerk, ein Kommunikationszentrum an der Jade Allee, soll modernisiert werden. Die auf der Rückseite liegende Gaststätte soll nach vorne verlegt werden und Baulasten, wie ein alter Schuppen, abgerissen werden. Für diese Konzeption müssen auch naheliegende Parkplatzflächen geschaffen werden.

In seiner Zusammenfassung wurde deutlich, dass erst einmal das grundlegende Problem des Banter Sees, die temporär auftretenden Algenblüte beseitiigt werden müßte, damit man neben der Planung auch in eine Realisierungsphase übergehen könnte. Ohne das grundlegenden Problem geklärt zu haben, scheint es nur schwer möglich, die angedachten Ideen auch umsetzen zu können.

Ein weiteres Problem ist natürlich die Finanzierung der Planungen. Es gäbe zwar ein angedachtes Investorenkonzept, aber das ist bis jetzt nur Zukunftsmusik. So könnte sich Raymond Kiesbye eine Kooperation mit dem Columbia Hotel vorstellen, sollte eine neue Stadthalle am Banter See einmal Wirklichkeit werden können. Die alte Stadthalle, mit einer schwachen Auslastung, belaste die Stadt noch mit 1 Million Euro Miete jährlich bis zum Jahre 2019. Die wachsende Finanznot der Stadt Wilhelmshaven mache die Sache auch nicht einfacher.

Dem Bau einer neuen Stadthalle steht auch ein mit Schweröl kontaminierter Boden entgegen. Bevor überhaupt jemand auf dem Grundstück der ehemaligen U-Boot Schule Hochbau betreiben könne, müßte das Gelände grundsaniert werden. So würden sich als Übergangslösung höchstens Parkplatzflächen realisieren lassen.

Aus dem Publikum kamen schwere Vorwürfe gegen die Politischen Instanzen sowie die Verwaltung, die schon seit Jahren immer wieder Versprechnungen macht, sich aber selten daran hält, d. h. es passiert nichts. Man könnte sagen, dass die Bürger inzwischen auf "180" sind. Einer von ihnen "drohte" sogar in barschen Ton, gegen diese Politiker demonstrieren zu wollen.

Gerhard Eickmeyer [SPD], so ein Zuhörer, mußte zwar wegen politischer Querelen von seinem Amt als Stadtdirektor 1984 zurücktreten [Stichwort: Der Dreckige Sumpf], hätte aber ohne viel Formalismus und die genaue Einhaltung und Beachtung von Bebauungsplänen ein Surferheim am Banter See genehmigt.

Nun sind die Bürger gefragt, die sich von der städtischen Politik nicht genug eingebunden fühlen und an diesem Abend ihrem Unmut deutlich Luft machten. Insgesamt scheint die Politprominenz nur daran interessiert mit einer Wilhelmshaven typischen Klientelpolitik die nächste Wahl gewinnen zu wollen, damit der Geldstrom aus den Aufsichtsräten der städtischen Gesellschaften in die Parteikassen und das eigene Portemonnaie nicht versiegt. Man sollte auch einmal einen Blick zurück auf die FDP werfen, um sich vorstellen zu können, wohin das führen kann.

Auch könnte man das Problem der Fäkalieneinleitungen an den Wilhelmshavener Südstrand endgültig abstellen und ganzheitlich einen städtischen Baustellenbewältigungsplan aufstellen, der zusammen mit der Öffentlichkeit völlig transparent abgearbeitet würde.

O.K. das war jetzt Science Fiction, aber man darf doch auch ´mal ins schwärmen geraten ...

Vielleicht gibt es ja bald weitere öffentliche Veranstaltungen des Souveräns, damit die politischen Instanzen merken, das er noch lebt.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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